Blumen sind nicht angebracht
Hallo nereus,
Ihr posting startet mit : Die Kriegsgeräusche werden lauter und eine Sammlung von Stimmen, die einen atomaren Krieg in Europa nicht ausschließen.
Danach gibt es Erklärungsversuche, warum das so ist
Dann These @politicaleconomy:
Altersschwacher Hegemon weg, die Rettung heißt Achse Paris-Berlin-Moskau-Peking
Warum: weil sonst WKIII
Voraussetzung: starkes vereintes Europa
Diese These habe ich weiterentwickelt:
Geopolitisch kann es keinen Teil Paris-Berlin geben, wenn es eine starke vereinte EU geben muß.
Den Teil Moskau-Peking wird es so auch nicht geben, da diese beiden Länder die BRICS forcieren.
Daraus meine Folgerung: EU-BRICS
Ist NICHT meine Meinung, sondern nur eine mMn sinnvolle Konkretisierung der These.
(die Wadenbeißerei betrifft nur das schmückende Beiwerk –fehlendes Personal...
verstehe das auch nicht als Wadenbeißerei, sondern als Infragestellung der geäußerten Gedanken)
Sie schreiben: Ist das Ihr Eingeständnis, dass die Achse nicht
verwirklicht werden kann, ohne in einem WKIII zu enden?
Wenn ja, sind Gedanken in dieser Richtung nur akademische Übung ohne
Sinn. Ich nenne das zugemüllter Kopf.Nein, es ist eine theoretische Annahme, daß man mit dieser Möglichkeit
rechnen sollte.
Es sollte eher die Anstrengungen verstärken dagegen etwas zu
unternehmen.
Nein. Man kann nicht die Notwendigkeit der Veränderung mit den Totschlagargument WKIII verunmöglichen und dann doch über die Leiche fabulieren. Dann sollte zuerst das Totschlagargument aufgelöst werden.
(Ich habe auch geschrieben:
Wenn nein, muß wohl ein gangbarer Weg gefunden werden, der den WKIII sicher verhindert und das gewünschte Ziel erreichen lässt.
Das von Varoufakis Aufgezeigte ist vielen schon seit Jahren bekannt;
neu ist nur, dass ein amtierender Politiker dies offen sagt und dafür von
einigen im Netz als Lichtgestalt gefeiert wird.Einen Diamanten kann man eben erst bejubeln wenn man ihn gefunden hat.
Na ja, die Diamanten von heute sind vielleicht schon die Glasperlen von morgen.
Wenn Blockbildung als zwingend vorausgesetzt wird: Die Achse muß
heißen EU-BRICSJa, absolute Zustimmung.
Warum?
Entsteht sie doch, braucht es für alle Teilstaaten eine komplette
Neuausrichtung auf die Achse: Als Stichworte fallen mir ein
Friedensverträge, NATO-Mitgliedschaft, ‚störende’ bilaterale
Verträge mit VSA, stationierte Truppen, Waffensysteme, Währungen,
IMF-Mitgliedschaft, SWIFT etc.
Ist das ohne die Mitwirkung der VSA, GB und anderer möglich?
Will ich das? Wollen wir das? Wollen alle anderen Europäer das?Super Gedanken!
Komme gleich darauf zurück.
Wann?
Der Hegemon muß therapiert und möglichst geheilt werden.
Wer ist der Hegemon?
Das ist die alles entscheidende Frage!
Hallo, haben Sie den Faden verloren?
Jegliches politische Denken muß auf multipolar eingeschworen werden,
die UNO und der Haager Gerichtshof (Zwangsmitgliedschaft für alle) müssen
gestärkt, der Sicherheitsrat muß reformiert werden. Und einiges mehr.
Riecht stark nach NWO und darauf soll es wohl auch hinauslaufen.
Ist aber letztlich der einzige vernünftige Weg, wenn die Weltbevölkerung
in Frieden weiterleben will.
Unter dem Stichwort NWO kann man sich ja durchaus auch differenzierten
Gedanken hingeben, nicht wahr?
Bitte nicht NWO, müllt nur den Kopf zu, zu viel VT.
Möchte damit nur ausdrücken, dass Institutionen mit globaler Ausrichtung so gestärkt werden müssen, dass sie auch tatsächlich globale Funktionen ausüben können (und nicht einseitig dominiert werden).
Seit Ende WKII sind alle wesentlichen Strukturen in D von den VSA
gegründet und bestimmt worden. Im Laufe der Jahrzehnte bis heute ist nicht
nur D, sondern der gesamte Westen nahezu vollständig von Ami-Geld,
Politik, Kultur, und allen sonstigen Trends durchdrungen worden.
Weitgehend alle Spitzenleute, die national besonders jedoch international
in der ersten Reihe stehen, sind durch entsprechende Ausbildung in den VSA
und den entsprechenden ThinkTanks aus- und weitergebildet. Alle sind in die
von den VSA dominierten Netzwerke integriert, aus denen auch der nötige
Nachwuchs rekrutiert wird.
Diese Durchdringung aller gesellschaftlichen Bereiche, aller großen
Wirtschaftsteilnehmer und der Politik muß bei allen Überlegungen und
allem Frust berücksichtigt werden.
