Politik ist nichts für uns
(PD: ob Roth eine entscheidene Funktion hat oder nicht, mag ich nicht
beurteilen, aber auf die Schnelle findet sich so was:
" Sie ist Ende November bei einer Anti-AfD-Demonstration mitmarschiert,
bei der "Deutschland, Du mieses Stück Scheiße" und "Deutschland verrecke"
skandiert wurde."
https://www.bayernkurier.de/inland/8411-claudia-roth-auf-abwegen
Das ist von außen gesehen ungeheuerlich. Ich kenne ehrlich kein Land, wo
so etwas möglich ist, Verzeihung. Niemand skandiert "Österreich verrecke"
oder "Spanien verrecke"... aber ich möchte nicht weiter darauf eingehen).
Ich will die Gute keineswegs verteidigen, aber das ist alles nur blöde Politik. Die einen machen Anti-Migranten Demos, die anderen Anti-anti-Migranten Demos, das ist halt, was man im Stadion so macht. Roth und die anderen Grünen- und SPD-Fuzzis meinen halt, dass sie so ihre Machtpositionen erhalten können, die AfDler wittern ihre Chance, so endlich auch mal an die Tröge zu kommen.
Das Gelbe Forum versuchte früher, als Debitismus- und nicht als Politik-Forum, Hintergründe herauszuarbeiten, und damit meine ich systemische Hintergründe, nicht das ewige Abspulen irgendwelcher Posterboys, die von durchaus interessierten Kreisen als Teufels Großmutter präsentiert werden, wie zur Zeit Soros.
Verschwörungstheorien sind die Metaphysik der Politik und verhalten sich dazu genauso wie die Metaphysik zur Physik: sie ist völlig beliebig, erklärt nichts und hilft nichts, außer dass damit der innnere Drang, eine universelle Ursache zu finden, befriedigt wird.
Früher war es der Wille Gottes, heute sind es die "Eliten" und Georges Soros, die alles Leid der Welt single-handed verursacht haben und die man bloß alle vergasen oder aufknüpfen müsste, um das Himmelreich auf Erden zu haben.
Die komplexe Welt ist halt schwierig und unbequem, und es ist so erleichternd, sich einfachen monokausalen Theorien hinzugeben. Es bringt bloß nichts.
Ich bin nicht auf Streit aus, sondern auf Diskussion.
Und da interessiert mich am allermeisten die Dichotomie:
a) ist es sinnvoll, die Politik von Merkel zu stützen, weil es hier um
viel mehr geht, als "das Volk" zu sehen bekommt;b) ist es sinnvoll, Merkel und Co. zu stürzen, weil sie mit den
Angreifern Hand in Hand arbeitet.
Wie gesagt, wir sollten über dem politischen Getümmel stehen.
Merkel macht einen sehr guten Job, sonst wäre sie nicht da, wo sie steht und Deutschland ginge es nicht so gut wie es ihm unbestreitbar geht.
Ein Kanzler Seehofer hätte nichts anders machen können letzten Sommer und hätte auch nichts anderes gemacht.
Natürlich ist Deutschland in einer schwierigen Lage. Mit dem Hegemon USA kann man nicht per Holzhammer agieren, der hat Atomraketen und wir nicht. Da muss man viel geschickter sein.
Die Leute tun auch so, als hätte es den kalten Krieg nie gegeben (weil sie so jung sind, oder so vergesslich), es gab eine Zeit, da waren wir froh über das amerikanische Engagement in Europa und es hat uns auch effektiv geschützt.
Niemand will Deutschland zerstören. Das ist einfach nur dummes Zeug von Dummköpfen für Dummköpfe. Man will von ihm profitieren, und wir wollen von anderen profitieren.