Ja, der Link beruht aber auf den eigenen Luegen Leuchters!
Ich hatte dich bereits auf deinen eigenen Link hingewiesen, wo zu lesen ist, dass er beruflich im Auftrag diverser Bundesstaaten Hinrichtungsapparate verbesserte.
Es ist halt Selbst-Beweihraeucherung. Spaeter haben die befragten US-Bundesstaaten bestritten, ihn jemals ernsthaft mit etwas beauftragt zu haben. Der ganze Hoax geht auf den Artikel im Atlantic Monthly 1990 zurueck, der ausschliesslich auf Leuchters eigenen blumigen Angaben beruht.
"Fred A. Leuchter, the president of Fred A. Leuchter Associates, Inc., in Boston, is the obvious person to call for electric-chair repair. Leuchter designs and builds state-of-the-art electrocution systems, and he runs the only training program in the country for execution technicians."
Nonsense.
"Leuchter's company repairs, adapts, and installs electric chairs."
Ebenso Nonsense.
"As the nation's only commercial supplier of execution equipment, Fred A. Leuchter probably knows more about electric-chair technology than anyone else."
Quatsch.
"Leuchter's expertise is not limited to electrocution. A trained and accomplished engineer, ..."
Er hatte damals wie heute, falls sie ihm den nicht auch noch wegen unwuerdigen Verhaltens aberkannt haben, einen mickrigen Bachelor im Fach Geschichte. Dann hat er vor Gericht einen Falschaussage gemacht, er habe in Boston nur deshalb Geschichte als Abschluss gewaehlt, weil er dort damals keinen Ingenieur-Abschluss habe machen koennen, da Boston keine Ingenieur-Studiengaenge angeboten habe. Das wurde dann widerlegt, Boston hatte zu seiner Studienzeit DREI Ingenieur-Studiengaenge im "Angebot", die er statt Geschichte haette waehlen koennen.
Allein daran sieht man, wes Geistes Kind Leuchter ist.
"... he is versed in all types of execution equipment."
Unsinn.
"He makes lethal-injection machines, ..."
Eine Injektionsspritze, die vom medizinischen Gutachter fuer untauglich und gesetzwidrig, weil Schmerzen verursachend, zuerueckgewiesen wurde. Daher wurde sie weder je verkauft noch gar eingesetzt. Leuchters Patent ist daher wertloser Unfug. Jeder kann Unfug patentieren lassen!
"... gas chambers, and gallows, as well as electrocution systems."
Unsinn.
"In its literature the company promises to meet 'any requirement, you might have relative to execution equipment, training or protocol.'"
Wohlgemerkt: in der eigenen Propagandaliteratur verspricht Leuchter alles, bloss keine Referenzen ...
"During the twenty-year period following his graduation from Boston University, Leuchter busied himself with a variety of electrical engineering pursuits."
Das ist richtig. Er war Geschichtsabsolvent, der im Hobbykeller gebastelt hat!
"He designed navigational equipment"
Er hat wohl einen elektronischen Sextanten patentieren lassen. Ob er von der US-Marine je eingesetzt wurde, dazu fehlen Nachweise.
"... for the navy and holds the patent for the first electronic sextant."
"Fuer die Marine" ist bis zum Beweis des Gegenteils falsch, das Patent dagegen wohl richtig.
"He also holds patents for several other optical-coding and surveying devices, including a photographic instrument that works from helicopters and was used to map terrain in Vietnam."
Der erstere Teil des Satzes mag richtig sein, zum Einsatz in Vietnam fehlen alle Belege ausser Leuchters Selbstdarstellung. Und: das hat mit Gaskammern ALLES so richtig nichts zu tun!!!
"Ten years ago, when a New England prison warden called to see if he might be able to repair an electric chair damaged in a riot, Leuchter was working as a private engineering consultant."
Das ist wieder gelogen, bis auf die Tatsache, dass er private Kontakte zu Gefaegniswaertern gehabt haben mag, da sein Vater Justizvollzugsbeamter war.
