Die Macht ist mit dir!
Hallo Luke,
Wenn Du willst, hast Du die Macht dazu. Wenn nicht, dann nicht.
Ich vergaß, natürlich so wie Luke Skywalker im "Krieg der Sterne". Jedischüler Zarathustra muss sich nur auf einen gewollten Zielzustand konzentrieren ("etwas wollen") und Kraft seines Willen durchströmmt ihn das Potential (die dogmatische "eigentliche" Macht), um den gewollten Zustand zu realisieren! Das ist aber schon etwas, das ist aber schon etwas.
Meine Herren, ich bitte um Applaus.
Dieses Potential, welches du als eine sich dezentral anbietende Energie
zum Antrieb des Systems der Funktionseinheiten zu erkennen glaubst, ist von
Anfang an ein an die Funktionseinheiten zentralistisch verliehenes
Fremdpotential, durch welches die Funktionsräume der Einheiten erst
entstehen.
Die Frage der Herkunft des Potentials (die Möglichkeit Eigentum zu
halten, zentralmachtbasierte Vergeldlichung einer Einheit durch
Abgabenzwang, etc.) ist von wesentlicher Bedeutung.
Es gibt keinen potenziellen Weltenlauf. Es gibt nur den einen, den einzig
möglichen.
Wie bereits in früheren Diskussionen erklärt, ist uns nicht einmal eine Messgröße für die Bühne dieses schienenartigen Weltenlaufes, dem Bewusstseinsinhalt, bekannt.
Du gibst dich auf, indem du der bloßen "Annahme" verfällst, dass es einen Weltenlauf gibt, der unabhängig von den ihn mentalisierenden Bewusstseinen seinen Lauf nimmt. Der Weltenlauf ist ein bloßes Mentalkonstrukt, analog zu Zeit & Raum. Was ist die diesen Weltenlauf greifbar machende Zeit und der Raum ohne das Mental welches ihn konstruiert?
Richtig, nichts! Diese Relativität dürfte dir doch zu Ohren gekommen sein.
Du weißt, dass es keinen einzigen Beweis für einen vorprogrammierten Weltenlauf gibt und du dir diesen, nun aufgepasst, nur als einen Gedanken im Hier & Jetzt "konstruierst". Kurzum:
Für deine Behauptung braucht es immer und ausschließlich einen extern "gedachten Blickwinkel", der, das darüber gilt es sich eindringlich bewusst zu werden (!), immer nur als ein mentales Konstrukt des Zarathustra oder seines Lesers existiert.
Merke zudem: Es gibt keine naturwissenschaftliche Präzisierung, nicht einmal eine Messgröße für die Bewusstseinsinhalte, so dass das für deine Dogmen notwendige top down / bottom up Verfahren letztendlich nur eine diese Tatsache verschleiernde und unbewiesene Annahme darstellt.
Dies versteht Kurt so gut wie Einstein, Schopenhauer, Nietzsche, Diodoros
Kronos et al., aber die Mehrheit versteht es heute nicht und wird es auch
in Zukunft nicht verstehen. Potentiale sind Hirngespinnste, und zwar
äusserst perfide.
Nein, greif nach einem Glas Wasser und werde dir deines Potentials zur Realisation dieser Greifbarkeit bewusst. Aber um zu erkennen, wie wenig dein Potential mit der Aktivierung der Potenz (Handlung) gemeinsam hat, blicke das Glas nur an und werde dir deines Potentials trotz des Durstes bewusst. Du kannst mit deinem Raum & deiner Zeit spielen. Das hat ursächlich nichts mit dem Willen zu tun, sondern mit der dafür notwendigen Potenz. Wenn du gerade in deiner Wohnung kein Wasser greifbar hast, dann kannst du wollen, was du willst, du hast in dem Augenblick kein Potential, um nach dem Glas Wasser zu greifen, oder den Griff nach einem Glas Wasser sein zu lassen. Wille hin oder her.
Wenn man sich dieser Tatsache bewusst wird, dass der Wille (das Wollen) ≠der Macht (dem Möglichen, Potenz) ist, dann lösen sich deine rein auf den Akt ablenkenden Umkreisungen einer Machtstrukturanalyse des Systems in Luft auf.
Du machst den das System simplifizierenden und die Diskussion
entführenden Fehler, aktive Potenzen (die Realisierungsmomente des
Potentials = Handlungsakte) als Zeugnisse selbstbestimmender
Machtpositionen zu erklären.
