Ob man krank ist, entscheidet jeder letztendlich selbst
ist sinngemäss eine Erkenntnis der Medizinsoziologie.
Natürlich wird auch ein Deutscher wegen sozialer Traumatisierung beliebig lange krank geschrieben. Aber will er das? Die Leute mit dem exzessiven Helfersyndrom haben m.E. häufig eine leicht masochistische Komponente.
Auch bei schlechter Behandlung solidarisieren sie sich gerne mit ihren zu Betreuenden. Ich hatte feststellen können, dass Sachbearbeiter mit häufigen Namens- und Geburtsdatenänderungen von Leistungsempfängern keine Schwierigkeiten haben und auf Vorhaltungen, dass das irgendwie doch Betrug an der Solidargemeinschaft sei, beleidigt reagierten.
Wie leicht auch lange Krankschreibungen wg. "Psycho" möglich sind, belegt, dass m.E. nach fast jeder - zu Recht oder zu Unrecht - gekündigter sich bis DZE (Ende der Dienstzeit) ohne Probleme krankschreiben lässt. Wenn es aus juristischer Vorsicht der Hausarzt nicht längere Zeit macht, so doch in der Regel der Psychiater.