Obscur - Such dein Vertrauen dort, wo du es gelassen hast.
Wenn der Gläubiger bereits vorher weiß, dass der Schuldner gar nicht
zahlen kann und im das Geld trotzdem gibt, es ihm sogar aufdrängt,
dann
hat er in einem Zivilverfahren um die Schulden nicht den Hauch einer
Chance.
Das ist völlig falsch. ...
Nein, das kommt der Wahrheit sogar sehr nahe! Deine Rechtsauffassung ist
ein wenig überaltert, azur.
Erstens ist das barer Unfug. Natürlich kann sich jeder Schuldner zu allem möglichen verpflichten. Sogar zu Dingen, die er noch nicht hat. Wer z. B. ein Darlehn aufnimmt, tut dies ja eben gerade, weil er es noch nicht hat.
Was meinst Du, warum es Bonitätsprüfung, Bürgschaften, Sicherheiten gibt?Weil es eben reichlich vorkommt, dass sich wer zu etwas verpflichtet hat und die Verpflichtung nicht erfüllen kann.
Wenn der Anspruch des Gläubigers entstanden ist, und nicht untergeht, denn wird - was Du als Laie und jung im Forum vielleicht noch nicht weißt, geprüft, wird geprüft, ob er durchsetzbar ist. Und wenn das alles so ist, dann bekommt der Gläubiger einen Titel. Dieser nützt ihm direkt aber noch nichts, sondern nur, wenn der Schuldner leisten kann. Wenn fruchtlos gepfändet wird, dann ist eben nichts zu machen. Wie das berühmte Sprichwort ist: Wo nichts ist, da hat der Kaiser sein Recht verloren.
Das war schon immer so, und daran kann sich auch nichts ändern. Denn wir leben in einer Welt der Verpflichtungen in einer Vielzahl von Leistungsaustauschen.
Istofern ist das obscur, was Du hier versuchst. Zumal Du zweitens doch vom Recht überhaupt keinerlei Ahnung hast, wie Du bisher immer zeigtest. Das ist auch kein Wunder, denn Du hast nicht nur keine entsprechende Ausbildung und kein entsprechendes Wissen. Stattdessen kommst Du gern, aus schleierhafte Gründen, von oben herab. Es zeigt und zeigte sich aber bisher überhaupt kein Grund, dass man, Deiner Einschätzung, die grundfalsch ist, irgend ein Gewicht bemessen könnte.
Wenn ein Gläubiger so blöd ist und Geld gegen Rückgewähr so hingibt, dass es unwahrschneinlich ist, dass er es zurück erhält, dann ist das schlicht sein (meist unternehmerisches) Risiko.
Auch nichts Neues im Kapitalismus, der funktioniert: http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmerrisiko
Wir sind inzwischen weiter als Du denkst.
Bitte: Erstens wer sei hier "Wir"?!
Das ist nicht nur ominös, sondern man fragt sich, ob man das überhaupt wissen will.
Und: "weiter"...
![[[euklid]]](images/smilies/euklid.gif)
In der Schuldenwirtschaft war man nie weiter und wird es nicht sein. Es gibt den alten schönen Rechtssatz: Such dein Vertrauen dort, wo du es gelassen hast.
Der Gläubiger muss sich schon überlegen, ob er das Risiko eingehen kann. Der Schuldner für seine Verpflichtung auch.
Das war so, und das ist so, und das bleibt so.
Zudem täuscht Du hier schon wieder einen Kenntnisstand vor, der überhaupt nicht vorhanden ist. Was Du bisher in diesen Fragen zeigstest, ist das krasse Gegenteil.
In den USA (also quasi dem Mutterland von Turbokapitalismus und
Neoliberalismus) hat es doch tatsächlich einer geschafft, die Bank zu
verklagen, die wollte wieder ihren Kredit zurückbezahlt haben mit Zinsen,
er hatte sich ein Haus gekauft oder gebaut (weiß nicht mehr).
Ja, genau: Weiß nicht mehr..!
Oder irgendwie war das doch irgendwie so, oder?
Die Bank
hatte ihm glaub ich das Haus dann sogar abgenommen. Er bekam Recht - und
zwar beim höchsten Gerichtshof!
Bei allerhöchsten, sicherlich!
Welchem denn? Du hast eine Quelle?
Wenn Du mir etwas Zeit läßt, dann suche ich Quellenangaben zusammen.
Na, dann bin ich aber gespannt. Es ist aus einem anderen Rechtskreis, das ist Dir sicher klar, oder? Aber auch dort ist es so, wie im besten Kapitalismus: Es gibt das Wagnis, und den Gewinn, Verträge und das Vertrauen darauf.
Eines der Hauptargumente war, dass eine Bank Geld aus dem NICHTS schöpft,
Das steht in Urteilen? Na dann mal her damit.
Vermutlich ist es eher so, dass eher irgend etwas aufgeschnappt und verstanden wurde, und hier wird mal wieder so getan.
und für diese leistungslose Tat nicht auch noch Zinsen verlangen darf.
Das stand in einem Urteil aus der westlichen Welt?
Sag mal, veralbern willst Du uns doch wohl nicht, oder?
Dieses Urteil ging durch die alternative Szene wie ein Lauffeuer.
In der alternativen "Szene", soso (aber nicht die mit der alternativen Liste?).
Weißt Du, was wir hier schon alles so aus den "alternativen Szenen" besprachen? Vorschläge, wie einfach morgen ohne Geld auszukommen usw. Das wenigste war wirklich profund, vieles eher überhaupt nicht.
Es ist Dir auch hoffentlich klar, dass ein Urteil noch nicht alles sagt (die Frage ist ja immer, wessen Urteil wen bindet!). Und sollte es in den Staaten sein, dann klärt Dich gern mal jemand über dortige Merkwürdigkeiten auf, die es nicht selten gibt.
Ist
vielleicht 2 Jahre oder so her.
Oder so...
Man, man, man, Friedrich. Was sollte das denn.
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