"He had never worked on execution equipment before."
Eben ...
"Soon wardens all over the country were calling to see if Fred Leuchter and American Engineering could help them with various electric-chair problems."
Das haben "Waerter" in allen befragten US-Bundesstaaten offenbar vehement abgestritten, bis auf vielleicht einen, Herrn Armontrout.
"He says ..."
ER, Leuchter, SAGT ...
"... that he especially enjoys traveling to prisons around the country."
Ja, sein Vater war in verschiedenen Gefaengnissen angestellt.
"As the son of a man who spent forty years working for the transportation department of the Massachusetts prison system, Leuchter feels at home in the world of inmates and prison personnel."
Wie wahr, wie wahr. Dennoch hat es nur zu einer Bewaehrungsstrafe gereicht ...
"While his father worked, young Fred spent free time playing with inmates, who passed on lore about picking locks and cracking safes. Leuchter notes that 'inmates have skills you could never acquire anywhere else'—skills, he adds, that he often uses as an engineer."
Wieder gelogen, er hat nie als Ingenieur gearbeitet. Er war ein Bastler und Wichtigtuer, der illegal "Ingenieur"-Leistungen anbot!
Dass du die Diskussion zwischen und Green nicht verstanden hast (nicht einmal ansatzweise, Stichwort fehlende Blaufärbung der Außenwände), ist keine Schande.
Ich habe das sehr wohl verstanden ...
Aber es ist ganz schön frech, anderen Ahnungslosigkeit zu unterstellen, bevor du dich überhaupt in die Materie eingelesen hast.
... aber es ist fuer die Frage irrelevant.
In keiner, auch nicht der staatlichen polnischen, Untersuchung zu den Gaskammerwaenden der Laeuse- wie der Menschengaskammer wurde, soweit aus den oeffentlich zugaenglichen Unterlagen erkennbar, ueberhaupt mal der grundsaetzliche Zustand der Waende vorab bestimmt. D.h., wie durchlaessig und poroes sind die Waende, welche Wand war trocken, welche wie lange bewittert, wieviel Blausaeure-Verbindungen waeren dann ueberhaupt noch zu erwarten nach Dauer-Bewitterung.
Vor allem aber: Preussisch-Blau kann sich nur bilden, wenn bestimmte Eisenverbindungen im Mauerwerk bzw. im Verputz/den Moertelfugen vorhanden sind. Betonchemie ist hochkomplex und die Zusammensetzung der Zemente bzw. Moertel und ihrer Zuschlagstoffe kann von Lieferung zu Lieferung extrem schwanken.
Man kann also daraus allein, dass eine Wand VIEL Preussisch-Blau aufweist, nicht schliessen, dass sie mit VIEL Blausaeure beaufschlagt wurde oder mit wenig.
Wenn bestimmte Eisenverbindungen vorhanden sind, reagieren die auch mit geringsten Mengen ... bis zur Saettigung. Danach ist jede weitere Beaufschlagung hinsichtlich der Bildung von Eisenblau wirkungslos. D.h. eine kurzzeitige Beaufschlagung mit viel Blausaeure oder eine langzeitige mit jeweils geringerer Konzentration fuehren zum EXAKT GLEICHEN Ergebnis!!!
Andererseits: sind die entsprechenden eisenhaltigen Verbindungen gar nicht vorhanden, bildet sich ueberhaupt kein Eisenblau, egal, wie viel oder wie wenig Blausaeure mit den Waenden in Beruehrung kam!!!
Und da nuetzt es nichts, andere zu zitieren, das muss man
a) chemisch-physikalisch verstanden haben,
b) ueberpruefen,
c) und dann den Versuchsaufbau danach ausrichten.
Das ist m.W. in keiner Untersuchung sauber geschehen!
Dennoch gibt es davon unabhaengige Beweise zur Existenz von Gaskammern!
--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English