Es gibt kein Kontingent an möglichen Ereignissen. Ereignisse sind immer
und ausnahmslos die einzig möglichen.
Die Realisierung einer Möglichkeit (der Griff nach dem Glas Wasser) ist möglich, jedoch nicht ausnahmslos und erst recht nicht als einzig mögliche Aktivierung in Zeit & Raum vorprogrammiert. Zentralmachtsysteme stretchen die Zeitschiene so sehr, dass du den Überblick verlierst.
Die Vorprogrammierung ist nur simulativ haltbar, solange die eigene Mentalkonstruktion eines von außen beobachtbaren, unabänderbaren Weltenlaufes als objektive Tatsache kategorisiert wird. Sobald bewusst wird, dass deine "einzige Möglichkeit", die du dir mental durch einen aktivisch vorprogrammierten Weltenlauf zu konstruieren versuchst, nicht mehr und nicht weniger ist, als ein vor dem Gegenwärtigen fliehendes Gedankenkonstrukt, hört der Wahnsinn auf. Du bist nicht Tod weil du später sterben wirst, lieber Zarathustra. Und wir alle sind auch nicht bereits tot, weil wir geboren sind. Es sind Mentalkonstrukte, auf die du als Fahrplan zurückgreifst und dir dadurch pragmatische Standpunkte zu erkämpfen versuchst. Alles in Allem wohl der Angst vor einer tiefen Ungewissheit geschuldet. Anders kann ich mir diese "Alles ist in seinem Lauf bereits vorherbestimmt, damit alternativlos, nicht erklären".
Alternative Weltenläufe existieren
nicht.
In der mentalen Konstruktion des Vergangenen mag das so sein. Gegenwärtig hat jeder, der ein Potential verliehen bekommen hat (angefangen bei der Urschuld) Möglichkeiten (Potentiale) vor Augen, die den Willen im Zaun halten. Deine Suggestion, dass in der Rückwärtsbetrachtung alles nur den einen Weg zu laufen fähig war, ist ein bloßes Gedankenkonstrukt, dass du mit jeder Greifbarkeit eines Glas Wassers für deine zukünftigen Mentalkonstruktionen des Weltenweges beeinflussen kannst. Oder halt nicht, weil dir sinnbildlich beide Arme abgeschnitten wurden und du deshalb unfähig bist, nach dem Glas Wasser zu greifen.
Es gibt nur Vorstellungen von alternativen Weltenläufen.
Es gibt nur die Vorstellung des Weltenlaufes an sich. Potentialität hat nichts, wie ich dir bereits erklärt habe, mit einer die Zukunft bereits wegweisenden und alternativlosen Allmacht zu tun. Niemand kann den Weltenlauf allmächtig beeinflussen. Das jedoch versuchst du geschickt zu suggerieren. Beeinflussen können wir den Lauf der Dinge immer.
Was mich brennend interessieren würde und von dir mit aller Vorsicht durchdacht werden sollte:
Wie definierst du eigentlich einen "alternativlosen Weltenlauf"? Ist dir das überhaupt möglich?
In der
Realität aber kann es nur einen geben, den einzig möglichen.
Ausserdem ist nichts ausschliesslich selbstbestimmt. Du bist sowohl fremd-
wie selbstbestimmt, und Dein Selbst wiederum bestimmt Fremde mit.
Schmetterlinge bestimmen Wirbelstürme mit. Das ist mittlerweile doch
Allgemeinwissen.
Oder sie bestimmen eben keine Wirbelstürme, obwohl sie das Potential zu einem uns unbekannten Augenblick sicher hätten. Die Welt besteht nicht nur aus aktiven Potenzen. Du kannst ein gefesseltes Tier mit einer geladenen Handfeuerwaffe töten, oder du kannst es auch sein lassen. Das Potential (die Macht, es zu töten) ist auch im Augenblick der Abkehr von einer Aktivierung dieser Potenz vorhanden, abgetreten, da das Halten einer Handfeuerwaffe durch Zentralmacht genehmigt werden muss. Sind es äußere Einflüsse, die dich zur Entscheidung zwingen? Kann man es als ein intuitives Handeln beschreiben?
Eine Verstrickung in mechanische Abläufe braucht es zumindest nicht, denn eine Alternativlosigkeit der Entscheidung ist mangels einer Messgröße der Bewusstseinsinhalte trotz aller pseudowissenschaftlichen und das Bewusstsein mechanisierenden Wissenschaft am Ende immer nur eine dogmatische Behauptung.
