Das erläuter doch bitte, denn das ist ein zentrales Problem - ansonsten etliches leider unrichtig

azur, Donnerstag, 02.04.2015, 02:06 (vor 3938 Tagen) @ Orlando8182 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 02.04.2015, 02:09

Hallo Orlando,

Du antwortest auf jemanden, der den Finger mit einer einfachen Frage in die Wunder legt. Und versuchst es vom Tisch zu wischen, was nicht überzeugt:


Dasselbe auch in den endlosen Disputen zwischen einigen Forumskollegen zum
Geld, einer beharrt auf der Metasicht, dass Geld Schuld sein müsse,
während andere völlig zu recht einwenden, dass beim Geld eben weder ein
konkreter Schuldner noch ein genauer Fälligkeitstermin auszumachen sei.
Und ohne Schuldner und Termin gibt es nunmal keine Schuld.

Das mit dem Termin stimmt schon mal gar nicht - siehe: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=349982

Und da kann noch so sehr behauptet werden, Geld sei (auch ohne mit einer Forderungsabrtretung auf z. B. Edelmetallbasis) eine Schuld, wenn sie nicht die Voraussetzungen erfüllt, was eine Schuld zu nennen ist.

Ein Schuldverhältnis bedarf eines bestimmten Gläubigers, eines bestimmten Schuldners, und einer bestimmten Leistung. Was diese Bestandteile nicht hat, ist kein Schuldverhältnis. Und jede weitere Ebene ist da nicht anders erzeugbar. Metaebene hört sich toll an... Aber sagt eben nichts aus.

Das ist auch falsch:


Die beiden Ebenen kommen nie auf einen Nenner, das brauchen sie aber auch
nicht.

Was der Gemeinte (Rechtsunkundige) sich rechtlich zurecherfinden will, ist fruchtlos. Es gilt nicht, und hat keine Relevanz in Wirtschaft und Gesellschaft.

Aber es wird mit besetzten und genau defininierten Begriffen hantiert, meist ohne sich diese einfach einmal angeschaut zu haben.

Und so sind wir wieder bei der Sokal-Afaire:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sokal-Aff%C3%A4re
, wobei wir hier statt Naturwissenschaften Rechtswissenschaft lesen können:

"In ihrer Einführung führen Sokal und Bricmont dazu unter der Überschrift „Was wir zeigen wollen“ aus:

Das Wort „Missbrauch“ impliziert hier eine oder mehrere der folgenden Bedeutungen:

Die weitschweifige Darstellung naturwissenschaftlicher Theorien, von denen man günstigstenfalls eine äußerst vage Vorstellung hat. [...]
Die Übernahme von Begriffen aus den Naturwissenschaften in die Geistes- oder Sozialwissenschaften ohne die geringste inhaltliche oder empirische Rechtfertigung. [...]
Die Zurschaustellung von Halbbildung, indem man schamlos mit Fachbegriffen um sich wirft, die im konkreten Zusammenhang völlig irrelevant sind. [...]
Die Verwendung von im Grunde bedeutungslosen Schlagworten und Sätzen. [...]"

Was eine Schuld ist, ist im Grunde genommen einfach zu verstehen und nachverfolgbar - und fest definiert. Das ist auch nicht auf irgend einer wie auch immer angenommenen oder gemeinten "Ebene" auch nur einen Hauch anders. Kann es auch gar nicht (und Zweifler sollen mal an das Apfelmännchen denken).

Viele freundliche Grüße

azur

--
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(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.


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