Der Staat gegen Alle

Orlando ⌂, Dienstag, 05.05.2015, 12:30 (vor 3906 Tagen) @ stocksorcerer4240 Views

Zu dem kanadischen Fall können wir nichts sagen, da wir die näheren Umstände nicht kennen.

Zu dem skizzierten Beispiel "Leverkusen" aber schon.

Mir scheint eben, dass hier die Denke vorherrscht: Staat immer gut - Private immer schlecht. Der Staat soll also zu doof oder zu korrupt sein, um mit Investoren vernünftige gleichseitige Verträge auszuhandeln, aber gleichzeitig so schlau und gerecht, um bei eigenen Brückenbauten etc. immer das genau Richtige zu tun. Sorry, das ist nicht stringent.

Ich bringe Mal ein klitzekleines Beispiel aus meinem Wohnort, abgelegen, wenig Besucher. Ein Ehepaar hat ein altes Hotel übernommen und schlägt sich damit durch. Dazu gehört ein Garten, also bot das Ehepaar auch Stellplätze für Wohnmobile an, gegen Gebühr für die Waschraum- und Platzbenutzung, versteht sich. Was macht die Gemeinde? Sie bietet ihrerseits postwendend gegenüber auf dem Festplatz, wo ein mit öffentlichen Mitteln errichtetes Waschhaus steht, Stellplätze an, allerdings umsonst. Außerdem legt sie noch Wasser und Strom für die Wohnmobile, ebenfalls umsonst (dh auf Kosten der Bürger, die aber nichts davon haben). Preisfrage: Wo stehen jetzt alle Wohnmobile und wo stehen nie welche?

Also, so ganz unverständlich ist das Thema Investorenschutz und der Wunsch nach Regelungen doch nicht, oder? Zumindest aus Sicht der Investoren.


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