Und um auf dich zurück zukommen: Mangelndes Potential verleitet sehr schnell dazu, sich einen alternativlosen Weltenlauf als Fundament aller darauf erbauten Mentalkonstruktionen zu genehmigen. Man muss nur ganz fest zurückblicken und die Welt in eine rückwärts ununterbrochene und deshalb auch bereits zukünftig im vergangenen vorprogrammierte Handlungskette verkehren. Mentale Agenten (siehe Metzinger) und Realitätsgeneratoren noch und nöcher.
Du kannst Potentiale bzw. Fähigkeiten (Machtverhältnisse) nicht alleine
auf die Funktionseinheiten projezieren und dort lokalisieren. Es handelt
sich bei einer Analyse der Machtstrukturen immer und ausschließlich um
eine systematische Analyse der "Machtverhältnisse"
(=Potentialräume, Befähigungsebenen, Rechtsräume, Haftungsräume).
Ja, und diese Machtverhältnisse kann jemand, der das Universum, die
Gesellschaft, das 'Individuum', die Organe nicht als fraktal
verschachtelten Organismus sieht, eben nicht verstehen. Wie auch!
Dein mentales Feuerwerk ist binnen Sekunden erloschen, da bewusst wird, dass es sich bei dem Gedanken an das Universum, die Gesellschaft, dem Individuum, oder den in deine Fraktalisierung eingespannten Organen nur um wechselnde mentale Beobachtungsperspektiven handelt. Sie existieren einzig und allein als dein Mentalkonstrukt, als nicht messbare Bewusstseinsinhalte.
Und genau aus diesem Grunde, dem Unterschied zwischen mentalen Perspektivwechseln und der Wirklichkeit, hat jemand, der etwas will, nicht automatisch die Macht, um den gewollten Zustand zu realisieren. Deine mentalen Sprünge durch Zeit & Raum, vom Größten zum Kleinsten und wieder hindurch sind nichts anderes als ständige Perspektivenwechsel.
Kurz: "Ich kann auch nicht deshalb Geld produzieren, weil ich laut Zara ein Teil des Universums bin."
Potenzialität ist keine Frage der Perspektive, sondern einzig und allein eine Frage des Möglichen. Es ist nicht möglich, einen Zustand aufgrund des Willens zu realisieren. Wenn 100.000 Menschen im Berliner Olympiastadion stehen und gegen ein Bauwerk protestieren (es nicht haben "wollen"), dann müssen sie sich einer zentralen Instanz unterordnen, die das Potential (die Möglichkeit) für eine Verhinderung erst schaffen kann. Die Funktionseinheiten (Menschen) im Olympiastadion selbst sind ohne Zentralinstanz (Institutionalisierung) ohnmächtig bzgl. einer Verhinderung. Sie können mit den Händen wedeln, können im Takt pupen oder mit lauten Rasseln schlagen bis der Arzt kommt. Nix tut sich ohne zentrale Instanz.
Es
gibt keine in der Anzahl der Individuen wohnende Macht
(Potentialität),
die im Stande wäre sie zu Funktionseinheiten (allem voran zu
Abgabepflichtigen) zu machen.
Der Charakter der Welt und von deren Teilnehmern bestimmen den Weltenlauf
und der Weltenlauf wiederum den Charakter der Welt. Alles fliesst, immer
und ewig.
Ja, dein altbekanntes Dogma. Kein haltbares Argument, dafür aber ständige Perspektivenwechsel und ein in sich kreisender absoluter Gültigkeitsanspruch, der nicht im Stande ist, zwischen dem Willen und der Macht der Funktionseinheiten zu unterscheiden. In einer alles umfassenden Gleichsetzung und Simplifizierung schwindet dennoch deine Angst vor der Ungewissheit, nicht wahr?! Das hat doch zumindest was Gutes.
Es sind zentralistische Ordnungen der
Potentialität (Zentralmachtordnungen), durch die die
Funktionseinheiten
und ihr lieb gewonnenes Potential ("Ich kauf mir ein Eis!") erst
erschaffen
werden.
Ein Organismus wird bestimmt von unzähligen Organen. Darum heisst er ja
Organismus und nicht Zentrismus.
