Die Praxis hat Euch widerlegt - und: Sind also Flüchtlinge schon von daher super

azur, Montag, 21.09.2015, 10:55 (vor 3778 Tagen) @ ebbes3706 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.09.2015, 11:03

Halle ebbes,

auch Oliva tut ja so, als würde die deutsche Wirtschaft am Mindestlohn kranken. Die Verbände haben aber nichts davon gesagt. Bisher läuft es doch in diesem Jahr bisher ganz gut.

Wenn man bedenkt, was die seit Jahren jammern was so alles passieren würde, wenn der Mindestlohn käme...

In der brummenden Industrie Süddeutschlands wird eh deutlich besser bezahlt.

Und die Bäcker und Pizzaläden gehen alle zu Grunde, wenn sie keine billigen (Flüchtlinge) Arbeitskräfte bekommen? Das ist doch nicht Euer Ernst!*

Zudem blendet Ihr einfach weiter aus, dass für die Niedrigstlöhner auch keine anderen Lebenshaltungskosten gelten, und der Steuerzahler dann zu Gunsten der Arbeitgeber dazu geben müssen.

Kann es gar nicht glauben: Der Mindestlohn, die Geißel des deutschen Wirtschaftslebens! Das glaubt Ihr doch selbst nicht.

http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Mit-diesen-Tricks-druecken-sich-Arbeitge...

Vergessen wir nicht, dass kommt aus der selben Richtung, die nun kein Problem mit Mrd. für Flüchtlinge und andere Zuwanderer haben, aber nicht mal die Kita-Erzieherinnen anständig bezahlen wollen. Wobei es doch um den berühmten Nachwuchs für die deutsche Wirtschaft geht, unsere Kinder. Vollmundig rufen alle, dass man dafür genug haben müsse, und wie unzulänglich in dem Bereich alles sei.

Jaja, alles leidet unter der Vorstellung, dass man anständig bezahlen soll.

Kein Wunder, dass dann etliche lieber Zuhause, als sich für Spottpreise herzugeben.

Und noch einmal: Geht es woanders um ganz andere Sparsummen, so ist da bei den Niedriglöhnern vergleichsweise kaum etwas heraus zu holen.

Die Süddeutsche berichtet:

Mindestlohn im Praxistest
8,50 Euro Mindestlohn - na und?

Arbeitsministerin Andrea Nahles legt dem Koalitionsausschuss am Sonntagabend einen ersten Zwischenbericht zum Mindestlohn vor.
100 Tage nach Einführung des Mindestlohns sind die Folgen weit weniger dramatisch als von vielen Ökonomen und Unternehmen prophezeit.
Die Zahl der Minijobber sank binnen weniger Wochen um mehrere Hunderttausend. Verantwortlich dürften aber auch regionale Effekte sein.
Produkte und Dienstleistungen sind, besonders in Ostdeutschland, teils teurer geworden.
Beobachter gehen davon aus, dass viele Unternehmen den Mindestlohn zudem unterlaufen, indem sie Mitarbeiter länger arbeiten lassen.

Am Anfang zeichneten Ökonomen Schreckensszenarien. Bis zu 900 000 Arbeitsplätze werde der Mindestlohn kosten, warnte das Ifo-Institut. Andere Experten prophezeiten steigende Preise, untergehende Kleinbetriebe, eine höhere Jugendarbeitslosigkeit. Nun, gut 100 Tage nach der Einführung der gesetzlichen Lohnuntergrenze von 8,50 Euro, ist zumindest eines sicher: Die befürchtete ordnungspolitische Kernschmelze ist bislang nicht eingetreten. "
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/mindestlohn-im-praxistest-euro-na-und-1.2451307

IFO - wie immer Arbeitgeber-Propaganda, und das schon seit Jahrzehnten, ganz im Sinne Ausbeuterlinie, die überall gefahren wurde.

Sollen eigentlich alle für lau arbeiten gehen?

Warum kämpft Ihr nicht besser gegen die wahren Prasser?

Viele freundliche Grüße

azur


*) in Deutschland bezahlt man z. B. vergleichsweise Unsummen für Mobil- und Internettarife (auch der öffentliche Nahverkehr und Sprit ist hier t. w. viel teuer, als anderswo - der große Markt erzeugt eben leistungsstarke Lobbys und reichlich Mittel für Propaganda). Die Leute zahlen, wenn auch notgedrungen.

Die würden auch nicht auf Brötchen und Pizza verzichten!

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.