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Hallo Kaladhor,
zur Größe des braunen Zwerges habe ich in
diesem
Beitrag etwas geschrieben, es ist also schon lange nicht mehr die
Rede von einer 13-fachen Jupitermasse, sondern "von einem Vielfachen der
Erde". Von den Auswirkungen der Gravitation habe ich auch schon genug
geschrieben: Überschwemmungen, Erdbebenzunahme, stärkere
Magnetfeldabweichung, zunehmende Meteoritenzahl undundund.
Es wurden keinerlei Erschütterungen auf dem Mond nachgewiesen, und die Rover auf dem Mars konnten sowas auch nicht feststellen. Was bitte macht die Erde dann so besonders, dass nur hier (!!!) solche "Auswirkungen" festgestellt werden, bei unseren direkten kosmischen Nachbarn aber nicht? Wirkt die Gravitation auf einmal selektiv?
Es ist Quatsch, den Grund für diese irdischen Ereignisse jetzt im Extraterrestrischen zu suchen!
1. Ja, wir haben eine empirisch festgestellte Zunahme an Überschwemmungen, würde ich jetzt aber eher mit einer Zunahme der Niederschlagsmengen je Wetterereignis in den Einzugsgebieten der betreffenden Flüsse in Verbindung bringen. Die Erde kann nur bis zu einem bestimmten Punkt Wasser aufnehmen, dann ist sie gesättigt. Alles was dann noch weiter an Niederschlägen kommt, fließt einfach ab. Bei einer entsprechend großen Niederschlagsfläche kommen so schon recht gewaltige Wassermassen zusammen, die sich in den Bächen und Flüssen sammeln und selbigen eventuell über die Ufer treten lässt.
2. Ja, wir haben auch eine empirisch belegbare Zunahme an tektonischen Ereignissen(Erdbeben, aber auch Vulkanausbrüche) in der letzten Zeit gehabt. Wir wissen aus historischen Aufzeichnungen und durch geologische Forschungen aber auch, dass größere, tektonische Ereignisse immer gehäuft auftreten. Durch die Plattentektonik entstehen an den Sublimationszonen und Verwerfungen über einen sehr langen Zeitraum (geologische Zeiträume!) hinweg Verzahnungen und Verhakungen, auf die so lange weiterer Druck ausgeübt wird (denn von "hinten" [->mittelatlantischer Rücken z.B.] wird ja fleissig weiter nachgeschoben), bis die Bruchfestigkeit des Gesteins an einem einzigen Punkt erreicht ist, das erste schwere Beben (denn die Stärke eines Bebens hängt auch davon ab, wie lange sich dort Energie aufstauen konnte!). Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Plattentektonik in sich schwebend stabil. Erfolgt nun an irgendeinem beliebigen Punkt eine Entspannung, wird das ganze System instabil und der Druck auf andere Bereiche verstärkt sich, bis auch dort die Bruchfestigkeit überschritten wird, weitere Beben sind die Folge. Die ganzen Vulkanausbrüche in der näheren Umgebung der Sublimationszonen schließlich sind eine direkte Folge von schweren Erdbeben, denn durch das Beben "rutscht" ein Teil der absinkenden Platte in den Erdmantel und erhöht dort regional den Druck im Mantelgestein. Der "Druckausgleich" erfolgt dann durch den Ausbruch von mehreren Vulkanen entlang dieser Zone. Auch hier wurde bereits nachgewiesen, dass z.B. Wasserdampf, der aus Vulkanen in Chile austritt, pazifischen Ursprungs ist.
3. Ja, wir haben bereits seit mehreren Jahrhunderten Belege, dass sich die Feldstärke des Erdmagnetfeldes abschwächt. Und aus der geologischen Forschung ist bekannt, dass es bereits allein in den letzten paar Millionen Jahren mehrmals und in regelmäßigen Abständen einen Wechsel des Erdmagnetfeldes gegeben hat. Somit scheint das ein simples normales Verhalten zu sein.
Übrigens wurde dieses bereits im Versuch nachgewiesen.
4. Meteoritenzunahme....Tja, da wir für unser Sonnensystem kein Look-forward-Radar haben, wissen wir schlicht nicht, auf was für einen Dreck wir auf unserem Weg ums Milchstraßenzentrum noch treffen werden.
Und Kepler hatte ja viele brilliante Ansichten für seine Zeit, aber
derart exzentrische Umlaufbahnen wie die, welche nun im Zusammenhang mit
Planet-9 diskutiert werden, hätte er sich wohl nie vorstellen können. Und
selbiges scheint noch nicht zu Dir vorgedrungen zu sein.
Es gibt kein stabiles System, wenn Planeten nicht auf einer eliptischen Bahn um ihr Zentralgestirn, das sich in einem Mittelpunkt der Elipse befindet, reisen. Das ist eine der Erkenntnisse von Kepler, und dafür musste er sich nicht irgendwas vorstellen oder nicht. Im übrigen müssen sich auf Planeten auf extrem exzentrischen Bahnen an diese Regel halten (was sie auch tun, selbst Pluto).
Und nun schau bitte nochmal auf die im Eingangsbeitrag verlinkten
summaries und erkläre mir bitte, was das für ein rotes Objekt auf all
diesen Aufnahmen aus den USA ist, denn der Mond ist es nicht und für
Jupiter/Venus/Mars ist es definitiv zu groß.
Es ist eine Spiegelung in der Linse, denn dieser komische Reflex liegt immer genau gegenüber der starken Lichtquelle.
Gruß,
Kaladhor
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Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!