Die westliche Ideologie lässt kaum was anderes zu
Natürlich wird von allen idiologisch verbrämten Westlern ethnologisch
regionale Abhängigkeit ignoriert.
Es ist schon sonderbar, dass sich die ökotropisch orientierten Biologen
ganz genau auf die Suche machen, warum eine Hirsch-Population sich so
entwickelt, wie die regionale Regelung der Wildschweine in Abhängkeit von
Futter, von Verbreitungsgebiet und von Selektion durch Jäger entwickelt,
wie sich die Populationen von Kleinsäugern in Abhängigkeit von Seuchen
und anderen Risiken entwickeln und konstant ignorieren, dass Populationen
in südlichen Afrika, in der sibirischen Taiga oder auf abgeschlossenen
Südseeinseln auch naturwissenschaftlichen Regeln unterliegen.
Für mich war irgendein Reisebericht aus den Anfängen des 20ten
Jahrhunderts erhellend, der klar darlegte, dass die ach so paradiesischen
Pazifikinseln knallharte Bevölkerungsrestriktionsmechanismen entwickelt
(vermutlich im Sinne einer postgeburtlichen Geburtenkontrolle) hatten (
auch sogar der Kanibalismus gehörte dazu), da das Gebiet und damit die
Anzahl der Köpfe, die man ernähren konnte, eng begrenzt war. Anders war
das in der Taiga oder in Sibirien, da konnte jeder - sofern er überlebte -
in der Ferne eine Heimat finden. Vermutlich hat die hohe Proliferationsrate
in Schwarzafrika zusammen mit geringer Lebenserwartung und vielleicht mit
Stammesritualen eine akzeptable Bevölkerungsdichte gesichert.
Der westliche Mensch mit seiner Art, dass er wisse, wie die anderen
Völker leben sollten, und dies mit Gewalt durchsetzen möchte, ist m.E.
an der Entwicklung nicht unschuldig.
Darum geht es, die gute Tat kritisch zu hinterfragen.
Die westliche Ideologie lässt es aber kaum zu, wissentlich Kinder verhungern zu lassen,
im Meer ertrinken zu lassen oder gar mit Schüssen von der Grenze abzuhalten.
Deshalb war das Externalisieren des Problems an afrikanische Diktatoren attraktiv: diese
fangen die Flüchtlinge ab und ... niemand weiss, was weiter geschieht.
2. Kongokrieg: https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Kongokrieg
3. Kongokrieg: https://de.wikipedia.org/wiki/Dritter_Kongokrieg
Mehrere Millionen Tote müssten eigentlich auch mehrere Millionen Flüchtlinge auslösen,
aber nach Europa haben es nicht so viele geschafft.
Die europäischen Armeen werden mMn in jene Staaten reingehen, von wo die meisten
Flüchtlinge *drohen*, damit die Bürokraten dann den Anträgern sagen können, die Lage
vor Ort sei durch Friedenstruppen gesichert, sie sollten wieder zurück gehen.
Wie werden es aber europäische Regierungen schaffen, die Bevölkerung von solchen Interventionen
zu überzeugen, um eine Mandat zu erhalten? Ich würde sagen, ein paar Flüchtlingszelte auf
den Hauptplätzen einiger Städte ist ein Beginn dazu.