Sehr gut formuliert: Debitismus ist ein Erklärungsmodell von Vielen
Liebe Olivia,
es war mir schon klar, dass es sich bei dem von mir
„Erklärungsmodell“ Genannten um das debitistische Modell handelte.
Ich habe Dir auch nichts unterstellt.
Aber, wie du sicherlich auch weißt, sind alle „Modelle“ immer nur
eine versuchte Annäherung an die Realität. Insofern sind sie auch nicht
in der Lage, Realität vollkommen zu beschreiben.
Perfekt.
Im Falle M. Habe ich mich genau auf solche (aus meiner Sicht) unlogischen
und bizarren Beispiele bezogen.Intrinsischer Wert, Liquidität
Auch Begriffe sind nur Annäherung an die Realität. Insofern sind sie auch nicht in der Lage, Realität vollkommen zu beschreiben.
Selbstverständlich kannst du einen Gewinn aus einer Unternehmung
extrahieren und diesen in eine Sache mit intrinsischem Wert
„tauschen“(kaufen).
Damit Du Gewinn machst, musst Du Schulden weiterreichen: Vorfinanzierungskosten + Deinen gewünschten Gewinn oben drauf = Nachschuldnersuche.
Z.B. Nahrungsmittel. Unverdorbene Nahrungsmittel
haben IMMER einen intrinsischen Wert, denn bisher ist mir niemand bekannt,
der komplett ohne Nahrung auskommen kann (einige Yogis behaupten das zwar,
aber....).
Sie haben nur einen Wert wenn sie entschuldend eingesetzt werden.
Ich kann von dem Urschuldzins „Hunger“ nur mit Nahrung runterkommen.
Entsteht dieses Soll bei mir nicht, vergammelt die Nahrung in meiner Speisekammer.
Diese Nahrung mag ein Verfallsdatum haben, wenn wir jedoch
Weizenkörner nehmen, so können die sehr lange haltbar sein, wie
Ausgrabungen zeigten.
Das ist richtig, ändert aber nichts am beschriebenen wichtigen Zusammenhang.
Kein Hunger über die paar tausend Jahre bei irgendeinem Kornbesitzer (Schuld) = keine Entschuldung = das Korn vergammelt oder wird von kleineren Urschuldnern (Mäuse) zum Tilgen ihres Soll’s verwendet.
Es ist vom Zeitpunkt der Reife bis zum Gammel-Termin/ Mausen wertlos.
Wert bekommt es erst in dem Augenblick, wenn ein Entschuldungsbedarf hinzu kommt - ein Hungriger.
Auch gibt es in einem (im Wesentlichen) nach
debitistischen Prinzipien funktionierenden Realsystem die Möglichkeit,
ohne Kredit tätig zu werden.
Nein.
Die Voraussetzung ist schuldenfreie
Liquidität.
Gibt es nicht.
Woraus die bestehen mag und wie die zustande gekommen ist,
lasse ich außen vor.
Wäre spannend.
Es gibt sie jedenfalls.
Nein.
Ich kenne allerdings keine
„Großsysteme“ (Konzerne), die so funktionieren könnten. Sie sind zu
komplex.
Ich auch nicht. Alles muss vorfinanziert werden:
Erst muss ein Kreditgeber Kredit geben oder ein Vorfinanzierer vorfinanzieren.
Dann muss sich der Unternehmer bei ihm verschulden.
Manche halten das Edelmetall Gold für eine Sache mit intrinsischem Wert,
für nicht schuldbehaftet und versuchen, sich damit einzudecken, um dem
„Kreislauf“ zu entkommen.
Massiv schuldbehaftet über den Miningprozess.
Gold kann man aber genauso wenig essen wie
Papier.
Da es mal Abgabegut war, konnte man sich damit gegen die Herrschaft entschulden.
Heute ist es nur noch eine recht gut handelbare Ware, die nicht verdirbt aber großen Preisschwankungen ausgesetzt ist und mangelhaft akzeptiert wird.
Mindestpreis etwa 40 $ je Oz so lange die USA noch existiert und die Gesetzeslage unverändert bleibt.
Insofern bleiben als Basics lediglich Lebensmittel, Wasser und
schützende Kleidung.
Entschuldungsmittel für Urschulden.
In was aber sollte man investieren in einer globalisierten Gesellschaft,
in der ALLE „Sach-Werte“ jederzeit zur Disposition stehen können?
In Wissen, Können, Nachkommen, Macht oder Netzwerke.
Oder wie der @dottore zurecht sagte in...
...Waffen (aus Holz und Metall, aus Bites und Bytes, aus Worten).
Sie sind das ultimative Zahlungsmittel. Ich kann mir damit alles von Unbewaffneten nehmen, um meine Schulden zu tilgen.
Dazu gehören immer auch Haus und Hof, Grund und Boden!
Gehört alles Obereigentümer Staat. Untereigentümer darf bewirtschaften so lange er Grundsteuer zahlt.
(Kriege,
Katastrophen diverser Art – Syrien, Fukushima etc.). Im Endeffekt bleibt
immer nur die Investition in das eigene Können und Wissen, die so
beschaffen sein muss, dass sie im Zweifelsfalle in anderen geographischen
Breiten ein Auskommen erwirtschaften kann, denn auf die in den
europäischen Staaten gepflegte Sozialindustrie dürfen wir in anderen
Weltgegenden wohl nicht hoffen.
Völlig richtig.
Über die dazu im Einzelnen nötigen
„Kenntnisse“ darf spekuliert werden. Damit beginnt der "Kreislauf" in
der Regel aber wieder von neuem.
Verstehe ich nicht so richtig.
Trotzdem schöne Diskussion.
Danke
Liebe Grüße
Silke