FUNKTIONSAUTORITÄT heißt das Zauberwort

Silke, Samstag, 05.03.2016, 17:16 (vor 3630 Tagen) @ Mephistopheles3979 Views

Mensch Meph.,

Diese angebliche Zerstörung aephaler Gemeinschaften durch Blablabla ist
ein Hirngespinst. Das ist wie beim Schwarm. Die Tötung von
Einzelindividuen hat lediglich zur Folge, dass sich die akephale
Gemeinschaft Schwarm. umorganisiert, jedes ausfallende Einzelindividuum
wird sofort durch ein anderes ersetzt, der akephale Scharm bleibt
bestehen.

Erste Verwarnung wegen "Blablabla"...

Jetzt fängt der nächste an und erzählt mir, dass ich ein Schwarmtier bin.
Unsere Vorfahren waren kein Schwarm und wir sind kein Schwarm.
Wir waren als egalitäre Gemeinschaften ein autopoietisches Lebewesen und sind es als kephale Gesellschaften auch - wir haben aber kein Schwarmverhalten und sind kein Schwarm.

Sind Menschen akephal unterwegs können alle alles mehr oder weniger gut mit mäßiger Spezialisierung.
Führer bei der Lösung einer Aufgabe ist "der der spricht", wie es bei heutigen indigenen so schön heißt - also der der anfängt zu versuchen, eine Aufgabe zu lösen.
Akzeptieren die anderen Gemeinschaftsmitglieder sein tun, legitimieren sie seine Führerschaft bis zur Beendigung der Aufgabe.
Das können je nach Fähigkeiten Männer oder Frauen sein.
Anschließend sind alle wieder mehr oder weniger gleichrangig.
Zigmal erklärt...
https://de.wikipedia.org/wiki/Segment%C3%A4re_Gesellschaft
Keine Institutionalisierung von Macht.
Fallen durch widrige Umstände zu viele potentielle Könner/Funktionsautoritäten aus, ist hilf- und sinnloses herumrennen, apathisches herumsitzen oder ziellose Flucht der restlichen Gruppe angesagt. Warst du noch nie in scheinbar aussichtslosen und hoffnungslosen Situationen?

Es kann natürlich sein, dass die Anzahl der Individduen nicht ausreicht,
um weiter eine akephale Gemeinschaft zu bilden. Das führt dann zum
Aussterben der Population.

Oder zum Zusammenschließen von Restpopulationen, zum Adoptieren bei den von den Weißen ausgerotteten Indianerstämmen (Heinsohn lesen) oder zum Aufgehen der Neanderthaler im Sapiens.

Aber vermutlich kommt dieser Unsinn dadurch zustande, dass gar nicht
verstanden wurde, wovon die Rede ist, wenn von einer akephalen Gemeinschaft
gesprochen wird.

Letzte Verwarnung wegen „Unsinn“…
Habe ich dich je beschimpft, dass Du "Unsinn" schriebst?
Also lass diese Tonart gefälligst, sonst antworte ich dir nicht mehr.

Die einzige Möglichkeit, eine akephale Gemeinschaft zu zerstören,
besteht durch eine kephale Gemeinschaft.

1. Was soll das eigentlich sein eine "kephale Gemeinschaft" und wo kommt diese deine "kephale Gemeinschaft" denn bitte her? Eine Gemeinschaft ist nie kephal aufgebaut.
2. Du hast offenbar keine Vorstellung, wie demoralisierend, traumatisierend und die Gemeinschaft zerstörend die weltweit wiederkehrenden Dürren, Hitze- und Kälteperioden, Überschwemmungen, Sommer ohne Sonne wie bei der Toba-Katastrophe und andere Wärme- und Kälteanomalien waren, dass selbst Tabus gebrochen wurden bis hin zur Anthropophagie.
Möglicher Ansatz zum Einlesen betreffs Veränderung des äußeren Umfeldes:
Eiszeitalter

Die Zerstörung der akephalen Gemeinschaft durch eine kephale Gemeinschaft
besteht durch die Auflösung der Verwandtschaftsbezeiheungen. In einer
aephalen Gemeinschaft sind nämlich ausschließlich(!) alle Mitglieder
miteinander verwandt.
Deswegen kann eine akephale Gemeinschaft, wenn sie einmal zerstört wurde,
nie wieder(!) entstehen, und eine Gemeinschaft ohne Verwandtschaft ist nur
kephal möglich.

Exogamienoch einmal nachlesen.

Der Zwingherr erlegt keine Abgabeschuld auf, sondern er ist
gezwungen
aufgrund des Fehlens von verwandtschaftlichen Beziehungen,
seine Strukturen vorzufinanzieren.

Also erlegt er eine Abgabeschuld auf, wie ich schrieb - gezwungenermaßen zur Besicherung seines Versprechens – Machthalter sein und die Gefolgschaft an dieser Macht teilhaben lassen.

