Achse EU-BRICS
Hallo Phoenix5,
sehe das genauso wie du.
Na ja, nicht ganz. In Ihrer Achse fehlt Peking.
Warum?
Dieses Bündnis wäre die einzige Möglichkeit, den Niedergang signifikant zu > bremsen.
Die Achse ist demnach nur nötig, um den unvermeindlichen Niedergang zu verzögern.
Gibt es also keine Alternative, die denkbar diesen Niedergang nicht beinhaltet?
Da sich aber ein Imperium wie die USA nicht einfach zum Sterben schlafen
legen wird, werden die den dritten Weltkrieg vom Zaun brechen, wenn sie
riechen, dass es in diese Richtung geht.
Ist das Ihr Eingeständnis, dass die Achse nicht verwirklicht werden kann, ohne in einem WKIII zu enden?
Wenn ja, sind Gedanken in dieser Richtung nur akademische Übung ohne Sinn. Ich nenne das zugemüllter Kopf.
Wenn nein, muß wohl ein gangbarer Weg gefunden werden, der den WKIII sicher verhindert und das gewünschte Ziel erreichen lässt.
Haben Sie dazu eine zündende Idee, eine die die derzeitigen Gegebenheiten berücksichtigt ohne irgendwelche Axiome realisiert werden kann?
Das sehen Sie genauso:
Es ist erforderlich, eine neue globale (???) Hegemonialmacht zu formieren, ein vereinter eurasischer Kontinent, eine Achse Paris-Berlin-Moskau(-Peking).
Geht’s nicht ein bischen größer?
Wie wär es mit Paris-Berlin-BRICS
Dafür braucht es ein starkes, vereintes Europa
Dann sollte die Achse wohl besser EU – BRICS heißen?
Das dafür nötige Personal stirbt in Westeuropa gerade aus, (es muß irgendwo neues Personal rekrutiert werden).
Die neue Achse hat mehr als genug Personal, kein Problem. Vielleicht müssen wir uns sprachlich etwas anpassen.
Die asiatisch-christliche Wertegemeinschaft muß gepflegt werden.
Was das ist, wird uns der neue Chef der neuen Hegemonialmacht schon früh genug erklären (nach der sprachlichen Anpassung natürlich).
Die Achse muß sich gegen den im Aufstieg befindlichen Expansionsdrang des Islamgürtels positionieren.
Unbedingt!
Was machen wir aber mit den paar hundert Millionen Islamis, die in der neuen Hegemonialmacht beinhaltet sind?
Wahrscheinlich kein Problem, sind ja nur der friedliche Teil.
Sinn des Ganzen:
Die demographische Schwäche mag sich so noch für eine gewisse Zeit besser durch die intellektuelle und technologische Überlegenheit kompensieren lassen und den Niedergang der europäischen Zivilisation etwas bremsen.
Daß man den Geburtenrückgang ggf. bremsen/umkehren kann, wenn man für zukunftsfähiges Dasein sorgt, ist nicht so angesagt, oder?
Nee, die neue Hegemonialmacht ist ja doch nur auf Zeit gedacht. Gell? Soll ja nur bremsen.
Und abgesehen davon bräuchte es wirklich einen grundlegenden
Regimewechsel, denn schwache Opportunisten und US-Befehlsempfänger wie
Merkel würden, wenn ihnen plötzlich die Erleuchtung zuteil werden würde,
allein um den Gesichtsverlust zu vermeiden, keine andere Richtung
einschlagen und außerdem von Moskau auch nicht mehr als Partner akzeptiert
werden. Dafür haben sie zu viel kaputt gemacht.
Selbst wenn das alles stimmt, ... s.o.
