Ernst sieht so aus

Isländer, Sonntag, 27.09.2015, 18:18 (vor 3773 Tagen) @ Isländer8003 Views

Das war es für den Anfang.

Weiter.

"„Dazu möchte ich dem Verfassungsgericht eine authentische Begebenheit vortragen, die ich beeiden und weitere 15 Zeugen benennen kann: Ein namentlich sehr bekannter Arzt aus einer Großstadt berichtete im abendlichen Kreis auf einem Seminar 1991 folgendes:

Eines Tages kam eine junge Frau in meine Praxis und sagte, sie habe etwas auf dem Herzen, was sie loswerden müsse. Ich möge die Türe abschließen, damit wir eine halbe Stunde ungestört miteinander reden könnten. Ich entsprach der Bitte. Dann berichtete sie:

"Ich bin die Chefsekretärin des Landgerichtspräsidenten in D. Immer, wenn bei uns ein außergewöhnlicher oder in irgend einer besonderen Weise wichtiger Prozeß stattfindet, spielt sich folgendes Zeremoniell ab:

10 bis 14 Tage vor einem solchen Prozeß werde ich beauftragt, von der zuständigen Kammer die Akten des anstehenden Prozesses zu besorgen. In den nächsten 2 Tagen arbeitet mein Chef diese Akten durch. Ich weiß dann schon immer, daß am nächsten Tag wieder der "ominöse Herr" kommt, der sich als Herr "Müller" vorstellt, und wie er stets sagt, vom Justizministerium kommt. Aber ich habe eine Freundin dort und die hat mir erzählt, einen solchen Herrn gebe es dort im Justizministerium nicht. Wir vermuten also, daß er von einer Loge ist. Jedenfalls wird er von meinem Chef stets sehr zuvorkommend und mit ausgesuchter Höflichkeit empfangen. Ich muß Kaffee bringen und Kekse. Dann verhandeln die beiden Herren mehrere Stunden über den anstehenden Prozeß. Da ich ja doch einige Male hineingehen muß, z.B. um neuen Kaffee zu bringen oder dgl. und da ich das Zeremoniell schon oftmals miterlebt habe, weiß ich auch den Ablauf: Welcher Zeuge gehört werden darf, welcher Antrag angenommen, welcher abgelehnt werden muß, welche Beisitzer zu nehmen sind, wie man mit dem Anwalt des Angeklagten oder den beiden Anwälten im Zivilprozeß reden muß, vorher telefonisch und in der Verhandlung und wie das Urteil lauten soll: Alles wird genau festgelegt.

Danach wir der Herr von meinem Chef, (offenbar sein Logenbruder) in allerhöflichster Form hinauskomplimentiert.

Ich weiß dann immer schon, daß ich für den nächsten Tag den Kammervorsitzenden der Kammer zu meinem Chef holen muß, in der der Prozeß ansteht. Sobald er da ist, muß ich wieder Kaffe und Kekse bringen und mein Chef, der Landgerichtspräsident, erklärt nun in den nächsten Stunden dem Kammervorsitzenden Richter in allen Einzelheiten, wie der Prozeß in 8 bis 10 Tagen zu laufen hat. Der Kammervorsitzende notiert sich alles ganz genau und - ...

Herr Doktor, obwohl ich es nun schon so oft erlebt habe, aber ich bekomme jedes Mal wieder eine Gänsehaut. Denn der Prozeß verläuft dann wirklich genau so, wie mein Chef mit dem "ominösen Herrn" und mein Chef mit dem Kammervorsitzenden es festgelegt hatten, einschließlich Urteil. Nicht einen einzigen Tag Gefängnis beim Strafgericht und nicht eine einzige Mark im Zivilgericht weicht das Urteil später von dem ab, was die Herren vorher festgelegt hatten.

Ich halte das nicht mehr aus, Herr Doktor! Wenn ich mir vorstelle, daß die Richter da nur Kasperltheater spielen und daß da schon längst jedes Detail vorher festgelegt war, einschließlich Urteil, ebenfalls in allen Einzelheiten, dann wird mir ob dieser Wahnsinns-Korruption speiübel.

Mein Ideal war es gewesen, als tüchtige Chefsekretärin bei der Rechtsfindung redlich mitzuhelfen. Aber ich sehe, daß mein Landgerichtspräsident und sein Besucher und alle Kammervorsitzenden, die offenbar auch alle zu den Logen dazugehören und Weisungen entgegenzunehmen haben, schlimmere Verbrechen begehen, als die Angeklagten, die von ihnen verurteilt werden.

Es ist so schlimm, Herr Doktor, daß ich keine Nacht mehr schlafen kann. Ich kann da nicht mehr arbeiten. Aber ich weiß, daß sich dadurch nichts ändern wird, wenn ich nicht mehr dort arbeite. Ich bin zutiefst verzweifelt."

Soweit die Chefsekretärin des Landgerichtspräsidenten von D.

Ich nehme an, die Verfassungsrichter als systemimmanente Sach- und Usancen-Kenner, wissen genau, was ich meine.“

Gustl Mollath lässt grüßen. Ebenfalls NSU. Stellvertretend.

Quelle
http://www.luebeck-kunterbunt.de/
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LG
Isländer

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Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
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