Philosophieren

KK, Freitag, 23.09.2016, 11:57 (vor 3413 Tagen) @ nemo4084 Views

Hallo nemo,

Meinst Du damit seine Gedankengänge, die über das Weltbild Debitismus
weit hinausgehen und von bewundernswertem philosophischen Denken

geprägt

sind???

Geht Dir und vielen anderen im Gelben genau dieses Denken ab, ist für
Dich unverständlich und deshalb ablehnenswert???

Fehlt Dir und vielen anderen vielleicht „nur“ intellektuelle
Redlichkeit, um mit einem Foristen wie Zara zurechtzukommen???

Oder ist Deine intellektuelle Freiheit einfach nur zu eingeschränkt???


Vielleicht fehlt aber auch gar nichts.

Ja, zumindest bei Zara scheint mir wenig zu fehlen.

Über etwas philosophieren und
etwas verstehen sind zwei verschiedene Dinge.

Na, dann ist bei uns beiden der Begriff völlig unterschiedlich besetzt.

So kann man endlos über Schwärme theoretisieren, ohne zu
irgendeiner Erkenntnis zu kommen, weil Schwarm nur ein Wort
ist, dem man verschiedene Bedeutungen beimessen kann.

Hast Du Dir bisher überhaupt die intellektuelle Freiheit genommen, die Schwarm-Metapher philosophisch zu durchdenken und mit Deinem Weltbild (sofern Du eines hast) abzugleichen?
Und wenn ja, reicht Deine intellektuelle Redlichkeit aus, Dein Weltbild zur Disposition zu stellen?

Esoteriker wie Helena Blavatsky, Steiner und andere sprechen z.B.
von verschiedenen Rassen mit verschiedenen Begabungen.
Was im nächsten Schritt ein Volkskörper bedeutet, der bestimmte
Eigenschaften hat und dem ein völkisches Handeln und Denken
zu Grunde liegt.

Beschreibe bitte erst mal den schwammigen Begriff Esoteriker.

Hier könnte man ansetzen und untersuchen, was „völkisch“
bedeutet. Man kann diesen ganzen Bereich natürlich auch
ausblenden und als „Esoterik“ – böse Menschen mit bösen
Absichten – abqualifizieren.

Qualifiziert ein philosophisch Denkender überhaupt etwas ab, nur weil es aus einer bestimmten Ecke kommt, oder eher, weil er die Oberflächlichkeit, die schnelle Antwort erkennt?

Das ist einfach aber dann kann man auch keine intellektuelle
Redlichkeit fordern.

Sich selbst gegenüber intellektuelle Redlichkeit fordern kann und soll man immer (gelingt den wenigsten Menschen), von anderen fordern kann und soll man nur dann, wenn es einem selbst gelungen ist.
Bei Zara scheint mir dies der Fall zu sein (Danke Zara).

Und intellektuelle Freiheit schon gar nicht.

Diese Art der Freiheit überhaupt zu kennen und ihre Bedeutung als elementares Handwerkszeug für philosophisches Denken zu verstehen, ist auch nur sehr wenigen Menschen in unserer heutigen Zeit gegeben.
Auch hier scheint mir Zara einer dieser Spezies zu sein (Danke Zara).

Dazu gehört IMHO auch, die Beschränkungen auf die „reale“ Welt mit ihrem Sammelsorium von Dogmen und –ismen zu verlassen und für sich eine säkularisierte Spiritualität zuzulassen (bitte nicht zu verwechseln mit der in den letzten Jahren gepuschten Eso/Spiri-Szene).
(Empfehlung: Thomas Metzinger – Der Ego-Tunnel)

Freundliche Grüße
KK


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