Da fehlt mir der Zusammenhang
Es ging darum, dass die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" sich erdreistet, Flüchtlinge aus Afrika auf dem Weg nach Europa aus dem Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten, anstatt sich drauf zu beschränken, sie im Negerkraal mit Milchpulver zu versorgen oder was auch immer, jedenfalls ausschließlich "vor Ort" tätig zu sein.
Ich sehe aber folgenden Zusammenhang: wir sitzen hier in Europa auf einem riesigen Berg von Reichtum, denn wir und unsere Vorfahren im Laufe der letzten mindestens 500 Jahre zusammengerafft haben auf Kosten der restlichen Welt und vor allem auf Kosten der dort lebenden Menschen. Kaffee, Zucker, Baumwolle, Holz, Kupfer, Tabak, Kautschuk, Erdöl, Kakao etc pp wurden nicht im märkischen Sand "erarbeitet".
Ohne das hätte es die Entwicklung der europäischen "Kultur" in diesem Ausmaß und in diesem Tempo überhaupt nicht gegeben. In Großbritannien gab es zu Beginn des WK2 noch nicht mal mehr Landwirtschaft, es wurde alles aus den Kolonien importiert, zum Nulltarif, versteht sich.
Das ist die wahre "Globalisierung". Die USA sind ein europäisches Projekt, das diese Politik gemeinsam mit Europa erfolgreich fortsetzt.
Nun ist dieses reiche Europa natürlich ein Magnet für die Armen der Welt und es hält sich diese auch mit allerlei Zäunen vom Leibe.
Einige wenige sind so verzweifelt, dass es ihnen, oft unter Lebensgefahr, gelingt, diese Zäune zu überwinden.
Ihnen werden nun persönlich niederste Motive unterstellt, sie kämen nur hierher, um sich in Konzentrationslagern aushalten zu lassen und an einem Reichtum zu partizipieren, der ihnen nicht zustünde.
Das ist mitmenschlich einfach nur geizig und erbärmlich.