Diese DDR-Technik ist in der BRD unzulässig, weil:
In der DDR waren in EFH meist Schwerkraftheizungen im Einsatz. Stromlos
betrieben, einfache Konstruktion. Wo ist das Problem. Mit Festbrennstoffen
beheizbar funktioniert nach 50 Jahren immer noch tadellos.
...
Die sog. "Forster Heizkessel aus der DDR" sind seit spätestens vorletztem Jahreswechsel nach Feuerstättenschau amtlich stillgelegt! Alle, basta!
(Mag sein, dass dieser oder jener Essenskehrer ein Einsehen hat.)
Man könnte glauben, so etwas wie Zivilschutz gibt es heute nicht mehr. Schon Stromausfall im kalten Winter für die Dauer von ein paar Wochen würde Häuser unbewohnbar machen und Menschen durchaus in der Folge umbringen, davon bin ich überzeugt. Wenn sie sich nicht schnell helfen, einen Ofen mauern können, um den Frost draußen zu halten ... Aber ob das Frau Oberstudienrätin und Gattin gleich so überblicken werden?
Ich habe als Teil der Gesamtanlage eine kleine Schwerkraftheizung für einen Raum in meinem "Sommerhaus". Die anderen Räume mit Fußbodenheizung, das geht nur mit Pumpen. Küche = Sonderfall.
Zum Heizen, mein Konzept:
Die Reaktion auf langsame oder schnelle Verschlechterung der Lebensverhältnisse (Tendenz "game over") sollte stufig möglich sein, wie bei den Schalen einer Zwiebel. Ohne viel "Menkenke", ad hoc!
Aüßerste Schale: Wohlstand. Beispielsweise wird derzeit bei mir luxuriös automatisch elektrisch zugeheizt, um Frostfreiheit zu garantieren, ich wohne ja dort nicht, jetzt. Und jetzt ist Wohlstand, ich will meine Ruhe und kann mir das leisten.
Mittlere Schalen: Krise im Frühjahr bis Herbst - Wenn Solar nicht reicht, Allesbrenner mit Gartenholz, Scheite, Pappe, Briketts, Steinkohle ... Was eben da ist, wie jetzt schon, in der Übergangszeit. Wenn Stromausfall: Stufig die Umwälzpumpen still legen (je nach Energiebilanz Akku/Solar), im Winter: Wasser bereichsweise ablassen, von außen nach innen, Räume aufgeben.
Innere Schalen: Immer noch Winter? "Photozellen" geraubt? Nur eine Wärmestube mit Schwerkraftheizung bewohnen. Nachbar hat mein Aggregat gegen Hustensaft eingetauscht?
Schluss mit der "Festbeleuchtung in allen Räumen". Endlich nun auch diese Rohre leerlaufen lassen: Küche als letzten Rückzugsraum, im dunklen Winter, für eine LED wird der Kurbelstrom reichen (Akkus waren zu schwer zum Wegschleppen).
Innerste Schale: Irgendjemand hat mein Holz verschenkt --> Muss ich mit der Frau ins Bett. Auch nicht schlimm
Eigentlich ist es ganz einfach. Was haben die Menschen früher gemacht? Oder heute, in Mangelgesellschaften, sagen wir, in Nepal, wie leben die?
Ich kann mich erinnern, als Kleinkind im Fenster der gut 1 m dicken Mauer in der Küche gesessen zu haben, die immer warm war, da riesiger Küchenherd, knisternd. Backofen hatten die auch. Weiß noch: Habe Fliegen angeguckt und Oma, die neues Holz brachte. Nur, wenn Besuch kam, wurde die "gute Stube or'ndlich geheeezt". Oma sagte immer, zu "früher": "Es gab ja nichts, in der schlechten Zeet!". Die Leute werden dann einfach sparsam, und das bringt niemanden um, keine Panik!
Ich erinnere mich, wegen der "Innersten Schale" fiel mir das ein, einmal von Menschenexperimenten der SS gelesen zu haben, vor mehr als 30 Jahren in einem Propaganda-Buch, war mir gar nicht mehr sicher, gegoogelt, und: Richtig erinnert!
Es geht in dem Text darum, wie bei ernsthafter Unterkühlung der Mann (! Krieger) wieder schnell warm zu kriegen ist, man fand heraus, Zitat:
"Da bei zu langem Verbleiben des Körpers in niedrigen Temperaturen
die Gefahr einer zentralen Schädigung vorhanden ist, muß zur
Wiedererwärmung jene Methode gewählt werden, welche die schnellste
Überwindung der gefährlichen tiefen Temperaturen verbürgt. Diese
Methode ist erfahrungsgemäß die massive Wärmezufuhr durch ein
heißes Vollbad.
Die Wiedererwärmung stark abgekühlter Menschen durch menschliche
oder tierische Wärme kann somit nur in solchen Fällen empfohlen
werden, bei denen andere Erwärmungsmöglichkeiten nicht zur
Verfügung stehen ..."
Ich hoffe nicht, dass wir das einmal brauchen werden. So haben die alten Germanen ihre Kinder über den Winter bringen müssen.
Im übrigen, immer noch fürchte ich, dass meine Mitmenschen für mich dann die größte Gefahr wären. Vor dem Winter habe ich keine Angst. Gegen radioaktiven Fallout und so weiter hülfe natürlich nichts mehr.
Pah! Heizungsprobleme? Ich doch nicht!
Gute Nacht.
H.
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Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.