Es wäre folgendes: ...

Beo2, NRW Witten, Donnerstag, 03.11.2016, 18:42 (vor 3413 Tagen) @ Rybezahl3540 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 03.11.2016, 19:22

wie wäre es, statt den Staat den Bürger zu verschulden, wobei Staat = Bürger ('natürliche' Bevölkerungskontrolle).

Der Staat i.e.S., d.h. seine Bediensteten und seine privaten Lieferanten verschulden notwendigerweise die übrigen Staatsbürger, weil die ersteren etwas Gemeinnütziges leisten, während die übrigen Bürger zunächst nur privat und für sich selbst wirtschaften. Die letzteren schulden deshalb den ersteren eine reale Gegenleistung. Dieser Vorgang wird vermittelt durch die Emission (gegen die genannten gemeinnützigen Leistungen) und die allgemeine Akzeptanz der Staatswährung. Das ist die eine Ebene der "Staats"verschuldung, nämlich die realwirtschaftliche.

Zweitens, der Staat muss "sich" notwendigerweise auch rein monetär verschulden, weil "er" die Leistungen seiner Bediensteten sowie seiner privaten Lieferanten vor'finanzieren MUSS. Die endgültige Finanzierung, auch Re'finanzierung genannt, erfolgt nachträglich, d.h. durch die Einnahme von Steuerabgaben, wodurch die Tilgung der monetären Staatsverschuldung erfolgen kann. Dies geschieht immer wieder von neuem, Monat für Monat. Steuerabgaben sind also "Rechnungsstellung und Bezahlung bereits erfolgter Lieferung" von staatlichen Leistungen, Monat für Monat.
Es ist auch klar, dass die Bediensteten und die Lieferanten des Staates unter dem Strich mehr Geld vom Staat bekommen als sie nachher abführen. Dies trifft jedoch nicht für die übrigen Steuerzahler, denn diese haben gemeinnützig nichts (an den Staat) geleistet, weshalb sie den ersteren eine reale Gegenleistung bzw. einen monetären Ausgleich schulden.

Aber ich meine, war es letztlich nicht immer ein Bürger mit Anhang, nach dessen Lied alle tanzen sollten? Und ist nicht aus diesem Bürger eine Massenillusion gewachsen, eine Idee unabhängig von Personen, genannt Staat?
Eine Idee, die gerade deshalb für unbezwingbar gehalten wird, weil kein Blut darin fließt? Ein vermeintlich ewig zahlungsfähiger Vampir, der bei genauerem hinsehen aber mit seinem Wirt sterben muss.

Dies ist DEIN völlig absurdes "Verständnis" und DEINE Illusion vom Staatswesen sowie das bzw. die deinesgleichen. Ich halte es nicht für wert, dass ich es noch weiter kommentiere. Du scheinst mir definitiv merkbefreit zu sein.

So geht es nicht. Der Ruf nach Staatsschulden darf in einem 'idealen' Staat nicht erhört werden, so schmerzhaft und verheerend die äußeren und inneren Notwendigkeiten auch sein mögen (das sind sie ganz gewiss - es lebe die Revolution!). Aber ist das überhaupt möglich?

Mein lieber Freund, KEIN Staat konnte, kann und wird zu existieren können, ohne "sich" durch Verschuldung vor'zufinanzieren und durch Steuereinnahmen zu re'finanzieren .. nirgendwo und nirgendwann!

Und weiter: Ohne den Staat wird dir nichts anderes übrig bleiben, als in den Urwald hinein zu pinkeln und zu kacken und gelegentlich einen Hasen mit einem Stein oder Holzknüppel zu erschlagen, damit Du etwas zu beißen hast. Ist das endlich klar?
Und falls es dir dann tatsächlich gelingt, einen Hasen zu erbeuten, kann es dir leicht passieren, dass ein Nachbarn dir eine über die Rübe haut und dir den Hasen einfach wegnimmt. Bei wem willst Du dann eine Anzeige erstatten und dein Recht einklagen?

Ich hoffe, dir konnte hiermit endgültig geholfen werden.

Gruß, Beo2


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