Energie ist genug da - der Zugriff darauf ist das Problem

Silke, Freitag, 27.11.2015, 20:51 (vor 3774 Tagen) @ Mephistopheles5533 Views
bearbeitet von Silke, Freitag, 27.11.2015, 21:11

Lieber Meph.,

warum diese Wadenbeißerei?
Das hast Du nicht nötig.
Das machen nur überforderte oder falsch behandelte Hunde.

Ich denke, das sollte differenzierter beschrieben werden.
Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass das Wollen der
"Unterhunde" allein erst einmal noch wenig bewirkt - siehe
BRD-Bevölkerung zum Thema Migration.
Da entstehen Interaktionen. Da formieren sich wegen Veränderung des
Systems von außen die bestehenden Machtstrukturen innerlich neu, bis

das

System sich wieder stabilisiert oder zerreißt.


...dann labert man halt irgendwas daher von Unterhunden und Oberhunden,

Das ist nicht gelabert, nur etwas unglücklich ausgedrückt vom @Dottore weil Menschen eben keine Hunde sind. Da hast Du Recht, dass dieses Bild nicht so sehr gut gewählt ist... besser Obermenschen und Untermenschen? Ich weiß es nicht...es ist eine MACHT-Frage.

Tainter`s Law und Urschuld = Kalorienmangel und weiter so`n Quatsch.

Tainter`s Law wird uns vor allen anderen Faktoren gefährden, außer die Natur ist schneller.
Urschuld ist bekanntlich mehr als Kalorienmangel.
Meine Urschuld ist eine Schuld, mir und den Meinen gegenüber, uns am artgerechten Leben zu halten.
Der Zins darauf sind die ununterbrochen beizubringen Faktoren und Profite aus Investments zur Erhaltung dieses Lebens(z.B.Arm zum Apfelpflücken ausstrecken und Apfel essen wenn Hunger droht).
Erlischt dieses Leben endet die Schuld.

Zunächst zur Urschuld. Wenn einer darunter Kalorienmangel verstehen
würde, dann ist der Begriff total überflüssig genau so wie jeder andere
Neologismus, der nur alten Wein in neuen Schläuchen präsentiert.

Ja, richtig...ist halt Atmen, Essen, Trinken, Schlafen, Wärme/Kühlung, Schutz, und Sozialverhalten. Das habe ich aber schon gefühlte 100 mal geschrieben.

Tatsächlich gibt es aber die Urschuld, die gibt es aber ausschließlich
für Menschen, und nur Menschen kennen sie. Allen anderen Lebewesen ist
sie unbekannt.

Ein Naturgesetz muss man nicht kennen, damit es wirkt.

Die Natur ist nämlich freundlich, sie stellt alles zur Verfügung, was
ihre Lebewesen brauchen, Licht, Luft, Wärme und Nahrung, undsoweiter

Ja.

- außer für die Menschen.

Nein.
Natur bietet alles auch für Menschen, nur nicht ständig und überall. Sonst wären Menschen evolutionär nicht entstanden.
Erst verändern sich die äußeren Bedingungen, dann kommt die Selektion der Angepassten -> Evolution.

Ohne dass diese sich dafür anstrengen müssten.

Tiere schuften wie die Tiere um nicht zu bankrottieren. Jedes Tier ist in der Nahrungskette eingebunden.

Alles, was die Lebewesen
dazu benötigen, haben sie von der Natur mitbekommen - außer die
Menschen.

Menschen haben sich sehr lange sehr gut gehalten.

Und wenn die Natur einmal alles Erforderliche nicht mehr zur Verfügung,
kurzfristig oder auf Dauer - nun, dann sterben diese Lebewesen halt aus -
außer die Menschen.

Wieso die Menschen nicht?
Es war schon in der Vergangenheit knapp (genetischer Flaschenhals) und kann jederzeit für uns wieder sehr knapp werden. Da reicht schon ein Supervulkan/ Trapp/ Meteorit/ Gammablitz/usw. oder ein Trigger der AKW's oder Atomwaffen hochgehen lässt wie Tschernobyl und Fukushima und all die ganzen "fast"-Ereignisse + die ganzen gefährlichen militärischen und kommerziellen Spielereien auf den verschiedenen Gebieten wie Gentechnik und Co..

Die Menschen sind die einzige Art auf diesem Planeten, die unter
natürlichen Bedingungen längst ausgestorben wäre, wenn sie die Natur
nicht - bewusst! - in ihrem Sinne verändern würde.

Das machen viele Arten wie der Biber z.B.

