CO2 und Wasser

Zarathustra, Montag, 04.01.2016, 13:09 (vor 3687 Tagen) @ Positiv3734 Views

Der CO2-Anteil ist laut Deiner Tabelle (!)
angeblich von rund 0,030 % Vol. an der Erdatmosphäre
auf gut 0,038 % gestiegen.


Ja, schau mal, um wieviel die Temperatur in einer einzigen Nacht
mehr abfällt, wenn der Wassergehalt in der Luft von 2 Prozent auf 1
Prozent zurückgeht.


Hallo Zarathustra,

Hallo Positiv

dieser Vergleich ist angreifbar. Wasser hat eine erheblich höhere
spezifische Wärmekapazität. Diese bemisst die Fähigkeit eines Stoffes,
thermische Energie zu speichern.

Für Wasser beträgt dieser Wert 4,186 kJ/(kg*K), für CO2 0,846
kJ/(kg*K). Wasser kann fast 5x soviel thermische Energie speichern.

Wenn wir von 2 % Luftfeuchte ausgehen und von 0,038 % CO2 Gehalt, liegt
allein hier ein ein Missverhältnis um den Faktor 53 vor.

Ein Stoff, von dem (gemäß Deinem Beispiel) in Luft 53x so viel vorhanden
ist wie von CO2, und der desweiteren 5x soviel thermische Energie speichern
kann wie CO2, führt zu einem fühlbaren Unterschied, wenn sein Anteil sich
auf die Hälfte reduziert. Okay.

So ist es. Der Unterschied ist so gross, dass die 'Klimaerwärmung' an besagtem Ort innert Stunden sogar ohne Thermometer fühlbar ist, während es beim CO2 Jahrzehnte dauert.
Weltweit würde sich das Klima aufgrund des Wasserdampfes aber nur erwärmen, wenn wir zusätzliches Wasser in die Atmoshäre verfrachten würden, wie wir es mit CO2, Methan und anderen Gasen tun.

Luftfeuchtigkeit ist für die Energiespeicherung 265x relevanter als CO2.

Ja, aber die Rückstrahlungsfähigkeit ist nicht 265x grösser, und darauf kommt es an. Ausserdem verfrachtet der Mensch kein zusätzliches Wasser aus den Böden in die Luft, respektive nur indirekt, indem er mittels Verfrachtung von Kohlenstoffen aus den Böden in die Luft für ein wärmeres Klima sorgt.


Beste Grüsse, Zara


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