Das hat jede "Altengeneration" von den "Jungen" gesagt.

Olivia, Dienstag, 28.06.2016, 07:58 (vor 3525 Tagen) @ Romeo3872 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 28.06.2016, 13:09

das "Problem" zwischen jung und alt ist eigentlich nur, dass die Jungen
inzwischen mehrheitlich so verstrahlt, kollektivistisch gemainstreamed und
obrigkeitsausgerichtet sind, dass es einem graust.
Wie gut, dass es wenigstens noch ein paar Alte gibt, die noch wissen, dass
es durchaus auch ein Leben vor der Unterwerfung unter den erstickenden
EU-Bürokratie-Moloch gegeben hat.

....................

Sich über die Jugend zu beschweren, ist das Privileg jeder Altengeneration. Der älteste Text, den ich zu diesem Thema gelesen habe, soll aus dem alten Ägypten stammen. :-))

Das Problem heute ist, dass die Jungen in der Minderheit sind und dass die vielen Alten sich zumeist kaum noch mit den Gegebenheiten auseinandersetzen, die die Jungen bewältigen müssen. In der Regel haben viele Alte gute Renten. Das 'Zu viel' an Alten ist das zentrale Problem in Europa! - Ich bin auch alt, deshalb darf ich das schreiben.

Und deshalb darf ich auch sagen, dass aus meinem Bekanntenkreis (alles Akademiker), die meisten in der Zeit stehen geblieben sind, als sie ihr Studium beendeten und ihre ersten Jobs begannen. Ich sage das meinen Freundin auch, versuche es zu erklären, damit die sich neu orientieren.
Das Leben und die Arbeit haben ihnen die Zeit genommen, sich intensiv mit dem gesellschaftlichen "Wandel" auseinanderzusetzen. Die meisten sind abgesichert über noch gut bezahlte Jobs oder Renten. In der Regel haben sie sogar noch geerbt. Viele sind kinderlos und haben dadurch komplett den Anschluss an die gegenwärtigen Entwicklungen verloren. Die haben keinerlei Ahnung, mit was sich die Jugendlichen herumplagen müssen. Sie können es sich so richtig leisten, "gute" Menschen zu sein, weil sie noch in einer Zeit leben, die vor vielen Jahren zu Ende gegangen ist. Das ist ein Riesenproblem, weil sie die Weichen für eine Jugend stellen, die mit ihrer Welt rein gar nichts mehr zu tun hat.

Eine Freundin von mir (Psychotherapeutin) war bass erstaunt, wie wenig die jungen Menschen verdienen, wie sehr sie gefordert werden, welchen Jobunsicherheiten sie ausgesetzt sind und dass das keine Seltenheit ist.
Die sind noch so "abgesichert", dass man es sich nicht vorstellen kann. Die Kasse zahlt für alles, die Leute legen sich auf die Couch....... etc. etc....
"Heilung" darf lange dauern. Die ganze Zeit ist alles finanziell abgesichert.
Noch, denn auch das wird nicht bleiben.
Den Ärzten, auch den Fachärzten geht es da schon anders. Die Mutter eines Freundes meiner Tochter (Augenärztin) soll ihrem Sohn gesagt haben: Du darfst alles studieren, alles werden, nur NICHT Arzt. Sie wird sicherlich einen Grund haben.
Die Jungen brauchen ein Europa ohne Grenzen. Es gibt ihnen beruflich mehr Möglichkeiten. Nicht umsonst kamen viele begabte Menschen aus der Schweiz und aus Österreich nach Deutschland zum Arbeiten. Die Länder waren einfach zu klein. Die "Insel"-Mentalität, die sich dann entwickelt, ist alles andere als attraktiv.

--
For entertainment purposes only.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.