Und jetzt die weiterführende Prognose dazu:
Da wir ja in einem Forum unterwegs sind, welches sich gern mal über Vorhersagen und Prognosen äußert, wäre an dieser Stelle eine interessante Frage für mich, wie sich diese Korruptionsneigung weiterentwickelt.
Ein zugegeben etwas sehr vages Unterfangen, mit vielen Unbekannten, aber bevor man es auf mathematische Exaktheit herunterkürzt, bemühe man sich doch mal vielmehr seinem Bauchgefühl, welches erstaunlicherweise gerade bei derlei nicht vollends „fassbaren“ Prognosen und Erwartungshaltungen oftmals gar nicht so weit von der Realität entfernt liegt.
Wie oft hat einen schon das Bauchgefühl geholfen bei schwierigen Entscheidungen, die ja für sich genommen auch nichts anderes als vorweggenommene Reaktionen auf zu erwartende künftige Entwicklungen sind.
Das Bild der GEGENWÄRTIGEN Situation ist also schon mal seh schön umschrieben und von @Dismas mit Zahlen unterlegt.
Dabei fällt jedem sofort ein und auf, daß, nehmen wir die Quote Russlands mal isoliert heraus, sich diese für heute gesehen sehr schlimme Beurteilung konkret auf ein exaktes Startdatum aufdröseln lässt:
Den Zerfall der Sowjetunion
Haben wir, wenn wir darüber nachdenken, evtl. auch für andere Gebiete entsprechende Daten, welche das Einsetzen der Korruption besonders beschleunigt haben?
Inwieweit ist diese Frage von Relevanz?
Nun, sie korreliert mit der Frage, ist eine Gesellschaft, in welcher wir selbst zu leben verdammt sind, für uns besser oder schlechter, wenn es weniger Korruption gibt.
Oder nach anders gefragt: Wenn Korruption dazu führt, daß Vermögen in den Händen weniger konzentriert werden, dann fehlt dieses Vermögen, was ja nie verschwindet, sondern stets nur den Besitzer wechselt, nicht zeitgleich jemand Anderem?
Verbinden wir nun diese zwei Fragen, geschichtlich zeitliche Abhängigkeit des Grades an Korruption für jeweilig isoliert zu betrachtende Staaten/Gebiete, mit der darin enthaltenen Wohlstandsentwicklung der breiten Masse (auch mal Libyen oder Bolivien dazu aus dem Augenwinkel betrachten), ergibt sich doch klar die Frage nach dem Gesellschaftssystem, der Ordnung, unter welcher Menschen in der Masse am stärksten streben würden, wenn sie sich über alle Konsequenzen im klaren wären.
Da wir nicht für die ganze Welt in Summe sofort eine Prognose treffen möchten, analysieren wir doch mal schlicht und ergreifend uns, Deutschland.
Wie war die Korruption 1871, 1914, 1936, 1949, 1989 Ost, 1989 West und 2014?
Geben wir diese Zahlen in eine Exceltabelle ein und Zeichnen wir das als Grafik oder stellen wir es uns einfach, bis uns einer dies tatsächlich mit Zahlen unterlegt schlicht und ergreifend als Gedankenmodell vor.
Was stellen wir fest?
a) die Entwicklung
b) die Prognose für unsere Nachkommen
Für uns ergibt sich daraus die alles entscheidende Frage:
Irgendwelche Ideen, für eine Korrektur einer womöglich ungünstigen Prognose?
Bisherige Ideen, global und zunehmend, siehe Prognose, auch national, reichen nur bis zum Tellerrand, den @Dismas sehr schön als Sippe beschreibt.
Heiraten die Kinder außerhalb der Sippe, geht also dieses Ansinnen der jeweiligen Ideen in die Binsen.
Eine Lösung, generationenübergreifend, kann also niemals innerhalb der Sippe funktionieren!
Diese funktioniert AUSSCHLIESSLICH gesamtgesellschaftlich!
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Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."