Der Staat macht immer alles richtig. Immer und ausnahmslos: Falsch
Die USA bzw. ihre Vertreter hätten diesem Gangster schon längst die Brücke wieder abnehmen müssen, wie stocksorcerer richtig erwähnt:
Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.
Dass hier jahrzentelang (u.a. in Sachen Brückensanierung) nichts passiert ist und dies keine Folgen hatte, wirft zusätzlich auch noch ein ziemlich übles Licht auf die lokalen Staatsvertreter bzw. diejenigen, die für den Straßen- und Brückenunterhalt in Staatsbesitz verantwortlich sind. Schlamperei ist da wohl noch der mildeste Vorwurf.
Die Folgen von Privatisierung kann man in der ganzen Welt sehen: Massive Probleme bei der Wasserversorgung in England, ein fast nicht mehr vorhandenes Eisenbahnnetz in Argentinien, jede Menge üble Beispiele aus Deutschland (Wasserver- und entsorgung, Schulen, ÖPNV etc.). Abzocke der Bürger großer Gemeinden durch Privatisierung der Wasserver- und entsorgung in Frankreich durch den Konzern Veolia (u.a. (ehemaliger?) Betreiber von Bahnnahverkehrstrecken in Deutschland), siehe: http://www.watermakesmoney.com/de/prozess
Allerdings muss man auch sagen, dass in dem Artikel von Mmnews ein Strohmannargument tot geschlagen wird:
Es gibt zumindestens für den teils miserablen Zustand der Strasseninfrastruktur in Deutschland keinen wirklichen Grund, weil der Staat durch Kfz-Steuer und die Energiesteuer (früher Mineralölsteuer bzw. noch früher Strassenverkehrsabgabe) mehr als genug Geld einnimmt, um damit den Unterhalt der Infrastruktur zu bezahlen. Darauf hatte der ADAC letztes Jahr noch mehrmals hingewiesen bis er durch den Vorsitzenden des bayerischen Staates, Seehofer, endgültig einen Maulkorb verpasst bekam und der Chef des ADAC, Peter Meyer, endgültig abgesägt wurde.
Das Problem bei diesen Steuereinahmen ist allerdings, dass ein großer Teil dieser Einnahmen zwar in den Bundeshaushalt fliesst, aber nicht mehr in Form von z.B. Unterhaltsmaßnahmen zurückfließt (dafür für Banken- und Aktionärsrettungen). So sind inzwischen riesige Summen an notwendigen Investitionen aufgelaufen und ein Ende ist nicht abzusehen. In 10 bis 20 Jahren wird es dann praktisch kaum noch Güterverkehr geben oder die ganze Infrastruktur wird an Investoren für einen Appel und ein Ei verkauft und wir dürfen dann alle noch mal für diese Straßen und Brücken zahlen bis zum Sankt Nimmerleinstag.