Staatsgeld
Hallo Nico!
Deine Vorstellung von „instand ausgedruckt“ dürfte dem hier von dir
geschriebenen entsprechen:„Frech daran ist, dass "er" selbst nichts dafür tut. Der Geldschein
entsteht durch Hinterlegung marktfähiger Sicherheiten bei der EZB und
verschwindet wieder, wenn der marktfähige Kredit getilgt wurde. DANN nimmt
der Staat etwas davon weg und verteilt es um (Sozialhilfe,
Straßenbaufirma, Wurstfachverkäuferin). Und weil die EZB auch noch einen
"Zins" verlangt, ist das Ende des Spieles schon am Anfang ziemlich klar (->
Pleite).“Also nein, einen solchen Unterschied gibt es nicht, und wäre auch
weiterhin nicht darzustellen. Dein Problem im Verständnis vom Geld liegt
in deinem irrigen Verständnis vom Staat begründet. Du weißt, das Geld
Schuld bedeutet, d.h., wer Schulden macht, emittiert Geld.
Selbstverständlich gibt es diesen Unterschied, wie ich auch belegt habe (Link zu BuBa).
Wenn ein
Privatier Schulden macht, dann emittiert er Privatgeld (ich bevorzuge den
Begriff „Kreditgeld“),
Er geht zu einer Geschäftsbank, bietet eine Sicherheit, und bekommt dafür gesetzliches Zahlungsmittel bzw. Ansprüche darauf (Giralgeld).
und wenn der Staat Schulden macht, dann
emittiert dieser Staatsgeld.
Der Staat macht mit Staatsanleihen Schulden und diese (Anleihen) werden gekauft mit vorher emittierten Geldeinheiten (Gesetzliches Zahlungsmittel), welches 'entsteht', wenn zentralbankfähige Sicherheiten bei der Zentralbank hinterlegt werden. All das mit Zins, Sicherheit und Termin!
Im Laufe der Verschuldungskrise werden Regeln der EZB wie das Verbot der Staatenfinanzierung vermutlich immer stärker aufgeweicht, wie bereits jetzt zu sehen ist. Am Ende steht das Staatsgeld, das Zins- und Terminfreie "Geld".
Das ist freilich stark vereinfacht, das Prinzip bleibt aber gleich. Ich bin auch nicht "vom Fach" und kann deshalb gar nicht so präzise werden wie etwa jemand, der bei der BuBa arbeitet oder mit Aktien handelt.
In Wahrheit bin ich ein schlimmerer Nachschuldner als Hasso. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Solange die Zettelchen bei der EZB liegen und keine zentralbankfähige Sicherheit daran "hängt", ist der 20-EUR-Schein jedenfalls keine 20 EUR wert.
Gruß
Rybezahl.
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Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.