Wenn man partout den Elefanten im Porzellanladen nicht sehen will...
Ich denke, das sollte differenzierter beschrieben werden.
Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass das Wollen der
"Unterhunde" allein erst einmal noch wenig bewirkt - siehe
BRD-Bevölkerung zum Thema Migration.
Da entstehen Interaktionen. Da formieren sich wegen Veränderung des
Systems von außen die bestehenden Machtstrukturen innerlich neu, bis das
System sich wieder stabilisiert oder zerreißt.
...dann labert man halt irgendwas daher von Unterhunden und Oberhunden, Tainter`s Law und Urschuld = Kalorienmangel und weiter so`n Quatsch.
Zunächst zur Urschuld. Wenn einer darunter Kalorienmangel verstehen würde, dann ist der Begriff total überflüssig genau so wie jeder andere Neologismus, der nur alten Wein in neuen Schläuchen präsentiert.
Tatsächlich gibt es aber die Urschuld, die gibt es aber ausschließlich für Menschen, und nur Menschen kennen sie. Allen anderen Lebewesen ist sie unbekannt.
Die Natur ist nämlich freundlich, sie stellt alles zur Verfügung, was ihre Lebewesen brauchen, Licht, Luft, Wärme und Nahrung, undsoweiter - außer für die Menschen.
Ohne dass diese sich dafür anstrengen müssten. Alles, was die Lebewesen dazu benötigen, haben sie von der Natur mitbekommen - außer die Menschen.
Und wenn die Natur einmal alles Erforderliche nicht mehr zur Verfügung, kurzfristig oder auf Dauer - nun, dann sterben diese Lebewesen halt aus - außer die Menschen.
Die Menschen sind die einzige Art auf diesem Planeten, die unter natürlichen Bedingungen längst ausgestorben wäre, wenn sie die Natur nicht - bewusst! - in ihrem Sinne verändern würde.
Diese Veränderung der Natur im Sinne des Überlebens der Menschen nennt man Kultur, und da sind wir Menschen seit der Erfindung des Feuers nach wie vor die einzige kulturschaffende Art auf diesem Planeten.
Und seitdem haben wir auch unser Urschuld-Problem, und das - der Elefant im Porzellanladen! - das ist ein Energieproblem.
Seit dem Feuer benötigen wir nämlich Energie, welche die Natur nicht für uns vorgesehen hat, und jede Kulurstufe, die wir erreicht haben, konnten wir nur durch den Verbrauch von mehr Energie und noch mehr Energie erreichen. Auch die Herrschaftsystem der Menschen haben den einzigen Zweck, uns die nötige Energie durch Erschließung von immer mehr Energiequellen zur Verfügung zu stellen.
Das ist auch der einzige Grund des Zusammenbruchs von Hochkulturen, von verlassenen Millionenstädten und eines drastischen Bevölkerungsrückgangs: Dass es nicht mehr gelungen ist, die für den Kulturbetrieb erforderlichen Energiemengen aufzutreiben, und diese Energiemenge ist - in jedem einzelnen Fall! - um ein Mehrfaches höher, in unserem Fall, der westlichen Zivilisation, etwa um den Faktor 100 höher, als wir allein an Nahrungsenergie benötigen.
Und wehe, wehe, dreimal wehe, wenn es der Zivilisation nicht mehr gelingt, die benötigte Energie aufzutreiben!
Tainter`s Law demonstriert nur das Unverständnis des eigentlichen Problems.
In Wirklichkeit ist niemals Komplexität das Problem, sondern die Beschaffung der benötigten Energie, und jede Verkomplizierung benötigt eben noch mehr Energie.
Die Systeme, die angeblich an ihrer Komplexität zusammenbrechen, ist ein Ammenmärchen.
Hierarchien, und die verschiedenen Hierarchiestufen gibt es in dem Umfang, und nur in dem Umfang, in dem sie erforderlich sind, die für den Kulturbetrieb erforderlichen Energiemengen heranzuschaffen.
Es ist auch völlig egal, ob wir von Natur aus eher egalitär oder eher hierarchisch veranlagt sind, weil von Natur aus sind wir längst - ausgestorben.
Wir haben die Natur nur mit Erfindung der Kultur - ausgetrickst.
That`s all.
It`s the Energy, Stupid!
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc