Anfangs ein wenig Wadenbeißerei, aber schließlich ganz großer Abgang

nereus, Donnerstag, 30.04.2015, 07:53 (vor 3913 Tagen) @ KK6303 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.04.2015, 12:47

Hallo KK!

Sie schreiben: Ist das Ihr Eingeständnis, dass die Achse nicht verwirklicht werden kann, ohne in einem WKIII zu enden?
Wenn ja, sind Gedanken in dieser Richtung nur akademische Übung ohne Sinn. Ich nenne das zugemüllter Kopf.

Nein, es ist eine theoretische Annahme, daß man mit dieser Möglichkeit rechnen sollte.
Es sollte eher die Anstrengungen verstärken dagegen etwas zu unternehmen.

Das von Varoufakis Aufgezeigte ist vielen schon seit Jahren bekannt; neu ist nur, dass ein amtierender Politiker dies offen sagt und dafür von einigen im Netz als Lichtgestalt gefeiert wird.

Einen Diamanten kann man eben erst bejubeln wenn man ihn gefunden hat. [[zwinker]]

Wenn Blockbildung als zwingend vorausgesetzt wird: Die Achse muß heißen EU-BRICS

Ja, absolute Zustimmung.

Entsteht sie doch, braucht es für alle Teilstaaten eine komplette Neuausrichtung auf die Achse: Als Stichworte fallen mir ein Friedensverträge, NATO-Mitgliedschaft, ‚störende’ bilaterale Verträge mit VSA, stationierte Truppen, Waffensysteme, Währungen, IMF-Mitgliedschaft, SWIFT etc.
Ist das ohne die Mitwirkung der VSA, GB und anderer möglich?
Will ich das? Wollen wir das? Wollen alle anderen Europäer das?

Super Gedanken!
Komme gleich darauf zurück.

Der Hegemon muß therapiert und möglichst geheilt werden.

Wer ist der Hegemon?
Das ist die alles entscheidende Frage!

Jegliches politische Denken muß auf multipolar eingeschworen werden, die UNO und der Haager Gerichtshof (Zwangsmitgliedschaft für alle) müssen gestärkt, der Sicherheitsrat muß reformiert werden. Und einiges mehr.

Riecht stark nach NWO und darauf soll es wohl auch hinauslaufen.
Ist aber letztlich der einzige vernünftige Weg, wenn die Weltbevölkerung in Frieden weiterleben will.
Unter dem Stichwort NWO kann man sich ja durchaus auch differenzierten Gedanken hingeben, nicht wahr?

Seit Ende WKII sind alle wesentlichen Strukturen in D von den VSA gegründet und bestimmt worden. Im Laufe der Jahrzehnte bis heute ist nicht nur D, sondern der gesamte Westen nahezu vollständig von Ami-Geld, Politik, Kultur, und allen sonstigen Trends durchdrungen worden.
Weitgehend alle Spitzenleute, die national besonders jedoch international in der ersten Reihe stehen, sind durch entsprechende Ausbildung in den VSA und den entsprechenden ThinkTanks aus- und weitergebildet. Alle sind in die von den VSA dominierten Netzwerke integriert, aus denen auch der nötige Nachwuchs rekrutiert wird.
Diese Durchdringung aller gesellschaftlichen Bereiche, aller großen Wirtschaftsteilnehmer und der Politik muß bei allen Überlegungen und allem Frust berücksichtigt werden.
Kein anderes Land hat ein solches Netzwerk aufgebaut, kein anderes Land hat so viel von sich an den Rest der Welt gegeben (Coca Cola und Co) über jetzt 65 Jahre. Und D hat einen großen Schluck aus dieser Pulle genommen, wahrscheinlich den größten!
Und D war nie ein Partner, nie ein Juniorpartner, sondern immer nur ein Interessensgebiet, vielleicht ein privilegiertes wegen der europäischen Wurzeln unserer Freunde von über dem großen Teich.
Bei dem Wunsch einer Umorientierung in großem Stil ist dies alles zu bedenken.
Ebenso bei der Beurteilung der Protagonisten.

Das gehört in die Sammlungen und dafür gibt es einen extra großen Applaus! [[applaus]]
Sehr wichtige Argumente, die meiner Ansicht so klar hier noch nie ausgesprochen wurden.
Alles Geschwätz um die Thematik und eventuelle Lösungsvorschläge ergeben nur Sinn wenn genau das in die „Rechnung“ für eine Neuausrichtung einkalkuliert wird.

Und nun komme ich auf die Fragen (sinngemäß) von weiter oben zurück. Ist das ohne VSA, GB möglich, will ich das, wollen wir das?

Darf ich kurz eine Profil-Analyse erstellen. [[zwinker]]

Hier spricht jemand der unter bundesrepublikanischen Bedingungen aufwuchs – kein Ex-Ossi (höchstens Spätaussiedler 50er, 60er) – und der in diesem Land bislang ziemlich gut zurecht kam und ggf. sogar ein wenig oder mehr von diesen Netzwerken profitiert hat.
In den letzten Jahren hat dieser Jemand aber erkannt, daß der gute Onkel aus Amerika, seit dem er immer mehr säuft (siehe Verschuldung), zunehmend aggressiver wird und den Hausfrieden bedroht.
Damit hat jemand ein Problem, weil er das in dieser Form nicht mehr hinnehmen will. Außerdem passen die alten Feindbilder nicht mehr - die Welt ändert sich.
Und daher offenbart sich ein innerer Zwiespalt, der zwischen „schöner alter Zeit“ und bedenklichen Aussichten (wie wird das wohl enden) schwankt.

Wo liege ich falsch in meiner Kurzanalyse?

mfG
nereus


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