Der Vorstand weiss es nicht - zwei Arten der "plausible deniability" ...

CrisisMaven ⌂, Freitag, 28.08.2015, 21:36 (vor 3801 Tagen) @ Piter4036 Views

war das ironisch gemeint? Natürlich weiß der Vorstand nicht nur Bescheid, er ist dafür verantwortlich.

Verantwortlich ja, wie jeder, der eine Entitaet fuehrt, fuer deren Gesamt-Verhalten verantwortlich ist.

Aber Bescheid weiss er nicht. Sonst muesste er es direkt unterbinden und in Russland wuerde kein deutsches Auto mehr ueber Haendlernetz verkauft. Keines.

Es gibt bei Geheimdienstaktionen den Begriff der "plausible deniability" (glaubhafte Abstreitbarkeit). Diese gibt es aber in zwei Spielarten:

A) Der Kanzler/Praesident (bei Geheimdienstoperationen) wird jeweils ins Bild gesetzt und behaelt sich vor, solche Aktionen zu genehmigen oder abzulehnen, will aber, dass dies jederzeit abgestritten werden kann.

B) Er moechte, dass die Aktionen durchgefuehrt werden, er/sie aber "gar nichts" damit zu tun hat. Dies geschieht auf die Weise, dass eine Art "Statthalter" (vgl. Friedrich Ebert und Gustav Noske) bestimmt wird, der "carte blanche" erhaelt und NICHT mehr im Einzelfall berichtet, schon gar nicht VORHER fragt.

Auf diese Weise werden schon seit Jahrzehnten viele schwarze Projekte und Kassen im US-Geheimdienstmilieu abgewickelt, weil der Rechtsrahmen der US-Verfassung beim besten Willen das meiste an politischen Schachzuegen, die die USA fuer noetig halten, niemals hergeben wuerde.

Und wenn jemand meint, solche Vorgehensweisen muesse man belegen, muss er/sie halt mal drueber meditieren, was "Ich kann nur sagen" im Wortsinne bedeutet ...

Die Sache ist vollstaendig dokumentiert und wer es genauer moechte, soll sich mit Betonfuessen in der Newa im Tauchen ueben.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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