Wie kaputt diese Frau und ihr ganzes Regime wirklich sind, hat Varoufakis
schön aufgezeigt, als er für mich zum ersten Mal plausibel die Haltung
Berlins in der EURO-Krise (und in Folge dessen auch ggü. Griechenland,
aber auch gegenüber dem eigenen deutschen Volk, das sie ausbluten!)
erklärt hat: Die wollen einfach ein klein wenig politische Macht in
Europa, v.a. gegenüber Frankreich. Mit solchen Kindereien ist kein Staat
zu machen und schon gar nicht ein selbstbewusstes Europa. Nach oben (US)
buckeln, nach unten (EU) treten. Die Frau und ihr ganzer geisteskranker
Appendix gehören dringend weg oder nach Washington entsorgt.
Das von Varoufakis Aufgezeigte ist vielen schon seit Jahren bekannt; neu ist nur, dass ein amtierender Politiker dies offen sagt und dafür von einigen im Netz als Lichtgestalt gefeiert wird.
(der Rest ist ohne Inhalt, deshalb auch nicht kommentierbar)
Meine Mini-Zusammenfassung, da das Thema extrem komplex ist:
Wenn Blockbildung als zwingend vorausgesetzt wird:
Die Achse muß heißen EU-BRICS
Voraussetzung ist demnach eine starke vereinte EU mit neuen Strukturen und passendem Personal.
Die wird es auf demokratischem Weg in absehbarer Zeit nicht geben (Volksentscheide), möglicherweise zerfällt die EURO-Zone und einiges mehr nach den nächsten Wahlen in Frankreich.
Entsteht sie doch, braucht es für alle Teilstaaten eine komplette Neuausrichtung auf die Achse:
Als Stichworte fallen mir ein Friedensverträge, NATO-Mitgliedschaft, ‚störende’ bilaterale Verträge mit VSA, stationierte Truppen, Waffensysteme, Währungen, IMF-Mitgliedschaft, SWIFT etc.
Ist das ohne die Mitwirkung der VSA, GB und anderer möglich?
Will ich das?
Wollen wir das?
Wollen alle anderen Europäer das?
Meine Mini-Alternative (ist derzeit eine Illusion wegen unpassendem Personal):
Der Hegemon muß therapiert und möglichst geheilt werden.
Jegliches politische Denken muß auf multipolar eingeschworen werden, die UNO und der Haager Gerichtshof (Zwangsmitgliedschaft für alle) müssen gestärkt, der Sicherheitsrat muß reformiert werden. Und einiges mehr.
Dann braucht es vielleicht keine Blockbildung mehr, zumindest keine nur militärisch orientierte.
Eine letzte wertfreie Einschätzung:
Seit Ende WKII sind alle wesentlichen Strukturen in D von den VSA gegründet und bestimmt worden. Im Laufe der Jahrzehnte bis heute ist nicht nur D, sondern der gesamte Westen nahezu vollständig von Ami-Geld, Politik, Kultur, und allen sonstigen Trends durchdrungen worden.
Weitgehend alle Spitzenleute, die national besonders jedoch international in der ersten Reihe stehen, sind durch entsprechende Ausbildung in den VSA und den entsprechenden ThinkTanks aus- und weitergebildet. Alle sind in die von den VSA dominierten Netzwerke integriert, aus denen auch der nötige Nachwuchs rekrutiert wird.
Diese Durchdringung aller gesellschaftlichen Bereiche, aller großen Wirtschaftsteilnehmer und der Politik muß bei allen Überlegungen und allem Frust berücksichtigt werden.
Kein anderes Land hat ein solches Netzwerk aufgebaut, kein anderes Land hat so viel von sich an den Rest der Welt gegeben (Coca Cola und Co) über jetzt 65 Jahre.
Und D hat einen großen Schluck aus dieser Pulle genommen, wahrscheinlich den größten!
Und D war nie ein Partner, nie ein Juniorpartner, sondern immer nur ein Interessensgebiet, vielleicht ein privilegiertes wegen der europäischen Wurzeln unserer Freunde von über dem großen Teich.
Bei dem Wunsch einer Umorientierung in großem Stil ist dies alles zu bedenken.
Ebenso bei der Beurteilung der Protagonisten.
Freundliche Grüße
KK