"Die Macht (Herrschaft, Gewalt) ist der Ur-Gläubiger,

Silke, Montag, 31.10.2016, 11:35 (vor 3416 Tagen) @ Beo23958 Views

der den Ur-Schuldner erst zu jener Leistung zwingt, die wir in der Geschichte beobachten können."
@dottore

"Wir in der ersten Welt haben die Kiste leider überzogen, weil wir in einem Mix aus Staatsschuldenexzess und moral hazard (also Schulden, private, machen bis zum Geht-nicht-mehr) in die Hochbuchungsmaschine gestiegen sind, himmelwärts. Und da plumpsen wir halt alsbald runter."
@dottore

"Ohne Staatsschulden (bzw. Machtvorfinanzierung) = kein Geld."
@dottore

Liegen die Probleme, die die Weltwirtschaft an den Abgrund getrieben haben,
im Zins?

Nicht im Zins, der sich aus Abgabenzwang entwickelt, sondern an der vom Staat ausgehenden und immer mehr Bereiche (Unternehmen, private Haushalte) erfassenden Überschuldung.
Die Schulden sind das Problem, der Zins ist nebensächlich.
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=182054
@dottore

Lieber Beo2,

Jeder x-beliebiger Staat MUSS eigenes Geld emittieren und in die

Volkswirtschaft einfüllen, egal ob mit oder ohne Sozialstaat[/b] .. um
selbst überhaupt existieren zu können, und damit überhaupt privat
gewirtschaftet werden kann.

Du hast da etwas Grundsätzliches nicht mitbekommen


Und Du wirst es mir gewiss schlüssig erklären ...

Du hast schon viel Grundsätzliches mitbekommen.
Du betrachtest aber unglücklicherweise immer noch den Staat als Dienstleister am Staatsvolk anstatt als Instrument der machtvollen Zentralinstanz gegen die ohnmächtige Masse.

In den Silberbergwerken des Ursprunglandes der Demokratie, bei den

Athenern, wurden Sklaven beschäftigt. Bei den Römern ebenso. Demokratie
funktioniert eben nur als Sklavenwirtschaft.

Das ist doch glatter Kurzschluss! Mensch, wo bleibt die Logik und
Begründung?

Ist kein Kurzschluss.
Eine Zentralinstanz kann sich durch Externalisierung von Schulden lange ohne nennenswerte direkte Aufschuldung der Bürger und Steuern gegen die Bürger unterhalten.
Nachschuldner sind dann Sklaven/ Sklavenartige im eigenen Land und in Kolonien, Biosphäre und unsere Kinder - Bsp. Saudis, Dubai (Ferrarie fahrende Polizei) und Konsorten bei pro Tag 25 Tsd verhungernden und Mrd. leidenden Kindern weltweit.
Die Steuern gegen eigene Bürger dienen regelmäßig nur der Besicherung der Macht, nicht der Finanzierung der Macht.
Steuern abfordern und dieses mit Sanktionen durchsetzen ist für die ZI überlebenswichtig zur Aufrechterhaltung der strukturierenden, zwingenden, zentristischen Ordnung mit Wirtschaften, die die Macht sichert, und die aus dem Wirken der Macht hervorgeht - und zwar in jedem Augenblick ihrer Existenz.

Ebenso bei den Spaniern in den Silerbergwerken in Petosi. Wenn es auch

formal keine Sklaven waren, so wurden sie doch faktisch als solche
behandelt ...

Aus dem geförderten Gold und Silber wurden dann Münzen gefertigt. Die

waren Eigentum des Staates.

Klar doch, wenn der Staat der rechtmäßige Eigentümer der Gold- und
Silberminen war! Eigentum ist nun mal Eigentum; das ist doch völlig
logisch
. Oder hast Du prinzipiell etwas gegen Eigentum?

Eigentum ist ebenfalls ein „Brückenbegriff“ wie „Information“.
Eigentum ist nicht = Eigentum, auch wenn das immer so kolportiert wird.
Staat ist rechtmäßiger Eigentümer (es ist sein Recht, das auf seinem Gewaltmonopol beruht) von Staatsterritorium und Staatsvolk (Meins!) sowie von Satrapien und Kolonien mit Mann und Maus.
Staat (Obereigentum) zediert haufenweise Eigentumsrechte an Private (Untereigentum) zwecks Wirtschafterei, behält sich aber das übergeordnete Eigentumsrecht immer vor (Enteignungsoption) wie ein Vermieter, der seine Wohnung auch nicht dem Mieter voll übereignet (Kündigungsoption bei Eigenbedarf).

Als Eigentums nachweis diente der Stempel auf der Münze. Deswegen

konnte Jesus auch sagen: Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist...

Alles völlig logisch - der rechtmäßige Eigentümer darf damit machen,
was er will. Was hat das mit den Sklaven zu tun?

Sklaven im Land und in den Einflusssphären der Macht eines Staates finanzieren den Staat in langen Phasen seiner Existenz hauptsächlich/tatsächlich.
Sklave = Staatsteilnehmer ohne zedierte Macht (Res).
Freier Bürger = Staatsteilnehmer mit zedierte Macht.

Ich verlinke mal nichts, weil du kannst das überall im Internet selbst

recherchieren.

Mir brauchst Du nichts dergleichen zu verlinken. Ich sollte aber DIR
vielleicht etwas über logisches Denken verlinken.

Da hapert es hier hin und wieder bei Diesem oder Jenem.[[zwinker]]

Ein schuldenfreier Staat ist nur denkbar als ein Sklavenhalterstaat.

Das solltest du immer dazu sagen, wenn du einen schuldenfreien Staat
forderst.

Ich weiss ganz genau, was ich sagen sollte: Gar kein Staat (mit eigenen
Arbeitskräften und privaten Lieferanten) kann ohne Verschuldung
(Kreditaufnahme) und ohne Steuereinnahmen (Einkommen aus Leistungen)
existieren
. Nirgendwo und nirgendwann.

Richtig. Es gibt keinen schuldenfreien Staat.
Trotzdem hat Meph. mit dem Hinweis Recht, dass man Sklaven (egal ob sie nun so genannt werden oder nur de Fakto sind) als Quelle der Externalisierung von Schulden in Überlegungen zur Wirtschaft und zum Staat mit einbeziehen muss.
Die sklavennartig existierenden Menschen in aller Welt, von denen geschäftstüchtige deutsche Unternehmen (Profit), Verbraucher (unfair billiger Konsum) und Staat (Besteuerungsmöglichkeit der ganzen Wertschöpfungskette) profitieren leben trotz hartem Arbeiten unter dem Existenzminimum und verenden langsam in eigener Überschuldung (Staatsbürger und Sklaven arbeiten oft gleich hart).

Das ist doch völlig selbstverständlich: Jeder Staat muss von seinen
Bürgern, die seine Auftraggeber sind, finanziert werden
.

Das leisten gerade die Staatsbürger nicht. Sonst würden sie ja nicht mitmachen bei der Veranstaltung "Staat". Würdest du die Straßen auf denen du verkehrst bezahlen wollen?
Bürger benutzen Staat zur Vertretung eigener Interessen gegen gezwungene Nachschuldner.
Ein Bürger bekommt regelmäßig mehr aus Staat raus als er rein gibt.
Diese Schuld wird umverteilt auf Menschen weltweit, Biosphäre und zukünftige Generationen.

Liebe Grüße
Silke

"Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert."

Wer alle Kraft einsetzt, dass Worte nicht neu geordnet werden ist ein Systemprofiteur, ein Staatsfreund.


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