Im Gegensatz zum Organ (der Funktionseinheit) bezeichnet der Organismus lediglich das "System der Funktionseinheiten als Ganzes" (auch Körper genannt). Diese Bezeichnung erhebt überhaupt nicht den Anspruch, ein über die Unzähligkeit gleichgewichtetes Potential der Funktionseinheiten zu bezeichnen. Das System der einzelnen Funktionseinheiten ist durch zentrische Potenzialräume gekennzeichnet, in denen eben nicht alle Funktionseinheiten dasselbe Potenzial haben. Es geht dabei überhaupt nicht um den Willen der Funktionseinheiten, sondern um die real bzw. gegenwärtig vorhandenen Macht-/Ohnmachtverhältnisse (Grenzen, Ebenen) zwischen den einzelnen Funktionseinheiten (Organen). Es existiert kein Schwarmverhalten, wie du es aus dem Biologieunterricht auf das System, in welchem wir funktionieren, zu kopieren versuchst. Diese Potenzialräume (Rechtsräume), durch die Milliarden in Ohnmacht gehalten werden (fehlende Kapitalisierungen), sind in deinen als Baukasten dienenden Vogel- und Fischwelten nicht vorhanden. Nicht alles, was sich kurz gut anhört, ist deshalb alleine haltbar.
Du konzentrierst dich leider ausschließlich auf die aktiven
Handlungsketten der Funktionseinheiten, statt der Frage nachzugehen, woher
ihr Potential (z.B. die Fähigkeit Eigentum zu halten) eigentlich stammt.
Charakter entsteht durch Wille. Woher kommt der Wille? Keine Ahnung.
Das ist keine Antwort, sondern aufgrund der fehlenden Dichte deiner Argumentationen eine den Anschein wahrende, verständliche Umherrederei. Macht (Potenzial, Können, Fähigkeit) ist kein Wille. Milliarden wollen Wohlstand, haben den Willen zur Macht. Millionen in Syrien wollten sicher noch leben, die Macht ihr Leben zu verteidigen. Wo ist deine Macht, um den gewollten Zustand zu realisieren? Tot, da zuviel Wille auf einmal?
Mir fehlt bei deinen Gedanken die Verhältnismässigkeit und der Wille bei
der argumentativen Sache zu bleiben. Mit Fluchtversuchen in die Biologie
wird machttheoretisch gar nichts analysiert, wird sich leider
ausschließlich auf die aktiven Potenzen (Realisationsmomente eines
Potentials) konzentriert.
Eine Gesellschaft ist nunmal ein biologisches Konstrukt.
Nein, eine Gesellschaft ist eben nicht durch die aktiven Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen (einer rein biologischen Wissenschaft) beschrieben. Ihr Aufbau, ihre Organisation und Entwicklung ist ungleich des ausschließlich Lebendigen. Du schiebst das Lebewesen in den Vordergrund, statt zu erkennen, dass das System, in welchem wir leben, nur einen Bezug zu Funktionseinheiten bietet.
Volle Konzentration: Das System geht über die Organisation der Lebewesen hinaus. Juristische Personen sind ein fabelhaftes Beispiel dafür. Müssen nicht aufs Klo, werden nicht Mütter, altern nicht und veranschaulichen mit ihren Potenzialen, wie wenig deine Lebewesen aus dem Biologieunterricht etwas mit den Funktionseinheiten gleich haben.
Eine Gesellschaft ist als Corpus ein ungleichmäßig, jedoch zentralistisch institutionalisiertes Macht-/Ohnmachtkonstrukt, deren "System der Funktionseinheiten" (im Gegensatz zu deinen biologischen Entführungen) erst durch Zentralmacht erzwungen wird. Dass wir Menschen am Ende alle zu Asche werden und im biologischen Lauf zerfallen, hat eben nichts mit dem gegenwärtigen Systemzustand zu tun. Du buchst in deiner Argumentationskette gerne solche simplifizierenden Zeitreisen, scheiterst aber bereits bei der Erkenntnis, dass es um Funktionseinheiten und deren systematische Zusammenhänge, nicht um ausschließlich biologische Lebewesen, geht.
In der Kürze liegt – hin und wieder – die Würze.
Wenn es denn dadurch zumindest argumentativ haltbar bleiben würde. Ich finde das alles ziemlich schwach, immer weniger systematisch durchdacht. Du sinkst in eine dogmatische Selbstorganisation ab.
Ich biete dir ein Stromkabel an. Opfer mir deine Zeit.
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.