Das Dilemma der Fluggesellschaften

Mephistopheles, Datschiburg, Dienstag, 14.04.2015, 21:02 (vor 3926 Tagen) @ melethron9229 Views

"In der öffentlichen Diskussion wird fälschlicherweise vermittelt,
dass von psychischen Erkrankungen, insbesondere eine der häufigsten, der
Depression, Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen, gegen die
Schutzmaßnahmen erforderlich sind."

Nichts wäre den Fluggesellschaften lieber, als wenn es in der Öffentlichkeit beim Bild eines Depressiven bliebe.

Da könnten sie gerne darauf hinweisen, dass sie sich bei Einstellungstests noch mehr Mühe geben würden, um Depressive sicher auszuschließen usw..
Wahrscheinlich schafft es sogar bereits heute keine depressiv Veranlagter bis in die Pilotenkanzel, weil das können die Fluggesellschaften überhaupt nicht brauchen.

Auf der anderen Seite wird "Depression" gerne zur Selbstdarstellung vorgeschoben, wenn im sozialen Umfeld der Verdacht aufkommt, da sei etwas "Psychisches", weil es nun mal die einzige gesellschaftlich akzeptierte psychische Erkrankung ist.
Die Leute können sowieso nicht zwischen einer depressiven Episode (entspricht Erkältung und ist harmlos) und einer endogenen Depression (entspricht Grippe mit Lungenentzündung bei Immunabwehrschwäche und ist immer lebensgefährlich) unterscheiden.

Das Dilemma der Fluggesellschaften besteht darin, dass sie eben Narzissten dringend benötigen für Führungsaufgaben.
Nichts qualifiziert einen für eine leitende Funktion im Unternehmen mehr als eine narzistische Persönlichkeitsstruktur.
Und ein Pilot hat eindeutig eine gehobene Position (gut für Narzissten), muss Verantwortung übernehmen (gut für Narzissten) und entscheidungsfreudig sein. (gut für Narzissten) und ist entscheidungsbefugt (gut für Narzissten).

Und jetzt kann halt ein konstruktiver Narzissmus, der so dringend benötigt wird, jederzeit bei einer Kränkung in einen destruktiven Narzissmus umschlagen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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