'Echten Wettbewerb'

Zarathustra, Sonntag, 31.01.2016, 20:24 (vor 3659 Tagen) @ Bernadette_Lauert2619 Views

mal bei zwei Thesen zu bleiben:

I) Gewisse Infrastruktur wird nur einmal verlegt (Wasser, Autobahnen,
Stromtrassen). Dann gibt es keinen echten Wettbewerb und der Markt
funktioniert nicht.

Einen echten Wettbewerb und einen echten Markt gibt es nach dem debitistischen Einmaleins sowieso nicht. Markt und Wettstreit sind von vornherein Staatsbastarde. Jenseits verstaatlichter (patriarchalisierter) Menschen gab es weder Märkte noch Wettstreit, sondern Autarkie und Konsens.

Es gibt unter versstaatlichten Menschen aber mehr oder weniger liberal organisierte Märkte. Ich persönlich bevorzuge die liberaler organisierten.

Die Frage ist allerdings, wie dieser Begriff denn definiert werden soll. Die Freiheit beispielsweise, Tiere oder Menschen nach Gusto halten zu dürfen, hat mit Liberalität natürlich nichts zu tun.

Was Autobahnen oder Stromtrassen betrifft, so kann der Staat auch dies mehr oder weniger liberal organisieren. Man könnte das Eigentum an der Infrastruktur zeitlich befristen und immer wieder neu ausschreiben.

Grundsätzlich gilt halt wieder @pigbonds' Argument: Die liberalste Art Zivilisation ist die direktdemokratisch organisierte und dies müsste die Hauptforderung jedes Bürgers sein, der zwar Bürger bleiben, aber eben dessen Unfreiheit minimieren möchte. Hier hat die Bevölkerung jederzeit die Möglichkeit, mehrheitsfähige Beschlüsse zu fassen und unliebsame Monopole zu beseitigen, wenn sie denn will.

Grüsse, Zara


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