Diese Veränderung der Natur im Sinne des Überlebens der Menschen nennt
man Kultur, und da sind wir Menschen seit der Erfindung des Feuers nach wie
vor die einzige kulturschaffende Art auf diesem Planeten.

Keine Ahnung wie Biber ihre Naturveränderungen unter sich nennen.

Und seitdem haben wir auch unser Urschuld-Problem, und das - der Elefant
im Porzellanladen! - das ist ein Energieproblem.

Energie haben wir genug. Zugriff darauf wird sehr Vielen von sehr Wenigen verwehrt. Ein MACHT-Problem

Seit dem Feuer benötigen wir nämlich Energie, welche die Natur nicht
für uns vorgesehen hat, und jede Kulurstufe, die wir erreicht haben,
konnten wir nur durch den Verbrauch von mehr Energie und noch mehr Energie
erreichen.

Richtig. Der widerliche Kissinger-Spruch macht aber deutlich, dass der Zugriff auf die Energie der entscheidende Punkt ist.
Außerdem leben haufenweise Menschen Deiner und meiner Kulturgruppe auf diesem Planeten autark - die Aussteiger und Einsiedler und bestimmte Gemeinschaften.

Auch die Herrschaftsystem der Menschen haben den einzigen Zweck,
uns die nötige Energie durch Erschließung von immer mehr Energiequellen
zur Verfügung zu stellen.

Debitistischer Druck durch eine aus dem Ruder gelaufene Entwicklung des Menschen im Zusammenhang mit Verringerung des Zugriffs auf Energie = Sesshaftwerdung, Viehzucht, Ackerbau, Abgabeschuld, Patriarchat, Götterkult, Städte, Zahlen und Schrift usw. kurz Zivilisation.

Das ist auch der einzige Grund des Zusammenbruchs von Hochkulturen, von
verlassenen Millionenstädten und eines drastischen
Bevölkerungsrückgangs: Dass es nicht mehr gelungen ist, die für den
Kulturbetrieb erforderlichen Energiemengen aufzutreiben, und diese
Energiemenge ist - in jedem einzelnen Fall! - um ein Mehrfaches höher, in
unserem Fall, der westlichen Zivilisation, etwa um den Faktor 100 höher,
als wir allein an Nahrungsenergie benötigen.

Richtig.

Und wehe, wehe, dreimal wehe, wenn es der Zivilisation nicht mehr gelingt,
die benötigte Energie aufzutreiben!

Mensch Meph., locker bleiben.
Dann geht die Menschheit halt unter.
Sterben ist nur eine Energieumwandlung, eine Veränderung der Informationen.

Tainter`s Law demonstriert nur das Unverständnis des eigentlichen
Problems.
In Wirklichkeit ist niemals Komplexität das Problem, sondern die
Beschaffung der benötigten Energie, und jede Verkomplizierung benötigt
eben noch mehr Energie.

Wir haben genug Energie.
Wir sind wahrscheinlich nur in einen evolutionären Fehltritt hinein geraten, dass wir selbst in die Lage geraten sind uns selbst auszurotten zu können. Das klappte aber auch bei einigen anderen Tieren.
Das Aussterben von Arten war noch nie ein großes Ding.

Die Systeme, die angeblich an ihrer Komplexität zusammenbrechen, ist ein
Ammenmärchen.

Nein, @Zara hat mit dieser Vermutung Recht.

Hierarchien, und die verschiedenen Hierarchiestufen gibt es in dem Umfang,
und nur in dem Umfang, in dem sie erforderlich sind, die für den
Kulturbetrieb erforderlichen Energiemengen heranzuschaffen.

Komplexität.

Es ist auch völlig egal, ob wir von Natur aus eher egalitär oder eher
hierarchisch veranlagt sind, weil von Natur aus sind wir längst -
ausgestorben.

Nein unsere evolutionären Vorgänger sind ausgestorben, sie leben aber in uns weiter.

Wir haben die Natur nur mit Erfindung der Kultur - ausgetrickst.

Wir können die Natur auf lange Sicht wahrscheinlich gar nicht austricksen.

That`s all.
It`s the Energy, Stupid!

Gruß Mephistopheles

Wichtige Aspekte Meph., aber das nächste Mal bitte wieder freundlicher.
Ich laber nicht herum sondern gebe mir viel Mühe im Forum und also auch mit Dir.
Habe ich etwas nicht rigtig verstanden, dann kannst Du es mir gern erklären.

Dann schreibe ich Dir auch wieder
Liebe Grüße
Silke


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