Stimmt!
Wie denn auch? Wir hatten in den 70er und 80er Jahren den 8h Tag. Anstatt
die Arbeitszeit stetig weiter zu verkürzen, haben wir sie ab ca. 1990
tendenziell verlängert - bei steigender Produktivität! Obendrein haben
wir den Frauen ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn sie daheim blieben.
Das ist ein volkswirtschaftlicher Turbo für die Arbeitslosenrate. Wenn
keine neuen Jobs nachgefragt werden, reicht eben weniger Arbeit zur
Versorgung von mehr Menschen. Die Nachfrage nach Konsum ist offenbar
gesättigt, man hat was man braucht und muss immer weniger dafür tun. Man
kann dies nur dann als Problem ansehen, wenn man ausschließlich in der
Kategorie von Individuen bereit ist zu denken und die Idee einer
Solidargemeinschaft ablehnt.
Was könnten wir doch mit der überschüssigen Energie der vielen
Arbeitslosen für tolle Paläste, Pflegeheime, Kinderbetreuungen,
Freizeitanlagen, Kunsttempel, usw... einrichten! Anstatt aber den Menschen
mit einer Grundversorgung und sinnvollen Beschäftigungen eine produktive
Rolle in unserer Gesellschaft zu geben, alimentiert man sie halbherzig,
nimmt ihnen Selbstwertgefühl und Motivation und erzeugt unlösbare soziale
Probleme. Erkläre mir mal jemand, was das bringen soll.
Kann ich unterschreiben.
P.S. Das Blöde am Forum ist, dass ich mich in den 30 Minuten, in denen ich schreibe, auf ein oder zwei Einzelaspekte konzentriere, wo man eigentlich 15 oder 20 Aspekte einander gegenüberstellen müsste. Nur gut, dass wir hier anonym sind und deshalb niemand ein Interesse daran hat, die Zitate aus dem Zusammenhang gerissen zu veröffentlichen.