Ashitaka
Sage das den Eltern der betroffenen Schüler in das Gesicht!
Mir musst du nicht unterjubeln, wie es sich anfühlt, plötzlich einen solchen Anruf zu erhalten. Kann die Wut und Verzweiflung noch im Detail wieder hoch holen. Wenn man gefühlte Stunden niemanden erreicht und sich völlig isoliert zur Identifizierung, zum Anblick der Frau und Mutter des Kindes fahren lässt. Und um auf deine Bitte zurück zu kommen: Die Eltern interessiert es nicht, dass du dich zur totalen Anteilnahme auserkoren fühlen darfst. Wenn es dich interessiert, dann darfst du gerne so tun, als gäbe es diesen korrekten Beobachter, der dich drei Haltestationen näher zur emotionalisierten Vollkommenheit, dem Korrektsein im Gleichschritt fährt. Solche Heilwerdungungsreisen sind etwas ganz feines. Tickets noch und nöcher.
Sind bei dir sämtlich Mitgefühle abgestorben?
Nein. Es geht hier nicht um Mitgefühle, sondern um die mediale Zucht und Freisetzung deiner Emotionen, ethisch und politisch korrekter Mißbrauch sozusagen. Vorverurteilend, ängstlich und unfähig, den Aufbau zu sehen. Genausogut kannst du dir Avatar oder Titanic anstellen oder dir ein labiles Gegenüber auf Facebook suchen, dass dich mit "Sie hatte keine Ahnung. Aber was dann geschah..." in den emotionalen Bann zieht.
Nicht verstehend
Merke ich.
Trotzdem herzlichst grüßend,
Ashitaka
Zum Trost: Mitgefühl zähle ich zu meinen Stärken. Das Ergebnis bestaune ich tagtäglich und muss es nicht bekunden. Ich mag keine Kundgebungen.
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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.