"Die Welt geht pleite" und andere Ansätze zum Weiterdenken / EDIT: Noch mehr zum Weiterdenken

Bernadette_Lauert, Freitag, 28.08.2015, 14:15 (vor 3801 Tagen) @ Fidel4347 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Freitag, 28.08.2015, 14:35

Hast Du dich jemals gefragt ob all die staatskritischen Leute aus der
Vergangenheit tatsächlich so naiv waren, wie Du sie glaubst?

...stattdessen die typischen, immergleichen Glaubenssätze, vorgetragen

im

Duktus einer religiösen Verteidigungsrede. Aber diese ist eben auch

eine

Antwort. Ja, Du bist libertär.


Anstelle von Belegen nur Kakao zur Diskreditierung.
So zeigt sich der Demokrat, der Lager bildet um mit Mehrheit gewaltsam
(seine) Meinung durch zu setzen.

Bist Du grundsätzlich für Staatsgrenzen bei 60 Millionen Menschen

auf

der Flucht?[/b]


Empfindest Du Sicherheit wegen Grenzen?

Die innere und äußere Sicherheit ist in Deutschland vergleichsweise gut. Mit Angstpornos aus dem Netz weiß ich umzugehen. Ja, ich fühle mich sicher, sehe aber Handlungsbedarf in einem konservativen Sinne (lat: conservare = erhalten).

Für mich sind es Steuergrenzen, weil wir aus humanitären Gründen
staatliche Grenzen nicht dicht machen können.
Steuergrenzen gelten nur für Steuerzahler wegen Zöllen,
Gewerbevorschriften, Sozialabgaben und zur Verhinderung von
Kapitalflucht...

Die Grenzen sind für Menschen offiziell dicht (abgesehen von 10.000 Kontingent-Flüchtlingen pro Jahr). Inoffizielle/illegale Flüchtlinge gibt es zuhauf 800.000 im Jahr 2015 in D. Die allerwenigsten werden asylmäßig anerkannt, viele werden abgelehnt, die meisten werden geduldet. Teilweise nehmen die andere Staaten nicht mehr "zurück".
Ein Einwanderungsgesetz, welches Zuwanderung regeln würde, die unserer Gesellschaft gut tut, gibt es (noch) nicht. Deutschland wird daran nicht zerbrechen, solange es nicht aus ideologischer Verblendung so einem Mist nachhechelt, der da lautet: Grenzen auf, Flüchtlinge welcome. Du scheinst das auch nicht zu wollen. Aber deine libertäre Ideologie verlangt es. Die kognitive Dissonanz muss groß sein.

Deine Grenzen werden die
100
Mio. Zuwanderungswilligen
nicht hindern.

Genau das meine ich. Du willst es nicht. Deine Ideologie fordert aber die Auflösung von Staaten und damit Staatsgrenzen, also behauptest Du, es würde sowieso so kommen. Ich empfehle Dir, Dich mit thesenbasierter Aussagenlogik zu beschäftigen.

Und Gezänk über die Schwächen von Theorien, während diese Welt pleite
geht, auch nicht.

"Die Welt geht pleite."
Sag das mal den Rothschilds.

Kommt gleich auch noch die Antisemitismuskeule?
Dann lass es mich langweilig formulieren: Die Schulden der Einen sind das Vermögen der Anderen.

Liebe Grüsse
Fidel

Zurück, BLa

P.S. Das mit den Staatsgrenzen ist nur ein klitzekleiner Aspekt. Es gibt tausende weitere Gründe, warum Du nicht alles dem Markt in den gierigen Rachen werfen kannst. Alternativen wären ggf. über genossenschaftliche Modelle möglich. Die Debatte hierüber steckt noch in den Kinderschuhen. Kompromisse sind aber möglich. Auch für jene, die kein gutes Haar am Staat lassen können.

P.P.S. Dass sich mafiöse Strukturen auch abseits des Staates bilden können, hat gerade eben Piter schön thematisiert: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=366927
...nochmal ganz plakativ: Stelle Dir Monzanto vor, wenn es keine staatlichen Auflagen gibt. Rüstungsfirmen ohne Kriegswaffenkontrollgesetze.
Wenn Deine Antwort aus demselben ideologischen Impuls wie oben heraus lautet, dass Gesetze eh nicht eingehalten werden und man daher auf sie verzichten könne, ist das der gleiche logische Zirkelschluss wie oben. Wahr ist: Dann müssen sie eben durchgesetzt werden.


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