Wir werden noch eine Menge Spaß haben

Ashitaka, Montag, 10.10.2016, 11:37 (vor 3392 Tagen) @ Zarathustra3956 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 10.10.2016, 14:23

Hallo Zara,

Also überall und nicht nur im Zentrum oder hinten links.

Soll ich dir mein Stromkabel reichen?

Dieses Potential, welches du als eine sich dezentral anbietende Energie zum Antrieb des Systems der Funktionseinheiten zu erkennen glaubst, ist von Anfang an ein an die Funktionseinheiten zentralistisch verliehenes Fremdpotential, durch welches die Funktionsräume der Einheiten erst entstehen.

Die Frage der Herkunft des Potentials (die Möglichkeit Eigentum zu halten, zentralmachtbasierte Vergeldlichung einer Einheit durch Abgabenzwang, etc.) ist von wesentlicher Bedeutung.

Du machst den das System simplifizierenden und die Diskussion entführenden Fehler, aktive Potenzen (die Realisierungsmomente des Potentials = Handlungsakte) als Zeugnisse selbstbestimmender Machtpositionen zu erklären. Ich verweise dazu auf meinen an Kurt gerichteten Beitrag, der die themenorientierte Ausgangsbasis meiner Rückkehr in dieses Forum bildet.

Du kannst Potentiale bzw. Fähigkeiten (Machtverhältnisse) nicht alleine auf die Funktionseinheiten projizieren und dort lokalisieren. Es handelt sich bei einer Analyse der Machtstrukturen immer und ausschließlich um eine systematische Analyse der "Machtverhältnisse" (=Potentialräume, Befähigungsebenen, Rechtsräume, Haftungsräume). Es gibt keine in der Anzahl der Individuen wohnende Macht (Potentialität), die im Stande wäre sie zu Funktionseinheiten (allem voran zu Abgabepflichtigen) zu machen. Es sind zentralistische Ordnungen der Potentialität (Zentralmachtordnungen), durch die die Funktionseinheiten und ihr lieb gewonnenes Potential ("Ich kauf mir ein Eis!") erst erschaffen werden.

Du konzentrierst dich leider ausschließlich auf die aktiven Handlungsketten der Funktionseinheiten, statt der Frage nachzugehen, woher ihr Potential (z.B. die Fähigkeit Eigentum zu halten) eigentlich stammt. Mir fehlt bei deinen Gedanken die Verhältnismäßigkeit und der Wille bei der argumentativen Sache zu bleiben. Mit Fluchtversuchen in die Biologie wird machttheoretisch gar nichts analysiert, wird sich leider ausschließlich auf die aktiven Potenzen (Realisationsmomente eines Potentials) konzentriert. Und auch da springst du gerne aus der Gegenwart in die Zukunft ("irgendwann wird es schon scheitern"). Nein, andersrum, gegenwärtig funktioniert es, das ist die Ausgangsbasis einer Analyse. Andere hier springen gar ganz aus dem System und wandeln in solch abartigen Perversionen (Suizid = notwendige Machtposition), dass mich der fehlende Aufschrei, ähnlich wie bei dem derzeitigen Rechtsruck und Pläm Pläm um die politischen und wirtschaftlichen Maskottchen, wundert.

Dein dem Pläm-Pläm-Entladungsvorgang geschuldeter Versuch, die Macht bei den Wirtschaftenden zu lokalisieren oder gleich ganz über die alltäglichen, begrenzenden Machtstrukturen hinwegzublicken und einem aus dem Biologieunterricht bekannten Gesamtschwarm die absolute Souveränität, die eigentliche Macht, anzudichten, zeugt meiner argumentativ begründeten Ansicht nach nur von einer analytischen Verirrtheit bzw. Verschließung vor der wahren Handlungsbasis (Frage der Potentialherkunft).

Und die Art und Weise, wie mit provokanten und intellektuell ins Nichts führenden Threads am Ende nur die gewohnte "Anspuckung" und Fokusierung auf das Gegeneinander provoziert wird ("du glaubst doch an eine Alienallmacht!"), auch wenn das unbewusst erfolgen mag, noch deutlicher kann das Signal für eine Regenerationsphase kaum sein.

Wir kommen am Ende eh zusammen, nun da die Trennung zwischen der aktiven Potenz (Handlung, Realisation des Möglichen) und der mit Fremden im Verhältnis stehenden Potentialität (Fremdpotential) ins Spiel gebracht wurde.

Herzlichst auf einen ... naja ... Einzeiler antwortend,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
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