Hier das Problem
Übrigens, wie hoch wäre denn nun die Wahrscheinlichkeit bei 2
Top-Ereignissen in bester Beobachtungsposition – ohne Vorwissen - zu
„sitzen“?
Biete doch mal eine griffige Zahl an, du bist doch Fachmann.
Sehr gering! Aber wenn man hunderte Millionen Menschen betrachtet, so
werden immer eine handvoll davon dabei sein. Und das ist es, was du nicht
verstehst.![]()
Hallo!
Nereus macht es an der Person fest. Gutjahr ist Journalist, ein Teil des Mainstreams. Daher der grundsätzliche Verdacht, Verschwörer zu sein.
Nur hat das absolut nichts mit Wahrscheinlichkeiten zu tun. Na ja, eigentlich doch - wenn man unterstellt, dass Mainstream-Journalisten wahrscheinlicher Verschwörer sind als andere Menschen. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Gutjahr ein Verschwörer ist.
Aber das ist halt nur eine Wahrscheinlichkeit (also nicht sicher) und hat überdies keinerlei Beweiskraft. Das ist einfach kein Vernunftargument. Vielleicht denke ich mir jetzt das Wort "Glaubensargument" aus und nenne diese Logik so.
- Es ist etwas wahrscheinlicher, dass Gutjahr ein Verschwörer ist, wenn er ein Mainstream-Journalist ist und zwei Terroranschläge erlebt hat; es ist etwas unwahrscheinlicher, dass Gutjahr ein Verschwörer ist, wenn er kein Mainstream-Journalist ist und zwei Terroranschläge erlebt hat.
Das ergibt sich aus der einfachen Tatsache, dass es weniger Mainstream-Journalisten gibt, als Menschen, die Medien nur konsumieren.
Alles unter obiger Prämisse: "Gutjahr ist Journalist, ein Teil des Mainstreams. Daher der grundsätzliche Verdacht, Verschwörer zu sein.".
Aber wie gesagt, für Wahrscheinlichkeiten spielen subjektive Werturteile keine Rolle. Es kann wahrscheinlich einfach vorkommen, dass derartiges passiert. Da das "Argument" auf Wahrscheinlichkeitsrechnung abhebt, sich also den Anschein von Objektivität gibt, dann aber im Fundament auf Werturteilen beruht, deshalb kann man kaum von wissenschaftlicher Herangehensweise reden. Es ist bestenfalls ein Denkfehler, schlimmstenfalls ein Täuschungsmanöver.
Gruß!
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Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.