Deine alberne Argumentation ist albern und anti-unternehmerisch. Und ich begründe Dir, warum das so ist...

Bernadette_Lauert, Dienstag, 05.05.2015, 10:56 (vor 3907 Tagen) @ Orlando5262 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 05.05.2015, 11:13

Es geht darum, dass es ein absolutes Unding ist, wenn Investoren ein Recht auf garantierte Erträge einklagen können.

Unternehmerisches Risiko wird dadurch für Großinvestoren abgeschafft.
Ich gehe sogar so weit zu sagen: Der Unternehmer nach Schumpeters Definiton wird so langfristig abgeschafft, durch die fortschreitende Oligarchisierung, Finanzkonzernisierung, Geldelitenförderung.
Konzerne und Anwaltskanzleien regeln den Lebensalltag dann vollends. Obschon sie jetzt schon die Strippen im Hintergrund ziehen. Tolle braune Wurst, die uns da serviert wird.

Die zweiten großen Profiteure dieser Bürgerverknechtung sind neben den Konzernen jene Anwaltskanzleien, die Obamas Wahlkampf bezahlt haben und sich goldene Nasen an solchen Klagen verdienen. Ihre Anwälte rotieren und treten bei den Schiedsgerichten, die in Washington D.C. angesiedelt sind, mal als Anwalt, mal als Richter auf. Hört an sich in wie ein Witz. Nur lacht keiner.

Deswegen ist das auch Obamas großes Projekt, denn jene Anwaltskanzleien haben seinen Wahlkampf finanziert. Die Spatzen pfeifen das alles laut vom Dach herunter, für alle, die hinhören.

Zahlen soll diesen Irrsinn der kleine Bürger aus seinen Steuern.

Aber zurück zu dieser retardierten Brücken-PPP-Geschichte:
Die Anzahl der Brücken sollte vom Verkehrsaufkommen, also der verkehrsplanerischen Notwendigkeit weiterer Brücken abhängen...

...und nicht davon, ob eine weitere Brücke den garantierten, im Vorfeld berechneten Profit eines verbrecherischen* Investors schmählern würde.

Wie kannst Du nicht merken, wie unsinnig-retardiert-verblödet diese Investorenschutzklauseln sind: Sie hebeln unternehmerisches Risiko aus und schränken die Handlungsfähigkeit für das Gemeinwohl ein (Im Brückenbeispiel: Staus vermeiden, Benzinkosten sparen, Mautgebühr für Bürger sparen).

Du gehst mit so dicken Scheuklappen an die Sache ran, dass Du das wichttigste vor lauter Geschimpfe auf den Staat ignorierst. Dabei steht es schwarz auf weiß im Artikel:

"Seitdem ist er der Eigentümer der “Detroit International Bridge Company“. Über die Brücke laufen 25% des gesamten Handelsvolumens zwischen den USA und Kanada. Was sie so attraktiv für den Eigentümer macht? Es ist eine Mautbrücke, mit der er gut 60 Millionen US-Dollar pro Jahr kassiert, und noch besser: An beiden Enden betreibt die Brückengesellschaft eine “Duty Free”-Zone, wo Benzin steuerfrei verkauft wird.
Moroun spart durch die fehlende Steuer 60 cents pro Gallone Benzin, kassiert einen Großteil der Ersparnis aber selbst und verkauft es nur ein paar cent günstiger als den regulären Preis an seiner Tankstelle – er verdient also, so kann man es vermuten, ein Vermögen mit der Brücke. Abgesehen davon ist die Brücke selbst in einem desolaten Zustand. Maroun weigerte sich sogar eine mit der Stadt Detroit vereinbarte neue Autobahnanbindung zu bauen,
*und ging dafür kurzzeitig ins Gefängnis."

Dein verbrecherischer Investor bereichert sich auf Kosten der autofahrenden Allgemeinheit immens, setzt einen dampfenden Haufen auf ausgemachte Abkommen (Autobahnanbindung) und hält zudem nicht mal diese verfickte Brücke instand!!!

Und Du stellst Dich schützend vor ihn, nur um ihrendetwas Pro-TTIP rauszublasen?

Die Investorenschutzklausel ist ein super Guckloch auf die Realität hinter den Kinderwelten, die für uns gezeichnet werden. Blickst Du durch, kannst Du genau sehen, wer die Strippen zieht - nämlich jene, die von solchen Abkommen profitieren, die gegen den Volkswillen über Politiker-Darsteller durchgedrückt werden sollen:

[image]

Ja ahnst Du denn nicht mal, dass so etwas kommunal aufgehängt, wie bei uns beim Landratsamt, saniert vom Bauamt TAUSEND MAL besser organisiert ist?

Aus meiner Sicht lässt sich Deine Denke nur aus einem medial antrainierten pawlowschen Reflex heraus erklären, der bei Dir zuschlägt, wenn das Wort "Staat" ins Spiel kommt.
In diesem Posting habe ich mich etwas damit auseinandergesetzt: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=353005

"Und da kommen keine Stammtischparolen. Da werden ganz subtile Denkmuster in der Bevölkerung eingepflanzt...
Nicht nur verlogene Nachrichtenpropaganda, sondern auch verlogene memetisch geladene Container (Ideen) für das Denken. Wir hatten hier im Gelben mal die Orange-Papers besprochen. In dieser Pfostierung ist unten ein Beispiel genannt (englischer Textabschnitt).
Was bei rauskommt, sieht man bei Menschen, die...
...den Staat (öffentliche Hand) kein bißchen als mögliches Werkzeug für den Aufbau und wo er noch da ist, den Erhalt, einer bürgerlich-liberalen und gerechten Gesellschaft sehen.
Sie entdecken in ihrer Lebenswirklichkeit nichts mehr, was ihnen der Staat vielleicht besser organisiert als ein Konzern (wie Rechtssystem, Bildung, Wasserversorgung [aktuelle Ergänzung B.La.: Brückenbau, Straßeninfrastruktur]). Aber das ist falsch.
Du magst das liberal oder anarchokapitalistisch oder sonstwie nennen. Ich nenne es "nicht weit genug gedacht"."

FAZIT:
Sorry, Orlando, aber wie man sich für dieses diabolische 1-Prozent-Konzernelitenprojekt namens "Investorenschutzklausel" stark machen kann, welches ausgerechnet für Konzerne den Marktmechanismus des unternehmerischen Risikos aushebelt, kann ich nicht verstehen. Auf Steuerzahlerkosten werden Anwaltskanzleien und Konzerne fett gemacht, während der Unternehmer nach Schumpeter weiter zurückgedrängt wird. Alberner und anti-unternehmerischer geht es doch kaum mehr.

Gruß, Bernadette


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