Der Zwingherr muss in irgendeiner dekompensierenden Gemeinschaft sein Unwesen starten (Patriarchisierung der Viehzüchternomaden) in der die regelnde Kraft von Sitten, Normen und Gebräuchen der Gemeinschaft verloren gegangen ist, gewalttätige Psychopathen zu verbannen - das passiert regelmäßig bei Schwächung durch äußere Ereignisse.
So beginnt der Siegeszug des Patriarchates.
Raub, Mord usw. wie in den folgenden Quellen beschrieben:

http://gerhardbott.de/ii-neolithikum-und-danach/indoeuropaeer-und-kurganpopulationen-st...

http://www.gabriele-uhlmann.de/matrifokal.htm
Der deutsche Jurist, Journalist und Patriarchatsforscher Gerhard Bott (http://www.gerhardbott.de/) legte 2009 mit dem Buch "Die Erfindung der Götter - Essays zur politischen Theologie" eine umfassende Patriarchatskritik vor, in der er nicht nur die Entstehung des Patriarchats bzw. die Institutionalisierung des Vaters erklärt. Er entlarvt die Methodik der Erhaltung desselben durch die patriarchale Wissenschaft und geht hier noch mehr ins Detail als Riane Eisler. Er klärt erstmals die Begriffe Matrilokalität und Matrilinearität im Gegensatz zu Patrilokalität und Patrilinearität allgemein- und unmissverständlich und reinigt die Begriffe von ideologischen Kontaminationen. Er zeigt auf, dass die frühe Menschheit matrifokal lebte und erklärt dies aus den biologischen Voraussetzungen wie der female choice (Meredith F. Small) und der Unkenntnis oder Nicht-Anerkennung der Vaterschaft. Durch die Verknüpfung von Patriarchatsforschung und Patriarchatskritik gelingt ihm die Beweisführung, dass die Herrschaft des Mannes über "seine" Frau sich erst auf der ökonomischen Grundlage der Domestikation und Zucht der großen Huftiere (Boviden) entwickelte. Darauf aufbauend erklärt er die Anpassung der Religion an die neuen gesellschaftlichen Bedingungen. Die Heilige Hochzeit erklärt er als Ausdruck der Heiligung der Sexualität, die im Interesse des Mannes lag, und die Grundlage war für die theologische Herabsetzung der altsteinzeitlichen Großen Göttin in der Jungsteinzeit. Der Ritus der Heiligen Hochzeit war demnach die feierliche Übergabe der kultischen Macht der Frau an die weltliche Macht des Mannes und besiegelte das Patriarchat. Diese Erkenntnis entzieht der Matriarchatsforschung nach Göttner-Abendroth (Phase 4) die Grundlage, liefert dafür aber den Beweis, dass das Patriarchat für mehr als 160.000 Jahre nicht die natürliche Lebensform der Menschheit war, sondern eine kulturelle Errungenschaft, deren Durchsetzung und Entwicklungsphasen der Autor beschreibt. Mit einem zweiten Band ("Die Erfindung der Götter - Essays zur politischen Theologie" Bd. 2, 2014) vertieft er einige Aspekte des ersten Bandes.

und
http://rette-sich-wer-kann.com/patriarchat/die-saharasia-these-oder-wie-das-patriarchat...

Der Debitismus ist ein Machtbastard
Die Realität ist nicht Wirtschaften -- Geld, Preis und Zins -- Macht

--

Abgaben -- weiter Wirtschaften.
Sondern: Macht -- Abgaben -- Geld -- Wirtschaften mit Geld und Preis
und Zins
.


Macht ist immer dann notwendig, wenn die natürlichen verwandtschaftlichen
Beziehungen nicht vorhanden sind.

Ja.
Zwingende Macht aber auch liebende Macht oder was glaubst du, was Liebe ist. [[zwinker]]

PS: Nicht das"Geld" (STZM, GZ) jagt die Waren, sondern jene dieses.

Der Zwang, sich Waren (Güter) zu beschaffen (z.B. zur Abtragung der
Urschuld) ist erheblich geringer (und über die Zeit zu stretchen) als

der

Zwang, sich das Abgabengut beschaffen zu müssen. Denn dieser Zwang ist
termin- und sanktionsbewehrt.

Urschuld kann per Subsistenzwirtschaft ("Produzieren") abgetragen

werden.

Sobald auf angedrohtem Waffeneinsatz basierender Abgabenzwang (und ohne
Waffe keine Zwingmöglichkeit) erscheint, beginnt die

Surplus-Erzwingung

und damit das, was wir"Wirtschaften" nennen. Von den dieses begleitende
permanente Krieg führen und/oder Umstürzen ("Steuerrevolten" en

masse)

ganz zu schweigen.[/b]

Nochmals Gruß!


Dass die verwandtschaftlichen Beziehungen, und zwar ausschließlichen(!) -
jedes Mitglied einer akephalen Gemeinschaft muss mit mindestens
einem anderen Mitglied verwandt sein - so wenig thematisiert werden, lässt
tief blicken.
Kennt man irgendwie nicht? Und was man nicht kennt, ann man sich auch
nicht vorstellen, gelle?

Du bist herzlich dazu eingeladen, uns von dieser Seite her dem Debitismus näher zu bringen.[[top]]
Ich würde für manche nicht Verwandte mehr opfern als für manche Verwandte, sogar bei Blutsverwandten.

Liebe Grüße
Silke

PS.
Ich verstehe ja, dass viele Fehler entstehen, wenn du mit einem Handy antwortest, finde diese Lösung aber trotzdem nicht so gelungen für das Forum.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.