Heute darfst Du mal unterstellen..

Centao, Dienstag, 05.05.2015, 17:58 (vor 3907 Tagen) @ Bernadette_Lauert3795 Views

braucht ein Update, Komsomolzin BL <img src=" /> In der Moderne haben mitnichten
staatliche Institutionen noch die absolute Planungshoheit. Sag jetzt

nicht

die Expertenkommissionen...


Du beklatscht diese Entwicklung, obwohl so gut wie jedes PPP-Projekt für
den Bürger letztlich mies ausging:

1999: Berliner Wasserbetriebe (BWB)
2000: Warnow-Tunnel Rostock
2001: Herren-Tunnel Lübeck
2002: World Conference Center Bonn (WCCB)
2003: LKW-Maut (Toll Collect)
2004: Erlebnisbad Atlantis Dorsten
2005: 90 Schulen Landkreis Offenbach
2006 Rathaus Gladbeck
2007 Digitales Bürgerportal Würzburg
2008 Gesundheits- und Bäderpark Leimen
2009: Messehallen Köln
2010 Autobahn A 1 Hamburg – Bremen
2011 Elbphilharmonie Hamburg

..naja hattest ja einen gut..<img src=" /> und Leipziger Wasserwerke hattest Du vergessen..

Nein ich bin kein Freund von PPP, gerade nicht aus dem angelsächsischen Raum, dessen Rechtsverständnis hier unverstanden und damit schadhaft in den Kommunen bleibt.


Daher stellte ich einfach mal bezogen auf das Brückenprojekt im
Initialposting in den Raum:

Ja ahnst Du denn nicht mal, dass so etwas kommunal aufgehängt, wie bei
uns beim Landratsamt, saniert vom Bauamt TAUSEND MAL besser organisiert
ist?

Eine Bundesautobahnbrücke wird nicht durch den Landkreis bestimmt.. und ich bin immer (IMMER!) für lokale Entscheidungen von Betroffenen. Hinzunehmende Ausnahmen bilden einzig Transportwege und Energieleitungen. Aber das Komplexitätsproblem einer Zivilisation ist eben systemisch nur bedingt demokratisch lösbar..

Nein, es geht allein um die Begrenzung der Verluste durch staatliche
Eingriffe. Dies ist zu dem in der vorliegenden Fassung (noch) ungleich
Gewinn. Daran bastelt Siegmar der Wirtschaftsversteher noch..


Es geht um garantierte Gewinne und damit die Aushebelung des
unternehmerischen Risikos für das Großkapital. Finanziert wird das von
Banken. Spannend hierzu und passend auch die Debatte weiter unten über das
Eigentumsproblem: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=353228
Das wollte ich eh noch um eine ordentliche Unternehmerdebatte ergänzen:
Die haften mit ihrem Eigentum für ihre Unternehmerische Entscheidungen.
Die Manager in den Konzernen nicht. Und Investorenschutz soll nun auch noch
Profite der Konzerne garantieren.

Bei Großprojekten z.B. ausländischer Konzerne in den Bundesländern gibt es heute schon Garantien und Bürgschaften, TTIP soll wohl eine Ebene höher absichern.

Ich kann nicht verstehen, wie die Lehren Schumpeters hier völlig
ignoriert werden können. Das alles richtet sich gegen klassische
Unternehmer
und fördert die bankengesteuerte Konzerndiktatur. Das
macht mich richtig zornig, vor allem wenn dann wieder so einseitig mit
Scheuklappen argumentiert wird: "es geht allein um die Begrenzung der
Verluste durch staatliche Eingriffe."

Das wir uns verstehen, private Schiedsgerichte und angelsächsisches Gesetzeswerk, das hier keiner! versteht, geht auch für mich nicht. Die Frage ist doch hat eine Freihandelszone nicht auch gute Aspekte? Kann es nicht auch positiv besetzte Gesetzeswerke geben..[[ironie]]

Arme Hochfinanz, die jegliche Haftung abgelegt hat und Profite garantiert
haben will. Mir kommen die Tränen.[/b]

Nicht doch..

Regierungen und Systeme wechseln, diese Art von "definiertem"

Freihandel

soll bleiben. Wie sich alles entwickelt steht eben (SIC!) auch für die
globalen Player in den Sternen oder lies alternativ im Gelben nach..


Du tust so, als ob die Richtung stimmt, in die sich nach US-Gusto die
Wirtschaftswelt entwickelt. Dabei war es doch die soziale Marktwirtscht
oder das hanseatische Kaufmannstum oder der rheinländische
Kapitalismus
, die Deutschland gutgetan haben. Nicht das von der
Realwirtschaft abgehobene Geldkasino aus USA
. Das kannst Du auch im
Gelben nachlesen.

Aber, aber[[nono]]. Die Wirtschaftswelt nach US-Gusto (bestimmter Kreise, nicht aller Unternehmen!) ist nicht meine Richtung. Du bist so in Rage, dass Du mir das unterschiebst, dabei ist mir das hanseatische Kaufmannstum und Kaufmannsehre besonders teuer. Nur bin ich der Meinung dass das Schwert geschärft werden sollte, bevor es benutzt wird, ok?

