Klima wandelt sich immer - es kann gar nicht anders

Konstantin ⌂, Waldhessen, Sonntag, 13.12.2015, 09:54 (vor 3707 Tagen) @ Ötzi4554 Views

Hallo Ötzi,

Klar, Die Aufwand der Eiskernbohrung und die daraus gewonnenen Daten ist
alles Schwachsinn. Wozu Wissenschaft, wenn man auch einfach so eine Meinung
haben kann.

Ich vertrete die wissenschaftliche Sicht, dass man Daten gewinnen kann, dies aber nicht überbewerten darf. Gewonnene Daten können vorhandene Modelle bestätigen oder ihnen widersprechen. Selbst wenn hunderte oder tausende an Daten ein Modell bestätigen, ist die wissenschaftliche Sachlage, dass es ein Modell ist und die Wahrheit anders sein kann.

Es ist oft genug vorgekommen, dass wissenschaftliche Modelle über den Haufen geworfen wurden, weil neue Erkenntnisse aufkamen. (Simples Beispiels: "Atom", das unteilbare.) Soll das Ersetzen alter Modelle mit neuen Modellen ein abgeschlossener Vorgang sein? Mitnichten! Die Wissenschaft steht immer nur auf dem aktuellen Stand es Irrtums. Warum auch nicht? Es ist nur gut, wenn man das in Bewusstsein behält!

Ich habe mich schon länger nicht mehr zu Wort gemeldet im Gelben, aber
hier tut mir Zara leid, mit welch unsinnigen Gegenargumenten er sich
auseinandersetzt. Sollte er sich mal eine Auszeit vom Gelben nehmen oder
sich verabschieden, braucht sich niemand zu beschweren.

Wenn Zara eine Tabelle hier postet, ohne Angabe der Herkunft, einfach so, und dann noch eine, deren Linienführung in den vergangenen Jahrtausenden genau so scharf ist wie aktuell, und dann noch so tut, als ob diese Linienführung exakt stimmt, dann braucht er sich nicht wundern hier im Gelben Gegenwind zu bekommen.

Ein brauchbarer Kommentar zu seiner Graphik wäre beispielsweise:
Aus den gewonnenen Daten von Eiskernbohrungen (Link zu Webadresse) wurde eine Linie erstellt, die den vermuteten Verlauf der CO2 Konzentration in der vergangenen Zeit darzustellen versucht. Sollte diese Darstellung nur annähernd ein Abbild sein, wie sich die CO2 Konzentration global, also auch dort wo die Bohrungen nicht stattgefunden haben, im Lauf der Zeit geändert hat, dann geht die Entwicklung deutlich aus dem bisherigen Korridor. Welche Ursachen und Wirkungen diese Änderung in der Konzentration von CO2 hat, ist nicht eindeutig zu klären, da es unmöglich ist alle Wechselwirkungen in der Bioshäre zu wissen und zu berechnen.

Es gibt auch eine Kurzform:
Wenn diese Darstellung stimmt, dann passiert etwas, was wir vorher noch nicht hatten.

Die Klimaerwärmung scheint mir eines der Themen zu sein, bei dem die
Mehrheit im Gelben irrt. Mir scheint es hier eine Mehrheit von
Klimawandelskeptikern zu geben.

Nun, hier gibt hier im Gelben noch Menschen, die selber denken und nicht nur nachplappern. Darüber hinaus wird hier auch auf sorgfältige Wortwahl geachtet.

Es gibt hier mit Sicherheit keine "Klimawandelskeptiker". Dieses Wort ist ein Widerspruch in sich. Klima wandelt sich immer - es kann gar nicht anders.

Auch suggestive Behauptungen, wie das Wort "Klimaerwärmung", werden hier kritisch angegangen.

Und von meinem Sohn höre ich immer die Klagen, wann denn endlich mal
Schnee fällt, dass er Schlitten fahren kann. Nach dem Ausbruch des
Pinatubo habe ich als Kind 1992 noch das Vergnügen gehabt, zusammen mit
anderen Kindern ein Iglu zu bauen, bei dem man zunächst in einem
überdachten Gang einmal um das Iglu herumkriechen musste, bevor man dann
im Inneren war. Es stand mehrere Wochen lang, bevor es schmolz. Ob es
heutzutage nach einem Vulkanausbruch dazu nochmal reichen würde? Ich
glaube nicht.

Solche Stories sind des Gelben nicht würdig. Sorry. Ich kann eine (bedeutungslose) Einzelmessung dazu geben: In meiner Kindheit war die kälteste Messung, minus 20 Grad. Und vor wenigen Jahren konnte ich minus 37 Grad messen. Und was soll das aussagen für eine globale Änderung? Gar nichts!

Ich habe nie behauptet, dass Menschen keinen Einfluss auf das Wetter haben. Sie haben sogar extremen Einfluss, beispielsweise durch Abholung oder Anpflanzung von Bäumen. Ich habe auch nicht behauptet, dass die Linienführung der Graphik von Zara nicht stimmt. Sicher kann sie stimmen, die Möglichkeit existiert, aber sie kann genauso gut zu 99,9% daneben liegen.

Es ist meiner Ansicht nach einfach nur peinlich laufend auf der CO2 Geschichte herum zu reiten. In einem multikausalen Wechselwirkungssystem, wo es schon unberechenbar wird, wenn nur mehrere Elementarteilchen miteinander wechselwirken, eine angebliche monokausale Ursache (CO2) für ein angebliches Phänomen (Klimawandel) zu präsentieren, hat nur etwas mit Marketing, mit Psychologie der Massen zu tun, aber nichts mit dem wirklichen Verbessern der Umstände.

Politiker sind für mich nur noch wahrnehmenswert, wenn sie glaubhaft darlegen, dass sie zumindest einen Teil ihrer Nahrung selber anbauen, ernten und sich davon ernähren. Nur dann können sie einen (wenn auch geringen) Bezug zum Planeten haben, auf dem und von dem sie leben.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"


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