Nix sehen, nix hören, nix sagen.

Kaladhor, Münsterland, Samstag, 12.12.2015, 22:05 (vor 3707 Tagen) @ Ötzi4786 Views

Kann dir nur zustimmen, Oetzi.

Was ich bei vielen "Klimawandelskeptikern" sehr stark feststelle ist die fast völlige Unkenntnis darüber, wie ein Klimawissenschaftler arbeitet.
Da werden Unterstellungen aus der Taufe gehoben, der und der Klimaexperte will sich ja nur profilieren....

Mal ganz einfach an alle gefragt:
Wer kann sich noch erinnern, wie die Sommer früher - also zur eigenen Schulzeit! - aussahen?

Ich bin Anfang der 80er eingeschult worden, und wenn es die Temperatur damals im Sommer mal über die 30°-Marke geschafft hat, dann war das schon enorm. Der normale Sommer damals begann im Mai und endete im September mit Temperaturen von im Schnitt 20° - 25°C, gelegentlich mal unterbrochen von einzelnen Wärmegewittern. Regelrechte Hitzeperioden, wo es tagelang weit über 30°C hatte, Fehlanzeige. Und diese Wärmegewitter sahen auch ganz anders aus als heute, zumindest hatte man da nicht den Eindruck, der halbe Atlantik würde sich gerade über einem ergiessen. Im gesamten eben ein Wetter wie man es bei einer atlantischen Lage erwartet.

Seit Mitte der 90er ist das nicht mehr so. Wirklich stabile Wetterlagen mit erträglichen Temperaturen im Sommer gibt es so gut wie nicht mehr. Stattdessen teils extreme Temperatursprünge von >15° von einem Tag auf den anderen. "Wärmegewitter" treten auch nur noch in Rudeln auf und lassen einen eher an das Ende aller Tage denken als an ein harmloses Sommergewitter.

Weiters haben wir eine ganz massive Zunahme an Stürmen und Orkanen zu verzeichnen, mit entsprechend ansteigenden Schadenswerten. So weit ich mich erinnern kann, habe ich während meiner gesamten Schulzeit genau einen schweren Orkan erlebt. Allein dieses Jahr hatten wir hier im Münsterland bereits mehrere.

Es ist mir absolut schleierhaft, wie man angesichts solcher Fakten - und die sind jetzt sehr unwissenschaftlich zusammengetragen worden - immer noch die Augen verschließen und eine menschliche Beeinflussung unseres Klimas leugnen kann.

Gruß,
Kaladhor

PS:
Persönlich bin ich nicht der Meinung, dass am Klimawandel der Mensch allein schuld ist. Ich sehe die allmähliche Erwärmung unseres Klimas eigentlich eher als positiven Ausschlag in dem normalen Klima-Schwingungsprozess der Erde.
Jedoch denke ich, dass der Mensch in sofern verantwortlich ist, dass die Änderungen schneller als in früheren Zeiten ablaufen, und somit eher auffallen.
Wahrscheinlich ist das menschliche Zutun einfach nur der sprichwörtliche letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Alles Nachfolgende geschieht dann in der dem Klimawandel eigenen Dynamik.

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!


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