Kein anderes Land hat ein solches Netzwerk aufgebaut, kein anderes Land
hat so viel von sich an den Rest der Welt gegeben (Coca Cola und Co) über
jetzt 65 Jahre. Und D hat einen großen Schluck aus dieser Pulle genommen,
wahrscheinlich den größten!
Und D war nie ein Partner, nie ein Juniorpartner, sondern immer nur ein
Interessensgebiet, vielleicht ein privilegiertes wegen der europäischen
Wurzeln unserer Freunde von über dem großen Teich.
Bei dem Wunsch einer Umorientierung in großem Stil ist dies alles zu
bedenken.
Ebenso bei der Beurteilung der Protagonisten.Das gehört in die Sammlungen und dafür gibt es einen extra großen
Applaus!
Sehr wichtige Argumente, die meiner Ansicht so klar hier noch nie
ausgesprochen wurden.
Alles Geschwätz um die Thematik und eventuelle Lösungsvorschläge
ergeben nur Sinn wenn genau das in die „Rechnung“ für eine
Neuausrichtung einkalkuliert wird.Und nun komme ich auf die Fragen (sinngemäß) von weiter oben zurück.
Ist das ohne VSA, GB möglich, will ich das, wollen wir das?Darf ich kurz eine Profil-Analyse erstellen.
Hier spricht jemand der unter bundesrepublikanischen Bedingungen aufwuchs
– kein Ex-Ossi (höchstens Spätaussiedler 50er, 60er) – und der in
diesem Land bislang ziemlich gut zurecht kam und ggf. sogar ein wenig oder
mehr von diesen Netzwerken profitiert hat.
In den letzten Jahren hat dieser Jemand aber erkannt, daß der gute Onkel
aus Amerika, seit dem er immer mehr säuft (siehe Verschuldung), zunehmend
aggressiver wird und den Hausfrieden bedroht.
Damit hat jemand ein Problem, weil er das in dieser Form nicht mehr
hinnehmen will. Außerdem passen die alten Feindbilder nicht mehr - die
Welt ändert sich.
Und daher offenbart sich ein innerer Zwiespalt, der zwischen „schöner
alter Zeit“ und bedenklichen Aussichten (wie wird das wohl enden)
schwankt.Wo liege ich falsch in meiner Kurzanalyse?
Hatte gehofft, Antworten auf die gestellten Fragen lesen zu können.
Stattdessen wechseln Sie auf eine persönliche Ebene.
Warum?
Brauchen Sie Infos für Ihr Foristen-Dossier?
Ok, Versuch einer Antwort:
Das Geschriebene ist ein Teil meines Weltbildes, emotionslose Betrachtung ohne Wertung.
Könnte auch von vielen Westlern außerhalb D stammen, ebenso von Ostlern, wobei bei ihnen die Ausprägung der Gedanken wegen fehlender Teilnahme eine andere sein dürfte (original Jeans waren überall begehrt, Plagiate sind halt nur ein Trostpflaster).
Deshalb kein guter Onkel aus Amerika und kein böser Bube aus Russland.
Betrachte ich die letzten 25 Jahre, kann ich nur bei aufgesetzten Scheuklappen den einen Bösebub sehen, setze ich sie ab, kommen einige mehr ins Blickfeld.
Viele sind zu erkennen, die sich mit mehr oder weniger heftigem Gehabe hinter den Fordersten drängen. Und alle brechen den Frieden weltweit und bedrohen damit auch unseren Hausfrieden.
Feindbilder kann ein Mensch nur haben, wenn er das Bild des vermeintlichen Feindes kennt oder indoktriniert ist. Für mich trifft beides nicht zu. Deshalb auch kein Problem damit.
Es geht nicht um die schöne alte Welt, es geht um den Wandel der Protagonisten.
Es geht um eine Frage, die ich seit langen Jahren unbeantwortet mit mir rumschleppe:
Wissen die da oben es nicht besser, meinen sie nicht anders zu können/dürfen oder ist deren Agenda wegen der beschriebenen Vernetzung weitgehend deckungsgleich mit der der anderen.
Solange diese Frage nicht beantwortet ist, kann ich nur emotionslos analysieren, kann Verbalinjurien als Ersatzantwort nicht verstehen.
Übrigens habe ich in meinem kleinen Weltbild etwas Wichtiges vergessen: Die Sprache
Als die VSA die Briten beerbten, haben die ja sprachlich schon gut vorgearbeitet.
Anglizismen haben sich im Westen Europas wie eine Epidemie ausgebreitet, heute sind wir schon so weit, daß ganze Branchen ohne Englisch nicht mehr überleben könnten, bzw. von Englisch komplett vereinnahmt sind.
Dies kann man unter Internationalisierung verbuchen, ja, aber der Muttersprachler hat doch einen entscheidenden Vorteil und die potentielle Bindung an das Ursprungsland ist groß.
Wo Sie falsch in Ihrer Kurz-Analyse liegen, müssen Sie schon selbst analysieren.
Über eine Antwort auf gestellte Fragen, wie weiter oben angekündigt, würde ich mich freuen.
Freundliche Grüße
KK
Ideologien wandeln den Kopf zum Wirrkopf
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