Die Achse hinkt.
So schön das wäre, wenn man sich auf einem Kontinent super gut verstehen würde. Die Gesellschaft blüht auf, die Wirtschaft floriert, Gleichgesinnte spielen im gleichen Sandkasten, ohne sich gegenseitig Mist in den Sand zu werfen, weil sonst später der ganze Sandkasten vergammelt und stinkt und dort niemand mehr sein will.
Das Problem ist nur, dass die Rechnung so nicht aufgeht. Wäre der Kontinent homogen, dann gäbe es da gute Chancen.
Aber in diesem Sandkasten sitzen auch Kinder, die das neue Spiel mit den neuen Regeln noch nicht begriffen haben und zu oft an den alten Sandkasten denken, in dem verschiedene Kinder den Sand der anderen dreckiger gemacht haben, damit sie am Ende in ihrer Ecke den schönsten Sand hatten. Diejenigen, die sich jetzt besinnen müssten, hatten oft dreckigen und meinen jetzt, dass man sich am besten mit dem Typen aus dem benachbarten Sandkasten gut stellen sollte, der seit Anfang an sauberen Sand für ein paar Förmchen verspricht.
Und so handeln einige Kinder so, dass sie dem Typen mit dem sauberen Sand glauben und einiges dafür tun, dass sie sauberen Sand versprochen kriegen. Aber Obacht: versprochenen Sand, nicht bereits gelieferten! Und so fehlt es den Kindern im Sandkasten an Bereitschaft zur Diskussion der möglichen neuen Regeln, weil der Typ aus dem anderen Sandkasten das zu verhindern weiß.
Und wie man das allen Kindern klarmachen soll, dass sie lieber mit denen im eigenen Sandkasten reden, ist mir noch nicht eingefallen.
Gruß
stocksorcerer