Ich würde keine Fragen stellen... (mT)

melethron, phase space, Freitag, 27.03.2015, 08:53 (vor 3945 Tagen) @ ebbes10635 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 27.03.2015, 12:41

Hey ebbes,

ich würde keine Fragen stellen, wenn ich das Gefühl hätte, dass manche Beitragsschreiber sich selber Fragen stellen, bevor sie Beiträge schreiben. Ich sehe ja mittlerweile aufgrund deiner Beiträge, dass bei dir wohl kritisches Hinterfragen nur andere aber dich nicht betrifft.

Aber um auf den Grund meiner Frage zu kommen. Bei einem erweiterten Suizid handelt es sich meist um sehr narzistische Menschen vgl etwa dieser Fall hier. Mein sehr subjektiver Eindruck ist übrigens auch, dass Narzissmus immer mehr zunimmt (etwa auch hier im Forum).

Einem solchen Menschen geht es bei einem Suizid nicht darum, "möglichst viele mitzunehmen", sondern die anderen in der "Scheiß Welt" sind ihm schlicht egal und er nimmt deren Tod billigend in Kauf. Ein solcher Selbstmörder hält auch die narzistische Fassade recht lange aufrecht und eine Kleinigkeit kann ausreichen ihn "zum Platzen" zu bringen.

Bisher ist es zu früh, um sich wirklich ein Bild machen zu können, aber das Wenige, das bekannt ist, widerspricht einem überhöhten Narzismus nicht. Starke Fixierung auf Pilotenkarriere. Sport nicht nur privat sondern auch bei Wettkämpfen.

Einer solchen Person merkt das weitere Umfeld (Verein) auch die Labilität nicht zwingend an, da gerade die Außenwirkung und Fassade ein Teil des Krankheitsbildes sind. Eine kleine Kränkung kann dabei auch als Auslöser reichen. In der Publikation Krisenintervention bei narzisstischen Persönlichkeitsstörungen heißt es:

"Die in ihrem Selbstwertgefühl verunsicherbare Persönlichkeit
benötigt zur Aufrechterhaltung ihres labilen, narzisstischen
Gleichgewichts in ihrer Umgebung idealisierbare Personen,
die unbedingt und zuverlässig stabilisierend wirken sollen.

Versagt diese Umgebung, zum Beispiel durch Kränkung und
Enttäuschung, kommt es zu einer „narzisstischen Katastrophe“,
die abgewehrt werden muss."


Mal sehen, was sich die Tage so ergibt. Vielleicht war es einfach eine Beziehungskrise und schon platzt die idealisierte Traumwelt, die er sich über Jahre aufgebaut hat. Dass der gelebte Traum schnell zur Enttäuschung wird, wenn er nur zur Überkompensation dient, ist keine Seltenheit. Aber genug spekuliert. Ich warte aber lieber mal Fakten ab. Widersprüche bei der bisherigen offiziellen Darstellung sehe ich bis dato aber mal keine und es ist auch noch nix erwiesen.

Grüße
melethron

--
„It’s the Second Law of Thermodynamics: Sooner or later everything turns to shit.“ - Woody Allen


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