Da wir nun weitestgehend einer Meinung sind -> Guter Disput - Danke dafür.

Bernadette_Lauert, Dienstag, 05.05.2015, 20:07 (vor 3906 Tagen) @ Centao3891 Views

..naja hattest ja einen gut..<img src=" /> und Leipziger Wasserwerke hattest Du
vergessen..

...und die Leipziger Wasserwerke nicht zu vergessen :)

Nein ich bin kein Freund von PPP, gerade nicht aus dem angelsächsischen
Raum, dessen Rechtsverständnis hier unverstanden und damit schadhaft in
den Kommunen bleibt.

Das ist klug.

Eine Bundesautobahnbrücke wird nicht durch den Landkreis bestimmt.. und
ich bin immer (IMMER!) für lokale Entscheidungen von Betroffenen.
Hinzunehmende Ausnahmen bilden einzig Transportwege und Energieleitungen.
Aber das Komplexitätsproblem einer Zivilisation ist eben systemisch nur
bedingt demokratisch lösbar..

Das ist jetzt recht allgemein gesagt, aber OK. Jedoch lässt sich das Komplexitätsproblem auch nicht durch Privatisierung von allem lösen, das lehrt die PPP-Erfahrung.

Bei Großprojekten z.B. ausländischer Konzerne in den Bundesländern gibt
es heute schon Garantien und Bürgschaften, TTIP soll wohl eine Ebene
höher absichern.

Wenn es nur das wäre... Aber Du beziehst ja weiter unten noch eine vernünftige Position. Also hebe ich an dieser Stelle nur mal skeptisch eine Augenbraue.

Das wir uns verstehen, private Schiedsgerichte und angelsächsisches
Gesetzeswerk, das hier keiner! versteht, geht auch für mich nicht. Die
Frage ist doch hat eine Freihandelszone nicht auch gute Aspekte? Kann es
nicht auch positiv besetzte Gesetzeswerke geben...

Entweder wir sprechen von dem TTIP, wie es der Hegemon für uns vorgesehen hat, dann beschäftigen wir uns mit der Realität. Oder wir plauschen darüber, ob es möglich wäre, ein passables TTIP zu gestalten, dann beschäftigen wir uns mit der Theorie. In diesem Faden ging es um das TTIP, welches die US-Jurisprudenz und Obamas Wahlkampffinanzierer Hand in Hand mit den United Corporations of America gedenken uns vor die Füße zu rotzen.

Arme Hochfinanz, die jegliche Haftung abgelegt hat und Profite

garantiert

haben will. Mir kommen die Tränen.[/b]

Nicht doch..

Doch. Marktmacht setzt Macht ein um Risiken auf andere abzuwälzen und sich Profite festschreiben zu lassen. Das sind Gefahren, die nicht im ideologischen Staatshass untergehen werden dürfen.

Aber, aber. Die Wirtschaftswelt nach US-Gusto (bestimmter Kreise,
nicht aller Unternehmen!) ist nicht meine Richtung. Du bist so in Rage,
dass Du mir das unterschiebst, dabei ist mir das hanseatische Kaufmannstum
und Kaufmannsehre besonders teuer. Nur bin ich der Meinung dass das Schwert
geschärft werden sollte, bevor es benutzt wird, ok?

Was soll das heißen, dass das Schwert geschärft werden soll? Diese Metapher führt doch ins nirgendwo, wenn nicht erkannt wird, dass in den genannten Richtungen:
soziale Marktwirtschaft [[top]]
hanseatisches Kaufmannstum[[top]]
rheinischer Kapitalismus[[top]]

...jeweils ein funktionierender Rechtsstaat mit sozialen Komponenten den Nährboden für eine funktionierende Wirtschaft, Gesellschaft und ein abgesichertes Bildungsbürgertum lieferten.

Es muss den Leuten gut gehen, damit es der Wirtschaft gut geht. Beispielsweise führt immer noch weiterer Sozialabbau dazu, dass das Geld fehlt, welches die Wirtschaft ankurbelt. Usw. Deswegen nenne ich Denkschemata, in denen nur der böse Staat und die guten Investoren gesehen werden "ideologisch". Zumal ein Investor im angelsächsisch geprägten Kasinokapitalismus nichts mehr mit dem Schumpeter-Unternehmer zu tun hat.
Die Welt ist zu kompliziert für so einfache Beißreflexe. Das werde ich nicht müde zu betonen, da es essentiell wichtig ist.

Nochmal und nur für Dich, ich bin kein TTIP-Fan.

Wäre mir ein paar Postings vorher nicht aufgefallen. Danke für die klare Klarstellung.

Da wir in den zentralen Punkten eh einer Meinung sind, sehe ich keinen Grund mehr zu streiten. Ich hab die Punkte vertieft, die mir wichtig sind; Du hast die Punkte vertieft, die Dir wichtig sind...

...guter Disput.

Danke dafür!

Gruß, Bernadette


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