"Keine Ahnung auf was die dort achten."
Also, in diesen Konzernen gibt es durchaus noch Gesichtskontrollen. Wenn es nicht gerade um Positionen in der Produktion geht, wird dort auch Wert auf Essensmanieren, kulturelle Bildung und "Format" gelegt. Doktortitel ist natuerlich auch gerne gesehen.
Aber, wie kommst Du rein? Im Prinzip ausschliesslich durch Kontakte. Das koennen familiaere Kontakte, persoenliche Beziehungen oder Forschungsgruppen in der Uni sein (gibt z.B. Gruppen, da gehen 50% der Doktoranden anschliessend zu BASF). Ausserdem - und das ist der Unterschied zu den USA -wird sehr viel Wert auf spezifische Kenntnisse gelegt. Deutsche Unternehmen stellen lieber einen Idioten mit 5 Jahren Arbeitserfahrung auf dem Gebiet ein, als einen Harvardabsolventen, der noch nicht auf dem Gebiet gearbeitet hat.
Ich peroenlich habe noch nie jemand getroffen, der durch eine Bewerbung bei einem Dax Konzern dort eine Stelle bekommen haette. Das erinnert mich in gewisser Weise an einen US VC fund. Da kann man auch keinen Business Plan einreichen. Da steht auf der Webseite: Wenn Sie einen Business Plan einreichen wollen, muessen sie jemand kennen, der uns kennt.
Also
1. Beziehungen
2. Arbeiten fuer ein kleines Unternehmen, welches dann von einem Dax Konzern gekauft wird.
Das ist aber alles nicht so schlimm. Die Zeiten fuer Arbeitnehmer sind eh vorbeit und alle meine Freunde, die in DAX Konzernen arbeiten, sind nicht gluecklich mit ihrem Job.
Die beste Chance alleine auf Grund von "Leistung" eingestellt zu werden, hast Du bei den drei grossen Unternehmensberatungen (McK, BCG, Bain).