Bundesbank zur Geldschöpfung
Danke, azur.
Hätte mich auch schwer gewundert, wenn das völlig unwidersprochen
bleibt, dass sich aus dem Debitismus ableiten lässt, dass wir alle
schuldige Ausbeuter sind, nur weil wir ein Geld verwenden, für dass es in
dieser Gesellschaft keine Alternative in der Lebenswirklichkeit gibt.
Du hättest besser auf @Rybezahl gesetzt: Er zitiert den "Erfinder" des Debitismus, was wohl als etwas stärkeres Argument gelten darf als Azurs Meinung.
Den Teil mit Urschuld wird von einigen immer wieder falsch verstanden. Meist sind es die Kritiker, die sich nicht von einem "moralischen" Schuldbegriff lösen können.
Ansonsten die Empfehlung, einmal auf die Seite der Bundesbank nachzulesen:
"Prinzipiell gilt, dass im Euro-Raum nur die Zentralbanken des Eurosystems Banknoten und Münzen in Umlauf bringen dürfen. Abgewickelt wird dieses "In-Umlauf-Bringen" im Euro-Raum normalerweise so: Wenn eine Bank Bedarf an Bargeld hat, nimmt sie bei der Zentralbank einen Kredit auf. Die Zentralbank prüft, ob die Voraussetzungen für eine Kreditvergabe erfüllt sind. Ist dies der Fall, schreibt die Zentralbank der Bank den aufgenommenen Betrag auf dem Konto der Bank bei der Zentralbank als Sichteinlage gut. Die Zentralbank gewährt nur dann Kredit, wenn die Bank den Kredit durch Hinterlegung von Pfändern besichert. Ganz allgemein handelt es sich bei solch einem Vorgang – Kreditgewährung und entsprechende Gutschrift als Sichteinlage auf einem Konto – um die Schöpfung von Buch- oder Giralgeld. In diesem Fall handelt es sich um die Schöpfung von Zentralbankgeld."
Alles wohl Stümper, kann man da wohl nur sagen. Behaupten die doch, Geld sei Schuld. Na ja. Und weil Schulden nun mal mit Zinsen bedient werden müssen, muss wohl irgendwer ausgebeutet werden. Leider auch vom Rentner und HIVler. So sind die Regeln des Spiels.
Das kann und darf keinen Sinn ergeben.
Nein, das kann und darf keinen Sinn ergeben. Dumme Bundesbanker aber auch. Hätten sie dich vorher fragen sollen, ob das so richtig sein kann.
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„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich