Abhängigkeit

Falkenauge, Donnerstag, 25.06.2015, 18:06 (vor 3860 Tagen) @ Ankawor7277 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 25.06.2015, 18:48

Das BGE ist unvermeidbar. Siehe auch den
Faden vom
Schurken
und andere Fäden zur Automatisierung und zur immer
schnelleren Übernahme der Arbeit an sich durch Roboter und Elektronik.

Das BGE ist unbedingt zu vermeiden, da es die Ursachen der Arbeitslosigkeit nicht beseitigt und das kapitalistische Ausbeutungssystem unangetastet lässt.
Der BGE-Empfänger hängt dann noch mehr als jetzt schon am existenziellen Abhängigkeit-Tropf des kapitalistische Almosen verteilenden Sozialstaats - eine unwürdige Gesellschaft von Sklaven, die sich für frei halten.

Richtig ist, dass durch die Automatisierung die Arbeitslosigkeit weiter enorm steigen wird. Die anschwellende Automatisierung menschlicher Handarbeit durch Maschinen ist jedoch an sich kein Unglück, im Gegenteil. Die Menschen werden dadurch vielfach von der Fron körperlicher Arbeit befreit. Sie werden frei für höhere, kulturelle Bedürfnisse, die sie bisher unterdrücken mussten oder die sich noch gar nicht in ihnen regen konnten. Und sie werden frei, ihre Fähigkeiten zur Befriedigung solcher Bedürfnisse Anderer einzusetzen. Wir stehen eigentlich in einem gewaltigen historischen Umbruch der Verlagerung menschlicher Arbeit auf eine höhere menschliche Ebene. Und die Frage stellt sich, wie das zu organisieren und zu finanzieren ist.

Die Fähigkeiten, die in der Wirtschaft gebraucht werden, werden in den Schulen und Hochschulen des Bildungswesens, dem Kern und der Quelle des Geistes- und Kulturlebens, entwickelt und ausgebildet. Natürlich werden sie in den Betrieben weiter spezialisiert, setzen aber ihre Grundlegung voraus. Die Wirtschaft lebt also von dem, was im Geistesleben entwickelt worden ist. Und ihre Gewinne sind ohne die in Schulen, Fachhochschulen und Universitäten gebildeten Fähigkeiten der Menschen, ohne die damit entwickelten und konstruierten Maschinen und die Durchrationalisierung der betrieblichen Abläufe nicht denkbar.

Daher müssten die Unternehmen auch einen Teil ihrer Gewinne direkt an das Geistes- und Kulturleben abgeben, nicht nur als Gegenleistung für das bisher Erhaltene, sondern auch zur Weiterentwicklung des Bildungswesens in der Zukunft, von der die Unternehmen in ihrer eigenen Existenz und Entwicklung selber abhängig sind. Dies umso mehr, als durch die Automatisierung Personalkosten in erheblichem Umfang weggefallen sind und weiter wegfallen, an deren Stelle die Investitionen für die Maschinen nur einen Bruchteil ausmachen….

Durch den Über-Fluss des wirtschaftlichen Gewinnes an das Kulturleben können dort in zunehmendem Maße Einkommen für die im Wirtschaftsleben freigewordenen und jetzt nach sozialer und kultureller Fähigkeitsentfaltung strebenden Menschen finanziert und die Arbeitslosigkeit längerfristig stark reduziert, letztlich ganz abgebaut werden.

Die Wirtschaft müsste am Schaffen von Arbeitsplätzen im Kulturleben selber ein hohes Interesse haben, denn Arbeitslose kaufen nicht viel und Roboter überhaupt nicht.

Der Begriff der Arbeitslosigkeit ist ein systemimmanent eingeengter, manipulativer Begriff.


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