Akephale Gemeinschaften KÖNNEN NICHT durch Naturereignisse oder Blablabla zerstört werden. Das ist ein Widerspruch in sich

Mephistopheles, Datschiburg, Samstag, 05.03.2016, 12:42 (vor 3631 Tagen) @ Silke3852 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 05.03.2016, 12:50

Zerstörung akephaler Gemeinschaften durch u.a. Naturgewalten (begrenzende
Lebensräume beim täglichen Kampf um das Überleben in der Zyklik von Tag
und Nacht, Jahreszeiten, Eiszeiten und andere Zyklen sowie bei singulären
Ereignisse wie dem Toba- Ausbruch und andere Ursachen von Massensterben,
die die Grundlage der kontinuierlichen Bedienbarhaltung der Urschuld der
Gemeinschaften zerstörten, so dass haufenweise bankrottiert wurde (auch in
Mesopotamien) mit Tod des Gemeinschaftssystems und dem sich daraus
folgenden Zusammentun der nach Gefolgschaft und Versprechungen dürstenden
Einzelindividuen
(Klasse @Ashitaka!),
Anderer wichtiger Aspekt von Gimbutas, Bott, Uhlmann und @Zaras - die in
Mesototamien einfallenden patriarchalen nomadisierenden Reitervölker aus
den verödenden Steppen (Kurganleute) für die entsprechende Staatenbildung
anschuldigen, die ja z.B. im matrifokalen Çatalhöyük nicht zu beobachten
waren.
Auch Göbekli Tepe ist offensichtlich ein steinzeitliches, arbeitsteiliges
und hochkooperatives segmentäres Gemeinschaftsprojekt ohne Nachweis von
Gewaltanwendung und Unterwerfung.

Diese angebliche Zerstörung aephaler Gemeinschaften durch Blablabla ist ein Hirngespinst. Das ist wie beim Schwarm. Die Tötung von Einzelindividuen hat lediglich zur Folge, dass sich die akephale Gemeinschaft Schwarm. umorganisiert, jedes ausfallende Einzelindividuum wird sofort durch ein anderes ersetzt, der akephale Scharm bleibt bestehen.
Es kann natürlich sein, dass die Anzahl der Individduen nicht ausreicht, um weiter eine akephale Gemeinschaft zu bilden. Das führt dann zum Aussterben der Population.

Aber vermutlich kommt dieser Unsinn dadurch zustande, dass gar nicht verstanden wurde, wovon die Rede ist, wenn von einer akephalen Gemeinschaft gesprochen wird.
Die einzige Möglichkeit, eine akephale Gemeinschaft zu zerstören, besteht durch eine kephale Gemeinschaft.
Die Zerstörung der akephalen Gemeinschaft durch eine kephale Gemeinschaft besteht durch die Auflösung der Verwandtschaftsbezeiheungen. In einer aephalen Gemeinschaft sind nämlich ausschließlich(!) alle Mitglieder miteinander verwandt.
Deswegen kann eine akephale Gemeinschaft, wenn sie einmal zerstört wurde, nie wieder(!) entstehen, und eine Gemeinschaft ohne Verwandtschaft ist nur kephal möglich.

Formierung der organisierten Gewalt/der Charismatiker/der Macher/der
Rücksichtslosen/der Psychopathen samt Abgrenzung zwischen machtnehmenden
Machtigen, Gefolgschaft und Söldner die den nun schon Jahrtausende
währenden Aufbau alles durchdringender zunehmend entpersonifizierter
konkurrierender und kooperierender mehr und mehr globalisierter
Zentralmachtinstanzen samt Gefolgschaft angeschoben haben und den
verbleibenden Ohnmächtigen,

Erfindung der Götter, der Wissenschaft, der Medien, der Propaganda als
Machtinstrumente,

Vom Zwingherrn auferlegte Abgabebeschuld (und von diesem festgelegtes
Abgabegut: Naturalien->Waffenmetalle->Edelmetalle->Papier->Bits und Bytes,
Machtkreislauf, Machtzession usw. bis unser Planet abgewirtschaftet sein
wird.

Der Zwingherr erlegt keine Abgabeschuld auf, sondern er ist gezwungen aufgrund des Fehlens von verwandtschaftlichen Beziehungen, seine Strukturen vorzufinanzieren.

Der Debitismus ist ein Machtbastard
Die Realität ist nicht Wirtschaften -- Geld, Preis und Zins -- Macht --
Abgaben -- weiter Wirtschaften.
Sondern: Macht -- Abgaben -- Geld -- Wirtschaften mit Geld und Preis
und Zins
.

Macht ist immer dann notwendig, wenn die natürlichen verwandtschaftlichen Beziehungen nicht vorhanden sind.

Liebe Grüße
Silke

PS: Nicht das"Geld" (STZM, GZ) jagt die Waren, sondern jene dieses.

Der Zwang, sich Waren (Güter) zu beschaffen (z.B. zur Abtragung der
Urschuld) ist erheblich geringer (und über die Zeit zu stretchen) als der
Zwang, sich das Abgabengut beschaffen zu müssen. Denn dieser Zwang ist
termin- und sanktionsbewehrt.

Urschuld kann per Subsistenzwirtschaft ("Produzieren") abgetragen werden.
Sobald auf angedrohtem Waffeneinsatz basierender Abgabenzwang (und ohne
Waffe keine Zwingmöglichkeit) erscheint, beginnt die Surplus-Erzwingung
und damit das, was wir"Wirtschaften" nennen. Von den dieses begleitende
permanente Krieg führen und/oder Umstürzen ("Steuerrevolten" en masse)
ganz zu schweigen.

Nochmals Gruß!

Dass die verwandtschaftlichen Beziehungen, und zwar ausschließlichen(!) - jedes Mitglied einer akephalen Gemeinschaft muss mit mindestens einem anderen Mitglied verwandt sein - so wenig thematisiert werden, lässt tief blicken.
Kennt man irgendwie nicht? Und was man nicht kennt, ann man sich auch nicht vorstellen, gelle?

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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