Ja auch, aber ob dies durch TTIP, similar Freihandelszonen passiert,

ist

genau die Frage.., der schwedische Mittelstand
ARC

argumentiert

jedenfalls pro TTIP. Vom deutschen Mittelstand gibt es

widersprüchliche

Signale. Ist auch kein Wunder, denn eine "gutachterliche" und klare
Bewertung dieses Vertragwerkes dürfte nur wenigen Spezialisten

gelingen..

Alle Länder, die so ein mit Schlangenöl poliertes
Konzernförderungsabkommen
unterschrieben haben, bereuen es zu tiefst.
Solche Verfahren werden benutzt, um demokratische Entscheidungen hinter
verschlossenen Türen wieder auszuhebeln.

Fakt ist aber auch, BL, das

Aussenhandelsdefizit

der Amerikaner[/link] steigt!
Und Frau Merkels Regierung begreift immer noch nichts von
Inlandsnachfrage.., die können nur Export und Steuererhöhung für den
Rest..


Der Ami ist ein Raubtier, das mit dem Rücken zur Wand steht und nur noch
durch Kriege, Destabilisierungspolitik und Anbindung von Vasallenstatten
durch solche Verträge sein Imperium halten kann.

Azur springt im Kreise..<img src=" />, naja ich kenne ein paar Schiedsgerichte

bei

der IHK. Das kann gut sein, muss aber nicht. Wenn Du Negativbeispiele
brauchst, Sportgerichte und Finanzierungen ala' Blatter..


Ich spreche nicht von IHK-Schiedsgerichten oder juristischen Mediatoren,
die fernab staatlicher Gerichte für Einigung sorgen, sondern ganz
konkret von den TTIP-Schiedsgerichten
. Und da sieht es nunmal
folgendermaßen aus:

Sie bestehen aus jenen Anwaltskanzleien, die Obamas Wahlkampf bezahlt
haben und sich goldene Nasen an solchen Klagen verdienen. Ihre Anwälte
rotieren und treten bei den Schiedsgerichten, die in Washington D.C.
angesiedelt sind, mal als Anwalt, mal als Richter auf. Dieses Spiel ist nur
für Konzerne, Banken und Anwaltsfirmen. Letztere verdienen sich goldene
Nasen. Erstere knipsen unternehmerisches Risiko aus, verhindern bürgernahe
Politik (Investitionshemmnisse) und letzten Endes sogar die Demokratie.

Sorry, ich sehe in diesem Punkt so eine breite Masse von klugen Köpfen
hinter mir, während Du nichts als steile Thesen bringst. Versuche doch
mal, den Perspektivwechsel. Kann nur helfen:

Dirk Müller:
TTIP - Ende der Demokratie & Beginn der
Konzernherrschaft
FPÖ-Paper
Chaos Computer Club:
Deine Rechte sind in diesen Freihandelsabkommen nicht verfügbar
[31c3]

Ich habe schlichtweg den Eindruck, dass TTIP-Fans wie Du schlichtweg nicht
begriffen haben, wo die Gefahren liegen. Dabei gibt es so viele Beispiele,
so viele Expertenstimmen und so viele empirische Beobachtungen,
beispielsweise in Mexiko, wo ein Äquivalent dieses Abkommens immens bereut
wurde. Die Empirie musst Du doch wohl gelten lassen! Du kannst doch nicht
verlangen, dass sich Leute, die sich damit beschäftigen nur im Bereich
ideologischer heißer Luft bleiben dürfen, á la: "Begrenzung der Verluste
durch staatliche
Eingriffe."

Nochmal und nur für Dich, ich bin kein TTIP-Fan.

Am 1. Januar 1994 trat das Freihandelsabkommen NAFTA in Kraft, welches den
schrittweisen Abbau der Zölle auf Waren und Dienstleistungen zwischen
Mexiko, den USA und Kanada garantiert. Für Mexiko sollte so der Weg vom
Entwicklungsland zum Industriestaat geebnet, Arbeitsplätze geschaffen und
die Armut reduziert werden. Aber zehn Jahre danach sieht die Realität
dramatisch anders aus.

(Doku zu NEFTA)

Ich verstehe nicht, warum Ihr das nicht seht, beziehungsweise die Augen
vor diesen Wahrheiten verschließt. Es ist doch so offensichtlich, welcher
Standpunkt belegt und gut begründet ist und wo nur ideologische heiße
Luft
dahinter steht (sorry dafür, aber das musste raus).

Ja ein gutes Posting, was auch einiges über Deine "Toolbox" offenbart.



Knowledge is free.

Es gibt kaum noch staatlich, neutrale Planungsinstitute
(@transparency.org). Brückenbau-US-Staat vertritt nach Deinem Gusto
US-Brückenbaufirma gegen Mautinhaber.., beides Oligarchen..?


Die findest Du im finanzierenden Bankenumfeld dahinter. Aber "Oligarchen"
gibt es ja nur im schlimmen Osten. Bei uns sind das ja immer nur die tollen
Investoren auf ihren weißen Pferden.

Schau Dir die Geschichte des deutschen Mautprojektes an..


Siehe Link zu den Nachdenkseiten, oben.

Gruß, Bernadette

Gruß,
CenTao


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