Was ich nicht verstehe und was ich hier und da ergänzen würde...

Bernadette_Lauert, Freitag, 28.08.2015, 09:41 (vor 3801 Tagen) @ CrisisMaven4587 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Freitag, 28.08.2015, 09:51

MMn sind die Sanktionen eine Ausrede für Fehlinvestitionen, die zu einem

Zeitpunkt getätigt wurden, als der Ölpreis bei über 100 USD pro Fass
lag.

Das kann sein. Allerdings, vgl. GM in USA, kann man jeden Spritschlucker
oder Sparschwein mit genuegend Rabatt in den Markt druecken.

Vielleicht bin ich naiv, aber der Verkaufspreis sollte in der langen Frist die Herstellungskosten dennoch nicht unterschreiten, oder?
Der hier beschriebene Mechanismus: "Mehr Rabatt -> mehr Absatz" sollte also kostenkalkulatorische Grenzen kennen, oder? So dick sind die Margen da eh nicht mehr. "Rabatt, dass lass Dir sagen, wird im Vorfeld draufgeschlagen."

Fuer Russland selbst gibt es aber noch eine andere Variante: wer nicht mit
dem jeweils regional einflussreichsten/bestimmenden Mafia-Paten kooperiert,
setzt, bei noch so schoenen Autohaeusern und Hausmessen, keine Autos ab.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Zum einen gibt es in Russland markengebundene Autohäuser wie hier auch, nicht nur freie, die neben "Ladas" aus Korruptionsgründen ab und an einen Benz stehen haben.
Russland ist ein wichtiger Markt, es gibt Vertragshändler und ganz normale "geldige" Käufer für deutsche Autos. Willst Du sagen, dass Mafia-Paten bestimmen, welche regulären BMW-Verragshändler ihre Ware geliefert bekommen? Ich bezweifle das.

Gerade Daimler/Mercedes hatte da in Petersburg so in den Anfangsjahren
seine Probleme. Und da der Herr Cromme in Sachen Corporate Governance und
Transparenzbericht fuer deutsche Unternehmen die weltweit hoechsten
Messlatten anlegt, kann der jeweilige Konzern noch nicht mal mehr mit einer
Mafia kooperieren, wenn er das selbst weiss.

Das baut jetzt auf der unterstellten Mafia-Struktur auf. Ich bin sehr skeptisch. Nicht dass ich mich da auskennen würde. Du legst, wenn Du anderer Meinung bist stets großen wert auf Belege...
Ich liefere - wie Du - keinen, wenn ich schreibe: Ich kenne jedenfalls jemanden im Maschinenbauvertrieb, der beschreibt den russischen Markt ganz anders und ist stinksauer über den künstlich geschaffenen Hindernisse in der deutsch-russischen Handelsbeziehungen. Er sagt: Der Russe ist immer vertragstreu. Das sei ihm [dem Russen] ganz wichtig.

Ich kann nur sagen: das so zu organisieren, dass der Vorstand davon nichts
weiss, war eine ganz schoene saeumaessige Arbeit. Nicht jeder Konern kriegt
das hin ...

Mir kommt Dein Beitrag polarisierend vor. So wie wenn ich schreiben würde: Der Ami mag ja vertragstreu sein, aber das Wirtschaftsleben kennt dort keine Kaufmannsehre, sondern nur Renditemaximierung durch Beschiss im Kleingedruckten. Bald auch völkerrechtlich via TTIP.
Das Kursive musst Du nicht so ernst nehmen. Es soll nur demonstrieren, wie Deine unterstellte Mafia-Wirtschafts-Behauptung gegen Russland bei mir ankam. Etwas oberflächlich.
Wobei: Wenn ich´s mir recht überlege, stehe ich zu dem kursivem Text. Ich behaupte das einfach mal.

Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Gruß, BLa


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