Wenn der Schwarm nach rechts rückt, dann deshalb, weil er es will, also die Macht dazu hat

Zarathustra, Montag, 10.10.2016, 12:33 (vor 3392 Tagen) @ Ashitaka3805 Views
bearbeitet von Zarathustra, Montag, 10.10.2016, 12:55

... und wenn er CDU-SPD-Grüne-Linke-AfD wählt statt 'Die Partei' oder gar niemanden, dann ebenfalls, weil er es will, also die Macht dazu hat.

Mal jubeln linke Foren und Gruppierungen, dann wieder die rechtsgewickelten.
Wie der Kollektivismus (Idiotismus) halt so spielt.

Hallo Zara,

Saluti Ashitaka

Also überall und nicht nur im Zentrum oder hinten links.


Soll ich dir mein Stromkabel reichen?

Wenn Du willst, hast Du die Macht dazu. Wenn nicht, dann nicht.

Dieses Potential, welches du als eine sich dezentral anbietende Energie
zum Antrieb des Systems der Funktionseinheiten zu erkennen glaubst, ist von
Anfang an ein an die Funktionseinheiten zentralistisch verliehenes
Fremdpotential, durch welches die Funktionsräume der Einheiten erst
entstehen.
Die Frage der Herkunft des Potentials (die Möglichkeit Eigentum zu
halten, zentralmachtbasierte Vergeldlichung einer Einheit durch
Abgabenzwang, etc.) ist von wesentlicher Bedeutung.

Es gibt keinen potenziellen Weltenlauf. Es gibt nur den einen, den einzig möglichen.
Dies versteht Kurt so gut wie Einstein, Schopenhauer, Nietzsche, Diodoros Kronos et al., aber die Mehrheit versteht es heute nicht und wird es auch in Zukunft nicht verstehen. Potentiale sind Hirngespinnste, und zwar äusserst perfide. Es gibt keine kontingenten Ereignisse. Vielleicht versteht man es auf denglisch, wenn es auf deutsch partout nicht klappen will:

https://bitco.in/forum/threads/gold-collapsing-bitcoin-up.16/page-758#post-26314

Du machst den das System simplifizierenden und die Diskussion
entführenden Fehler, aktive Potenzen (die Realisierungsmomente des
Potentials = Handlungsakte) als Zeugnisse selbstbestimmender
Machtpositionen zu erklären.

Es gibt kein Kontingent an möglichen Ereignissen. Ereignisse sind immer und ausnahmslos die einzig möglichen. Alternative Weltenläufe existieren nicht. Es gibt nur Vorstellungen von alternativen Weltenläufen. In der Realität aber kann es nur einen geben, den einzig möglichen.
Ausserdem ist nichts ausschliesslich selbstbestimmt. Du bist sowohl fremd- wie selbstbestimmt, und Dein Selbst wiederum bestimmt Fremde mit. Schmetterlinge bestimmen Wirbelstürme mit. Das ist mittlerweile doch Allgemeinwissen.

Ich verweise dazu auf meinen an Kurt
gerichteten
Beitrag,
der die themenorientierte Ausgangsbasis meiner Rückkehr in dieses Forum
bildet.

Du kannst Potentiale bzw. Fähigkeiten (Machtverhältnisse) nicht alleine
auf die Funktionseinheiten projezieren und dort lokalisieren. Es handelt
sich bei einer Analyse der Machtstrukturen immer und ausschließlich um
eine systematische Analyse der "Machtverhältnisse"
(=Potentialräume, Befähigungsebenen, Rechtsräume, Haftungsräume).

Ja, und diese Machtverhältnisse kann jemand, der das Universum, die Gesellschaft, das 'Individuum', die Organe nicht als fraktal verschachtelten Organismus sieht, eben nicht verstehen. Wie auch!

Es
gibt keine in der Anzahl der Individuen wohnende Macht (Potentialität),
die im Stande wäre sie zu Funktionseinheiten (allem voran zu
Abgabepflichtigen) zu machen.

Der Charakter der Welt und von deren Teilnehmern bestimmen den Weltenlauf und der Weltenlauf wiederum den Charakter der Welt. Alles fliesst, immer und ewig.

Es sind zentralistische Ordnungen der
Potentialität (Zentralmachtordnungen), durch die die Funktionseinheiten
und ihr lieb gewonnenes Potential ("Ich kauf mir ein Eis!") erst erschaffen
werden.

Ein Organismus wird bestimmt von unzähligen Organen. Darum heisst er ja Organismus und nicht Zentrismus.

Du konzentrierst dich leider ausschließlich auf die aktiven
Handlungsketten der Funktionseinheiten, statt der Frage nachzugehen, woher
ihr Potential (z.B. die Fähigkeit Eigentum zu halten) eigentlich stammt.

Charakter entsteht durch Wille. Woher kommt der Wille? Keine Ahnung.

Mir fehlt bei deinen Gedanken die Verhältnismässigkeit und der Wille bei
der argumentativen Sache zu bleiben. Mit Fluchtversuchen in die Biologie
wird machttheoretisch gar nichts analysiert, wird sich leider
ausschließlich auf die aktiven Potenzen (Realisationsmomente eines
Potentials) konzentriert.

Eine Gesellschaft ist nunmal ein biologisches Konstrukt.

Und auch da springst du gerne aus der Gegenwart
in die Zukunft ("irgendwann wird es schon scheitern"). Nein, andersrum,
gegenwärtig funktioniert es, das ist die Ausgangsbasis einer Analyse.
Andere hier springen gar ganz aus dem System und wandeln in solch abartigen
Perversionen (Suizid = notwendige Machtposition), dass mich der fehlende
Aufschrei, ähnlich wie bei dem derzeitigen Rechtsruck und Pläm Pläm um
die politischen und wirtschaftlichen Maskottchen, wundert.

Wenn der Schwarm nach rechts rückt, dann deshalb, weil er es will, also die Macht dazu hat.


Dein dem Pläm-Pläm-Entladungsvorgang geschuldeter Versuch, die Macht bei
den Wirtschaftenden zu lokalisieren oder gleich ganz über die
alltäglichen, begrenzenden Machtstrukturen hinwegzublicken und einem aus
dem Biologieunterricht bekannten Gesamtschwarm die absolute Souveränität,
die eigentliche Macht, anzudichten, zeugt meiner argumentativ begründeten
Ansicht nach nur von einer analytischen Verirrtheit bzw. Verschließung vor
der wahren Handlungsbasis (Frage der Potentialherkunft).

Und die Art und Weise, wie mit provokanten und intellektuell ins Nichts
führenden Threads am Ende nur die gewohnte "Anspuckung" und Fokusierung
auf das Gegeneinander provoziert wird ("du glaubst doch an eine
Alienallmacht!"), auch wenn das unbewusst erfolgen mag, noch deutlicher
kann das Signal für eine Regenerationsphase kaum sein.

Wir kommen am Ende eh zusammen, nun da die Trennung zwischen der aktiven
Potenz (Handlung, Realisation des Möglichen) und der mit Fremden im
Verhältnis stehenden Potentialität (Fremdpotential) ins Spiel gebracht
wurde.

Herzlichst auf einen ... naja ... Einzeiler antwortend,

In der Kürze liegt – hin und wieder – die Würze.

Ashitaka

Beste Grüsse, Zara


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