Proliferationspotential als regional-kulturelle Eigenart

aliter, Donnerstag, 06.08.2015, 21:32 (vor 3821 Tagen) @ pigbonds11991 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 06.08.2015, 21:38

Natürlich wird von allen idiologisch verbrämten Westlern ethnologisch regionale Abhängigkeit ignoriert.
Es ist schon sonderbar, dass sich die ökotropisch orientierten Biologen ganz genau auf die Suche machen, warum eine Hirsch-Population sich so entwickelt, wie die regionale Regelung der Wildschweine in Abhängkeit von Futter, von Verbreitungsgebiet und von Selektion durch Jäger entwickelt, wie sich die Populationen von Kleinsäugern in Abhängigkeit von Seuchen und anderen Risiken entwickeln und konstant ignorieren, dass Populationen in südlichen Afrika, in der sibirischen Taiga oder auf abgeschlossenen Südseeinseln auch naturwissenschaftlichen Regeln unterliegen.
Für mich war irgendein Reisebericht aus den Anfängen des 20ten Jahrhunderts erhellend, der klar darlegte, dass die ach so paradiesischen Pazifikinseln knallharte Bevölkerungsrestriktionsmechanismen entwickelt (vermutlich im Sinne einer postgeburtlichen Geburtenkontrolle) hatten ( auch sogar der Kanibalismus gehörte dazu), da das Gebiet und damit die Anzahl der Köpfe, die man ernähren konnte, eng begrenzt war. Anders war das in der Taiga oder in Sibirien, da konnte jeder - sofern er überlebte - in der Ferne eine Heimat finden. Vermutlich hat die hohe Proliferationsrate in Schwarzafrika zusammen mit geringer Lebenserwartung und vielleicht mit Stammesritualen eine akzeptable Bevölkerungsdichte gesichert.
Der westliche Mensch mit seiner Art, dass er wisse, wie die anderen Völker leben sollten, und dies mit Gewalt durchsetzen möchte, ist m.E. an der Entwicklung nicht unschuldig.


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